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Fiskalunion für Österreicher teurer als für Deutsche

26.06.2012 | 07:53 |   (DiePresse.com)

Kleinere Euro-Staaten wie Österreich oder Finnland müssten nach Berechnungen einer Privatbank höhere Transfers leisten als Deutschland.

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Deutschland wäre in einer europäischen Fiskalunion laut einem Zeitungsbericht keineswegs der größte Zahler. Das berichtet die "Financial Times Deutschland", die sich auf Berechnungen der Privatbank M.M. Warburg beruft. Die kleineren Euro-Staaten wie Österreich, Finnland und Belgien müssten demnach weitaus höhere Transfers leisten.

Die Privatbank hat eine Fiskalunion nach dem Vorbild des deutschen Länderfinanzausgleichs simuliert. Nach diesem Modell würden die Steueraufkommen der einzelnen Eurostaaten so lange umverteilt, bis jedem Land die gleiche Summe an Steuermitteln pro Einwohner zur Verfügung steht. Dabei müsste man den Warburg-Berechnungen zufolge innerhalb der Eurozone pro Jahr 430 Milliarden Euro transferieren. Die größten Empfängerländer wären demnach Portugal, Griechenland und Spanien.

"Deutschland nur begrenzt Nettozahler"

Da die deutsche Staatsquote jedoch relativ niedrig ist, sind die Steuereinnahmen in Deutschland laut dem Bericht pro Kopf vergleichsweise gering: "Deutschland wäre in einem solchen System daher nur begrenzt ein Nettozahler", lässt sich Christian Jasperneite, Chef-Investmentstratege bei M.M. Warburg, von der "FTD" zitieren. Demnach flössen lediglich 5,5 Prozent aller Steuereinnahmen Deutschlands in andere Länder des Währungsraums.

"Selbst Frankreich hätte in einer solchen Fiskalunion eine erheblich größere Last als Deutschland zu tragen", so Jasperneite. Dort läge die Last demzufolge bei 18,2 Prozent relativ zum bestehenden Steuereinkommen. Am höchsten wäre sie in Finnland mit 34,3 Prozent.

(Ag.)

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24 Kommentare
Gast: nano 2
26.06.2012 19:46
1 0

Raus

aus dem Euro ,den wir nie gewollt haben!!!!

Gast: kuno huber
26.06.2012 14:30
11 0

30%?

das heisst wir müssen dann ca. 30% unserer steuereinnahmen an den süden abgeben. also 30% kürzungen im gesundheitswesen, bei den löhnen, bei der bildung, etc. wahrscheinlich mehr, denn manche posten wie den schuldendienst kann man nicht kürzen.
da wird wohl langsam der fanatischste EU befürworter zur vernunft kommen?

Gast: LegendIn
26.06.2012 13:52
15 0

In Zeiten der größten Krise den ungebildetsten Bundeskanzler zu haben wird uns noch viele Milliarden Euro kosten


Re: In Zeiten der größten Krise den ungebildetsten Bundeskanzler zu haben wird uns noch viele Milliarden Euro kosten

Faymann ist nicht ungebildet. Er ist ein Bilderberger. Und dort haben sie ihn sicher nicht wegen fesselnder Eloquenz und intellektuellen Schärfe eingeladen.

Und wäre ich einer der die Fäden im Hintergrund zieht und Österreich an die Wand fahren und ausplündern wollte - Faymann wäre mein Mann.

11 0

So schnell wie möglich

raus aus diesem Idiotenverein der alle in den Abgrung zieht!!!

Zerbricht Euro an nationalen Interessen und vor allem am Geld?

Am Anfang war von Euro 4 Mrd. die Rede. Auch Spanien dürfte mit den kolportierten 62 Mrd. Euro nicht auskommen. Weiters wird auch Italien bald für seine Banken um Geld ansuchen. Zerbricht die Eurozone, weil der ESM zu spät für zusätzliches Geld zur Abwehr von Spekulationsangriffen gültig wird?

http://regionaut.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/politik/pallas-athene-ist-dies-der-weisheit-letzter-schluss-d206722.html

http://www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/465283_goodbye_euro.html

0 0

"ESM zu spät für zusätzliches Geld zur Abwehr von Spekulationsangriffen gültig wird?"

Machen Sie sich keine Sorgen!
Das Geld reicht sowieso nicht, egal was da im ESM gebunkert wird. Denn je höher die Beträge sind, umso mehr steigt auch die Begehrlichkeit, bzw. das sorglose Geldausgeben bei einigen Staaten.

Gast: 1. Parteiloser
26.06.2012 13:10
4 0

Logisch!

Wenn die Idee ist, dass die maximal eintreibbaren Steuern in jedem Land in einen Topf wandern und dann gleichmäßig an alle Länder verteilt werden, dann werden die Länder mit den höchsten Abgaben auch am Meisten brennen. Weil ja die Österreichische Regierung bei der Kontrolle der Staatsausgaben immer schon total versagt hat, die eigenen Bürger aber ausgesackelt hat, so würden die Österreicher dann eben weiter dem Versagen, einem Versagen von Anderen dienen müssen.

Das wirklich Unglaubliche dabei ist aber, dass es in Österreich um 10% weniger verf. Arbeitskräfte als in D gibt, weil sich die Österreich dem Frühpensionswahnsinn verschrieben hat. Diese 10% kommen also für die Menschen der Realwirtschaft dann noch einmal oben drauf.

Wenn von Österreichs Budget aber viel mehr an andere Staaten transferiert werden würde, dann würde es in Österreich zu erheblich höheren Defiziten kommen, weil je weniger für die eigenen irren Staatsausgaben bleiben würde.

Was würde die Fiskalunion für Österreich, bei diesen Daten, bedeuten?

https://www.bmf.gv.at/budget/akthh/2012/201205hauptueberblicke.htm

Periode Januar - Mai 2012:
Ausgaben:.....31.202,6 Mio. Euro (+6,7%!)
Einnahmen:...24.170,9 Mio. Euro (-0,3%)

Interessant ist, dass trotz dem vollen Abkassieren der kalten Progression weniger in die Staatskassen fließt. Das einnahmenseitige Sparen scheint auch in Ö nicht zu funktionieren!

Gast: austria wien
26.06.2012 11:48
4 0

zustimmung

die ersten die dazu zustimmung geben werden, wird unsere geistige elite sein.

Einfach zum Nachdenken!

Ich habe letzter Woche zu meinem Bankberater gesagt:

"Ich würde gerne einen Kredit für mein ungeborenes Kind aufnehmen, für den ich bürge..."

Seine Antwort: "Das geht nicht!"

Darauf ich: "Mhmm... Komisch, ihr holt doch euch billiges Geld von der EZB, die wiederum u.a. Staatanleihen kauft, für die der Steuerzahler aufkommt!

Auf Grund der aktuellen Schuldenlage, kann es dann nur so sein, dass diese Staatschulden von unseren Kindern (schon geboren oder auch noch ungeboren) getragen werden müssen..."

Seine Antwort: " Das stimmt SO nicht!"

Tja.... Was soll man da noch sagen... :-/

Re: Einfach zum Nachdenken!

ich wuerde darauf spekulieren, dass die ungeborenen kinder, auf die kredite aufgenommen wird (zukuenftige steuereinnahmen), diese kredite nicht zurueckzahlen und daher diese kredite mit cds (credit-default-swaps) absichern. auch wenn man selbst keine kinder hat, werden die cds massiv an wert gewinnen, weil es immer teurer werden wird, mit den cds diese unbesicherten kredite zu versichern. die cds kann man in weiterer folge hedgen mit optionen und so maechtig geld verdienen .... lol

Re: Einfach zum Nachdenken!

Es stimmt *SO* auch tatsächlich nicht. Es könnten unsere Kinder (weil wir selbst ja offenbar unsere Schuldensucht nicht unter Kontrolle bekommen) dann sagen: "Nicht mit uns!" und im besten Fall die Zahlungen einstellen.
Im etwas schlimmeren Fall müsste Ihr Bankberater schauen, dass er möglichst schnell Land gewinnt.

Ich habe ja nie verstanden, warum man versucht, "sozialen Frieden" auf Pump zu kaufen.

OT: Wozu haben Sie einen "Bankberater"?

Ob Fiskalunion oder ESM

Beides wird uns viel Geld kosten, das ja von irgendwo herkommen muss. Also werden die Steuern erhöht und im "Notfall" geht man an die Sparkonten der Bürger. Der ESM ist ein "Notgesetz" und solche gab es immer vor einem Zusammenbruch, siehe 20er- und 30er-Jahre. Man kann also davon ausgehen, dass uns Schlimmes bevorsteht. Wer jetzt noch diese EU und den Euro schönredet, der erkennt die Gefahr nicht oder ist ein Propagandist für das diktatorische Vorgehen der EU-Bürokraten und deren Vasallen in den nationalen Regierungen.

Gast: Mai
26.06.2012 10:24
11 0

Herumgewurschtel

Nach den Sozialingenieuren jetzt die Finanzjongleure.

Widerlich
Ekelhaft
Es reicht

Widerstand

Gast: hunter6666
26.06.2012 10:22
9 0

Wahnsinn!!

Nach diesem Modell würden die Steueraufkommen der einzelnen Eurostaaten so lange umverteilt, bis jedem Land die gleiche Summe an Steuermitteln pro Einwohner zur Verfügung steht.

Wer hier unterschreibt, versetzt seiner Partei den Todesstoss!

Lasst und mal sehen, welche "Politiker" diese Vorhaben unterschreiben!!!

Antworten Gast: derlehrer
26.06.2012 10:04
8 0

Re: Wer hier unterschreibt, versetzt seiner Partei den Todesstoss!

schau mal lieber wer dem nicht willenlos zustimmt und dann vom fischer heinzi gerügt wird, lustiger clown.

Belgien???

Die Belgier sind ja schon fast Empfänger. Da bleibt nicht viel Raum für Zahlungen. Könnte es sein, dass hier die Niederlande gemeint ist?

Gast: rai
26.06.2012 09:44
12 1

euro

eine Währung die gerettet werden muss, ist schon erledigt.

Also lasst dieses Friedensprojekt Euro endlich scheitern, bevor es Massenaufstânde in ganz Europa gibt.


Zum Glück ist das nur eine Simulation


Die Prozentsätze sind leider etwas irreführend

a) Scheinen sie davon auszugehen, dass nur Steuereinnahmen "umverteilt" würden. Das wäre inhaltlich nicht wirklich logisch, da ja auch Sozialabgaben einbezogen werden müssten. Ansonsten würde ein Staat ja sinnvollerweise so darauf reagieren, dass er die Steuersätze senkt und die Sozialabgaben erhöht.

b) Ausserdem gehen sie von der Idee aus, dass jeder seinen theoretisch notwendigen Teil zahlt. Nicht nur bei F kann aber davon ausgegangen werden, dass es da Ausfälle geben wird (ggfs. auch politische "Nachverhandlung").

Gast: radius
26.06.2012 09:00
17 0

Somit ergeben sich für Österreich etwa 15 Mrd. Euro Transferzahlungen

an Portugal, Griechenland, Spanien und Co.

Wo sind die Mehrerträge aus diesem Vorhaben für uns? Wenn es nämlich keine gibt, dann ergibt es auch keinen Sinn hier mitzumachen.

Wo ist die Rechnung, Faymann, Fekter, Fischer, Spindelegger und Co????

Antworten Gast: Kerl Murx
26.06.2012 14:34
3 0

Re: Somit ergeben sich für Österreich etwa 15 Mrd. Euro Transferzahlungen

Blabla SOLIDARITAET blabla DIE REICHEN SOLLEN ZAHLEN blablabla

Überfordern sie unsere Jungs und Mädels nicht ;-))