Was wurde aus … James aus "Unsere kleine Farm"?

08.09.2011 | 17:31 |   (DiePresse.com)

Nach der Karriere folgte für den Teenie-Star ein typisches Schicksal: Partys, Alkohol, Drogen. Inzwischen hat sich Jason Bateman erholt – und mausert sich langsam zum A-Liga-Star.

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Er war ein bisschen böser Bube in der sonst eher idyllischen US-Fernsehserie "Unsere kleine Farm": James Ingalls lief weg, tappte in eine Bärenfalle, klaute und wurde angeschossen. Gespielt hat ihn Jason Bateman. Die Rolle war für den damals Zwölfjährigen Auftakt für eine Karriere als Teeniestar. Er spielte in weiteren US-Serien mit, hatte Gastauftritte in "Knight Rider" und war der "Teen Wolf 2". Das Leben als Star bescherte ihm ein wildes Partyleben: Lange Zeit gehörten dazu auch Drogen und größere Mengen Alkohol. Inzwischen ist Bateman ein gefragter Hollywood-Schauspieler. Momentan ist er mit der Komödie "Kill The Boss" im Kino zu sehen, am 14. September folgt "Wie ausgewechselt". In ersterem schmiedet er Mordpläne gegen seinen sadistischen Chef, in letzterem tauscht er - ein gestresster Familienvater - mit einem Junggesellen das Leben.

Die wilden Partys seiner Jugend bereut Bateman nicht. "Ich musste das damals quasi abhaken und rauslassen, damit ich nicht dann zum 'bad boy' werde, wenn es unangebracht ist", sagte der 42-Jährige der APA. "Heute ist es viel schwieriger, jung und berühmt zu sein."

2001 habe er "das alles abgehakt und geheiratet", nämlich Amanda Anka, Tochter von Musiker und Komponist Paul Anka, mit der er fünf Jahre später die erste Tochter, Francesca, bekam. Die Rolle in der Comedy-Fernsehserie "Arrested Development" brachte ihm 2003 den Durchbruch und sogar einen Golden Globe ein.

(c) APA/HERBERT PFARRHOFER

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Dass Bateman trotz der darauffolgenden zahlreichen Filmrollen kaum im Rampenlicht steht, sei auch seinem mittlerweile "normalen Leben" zu verdanken, sagt er. "Ich tue nichts, das Aufmerksamkeit erregen würde: Ich betrüge meine Frau nicht, habe kein Drogenproblem, rase nicht mit dem Auto - was sollte es also über mich geben, das eine Schlagzeile wert ist?", meint Bateman. Auch der richtig große Filmerfolg sei bisher ausgeblieben, "das ist aber okay für mich".

Die Liste an Filmen, in denen Bateman die letzten Jahre mitgespielt hat, ist lang: Nach Nebenrollen etwa in "Juno", "Trennung mit Hindernissen", "Hancock", "Up in the Air" und "Paul" war er vergangenes Jahr an der Seite von Jennifer Aniston in "Umständlich verliebt" erstmals in einer Hauptrolle zu sehen. Noch fehlt ihm ein großer Blockbuster oder überwältigender Kassenerfolg, um in die A-Liga Hollywoods aufzusteigen. Damit hat es Bateman aber gar nicht eilig.

"Meine Karriere entwickelt sich langsam weiter", erzählt der Schauspieler. "Ich will lange schauspielern und möchte nicht, dass Leute bald genug von mir haben. Ich bin schon lange genug in dieser Branche, um zu wissen, dass die wahre Goldmedaille eine lange Karriere, nicht der große Ruhm ist."

 

(APA/Red.)

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