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Wifo-Chef: "Banken durchzufüttern hat keinen Sinn"

23.07.2012 | 19:25 |   (DiePresse.com)

Karl Aiginger fordert, dass spanische Banken in die Pleite geschickt werden können. Man müsse die Einlagen absichern, aber nicht die Eigentümer.

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„Alle Banken durchzufüttern hat keinen Sinn", sagte der Chef des Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo), Karl Aiginger, mit Bezug auf Spanien im "Kurier" (Dienstagsausgabe). Vielmehr sollten Institute - wie in den USA - auch in die Pleite geschickt werden und nicht immer mit Steuerzahler-Geld aufgefangen werden. Man müsse die Einlagen absichern, aber nicht die Eigentümer. Griechenland wiederum brauche sicher länger Zeit, um die 300 Sparauflagen der EU zu erfüllen.

Damit Österreich von seinem Schuldenberg herunterkomme und die Arbeitslosigkeit reduzieren könne, sei mittelfristig ein Wirtschaftswachstum von mindestens zwei Prozent pro Jahr nötig. Damit wäre eine Konsolidierung des Staatshaushaltes ohne allzu schmerzhafte Einschnitte im Sozialstaat möglich. Für die nächsten Jahre wird allerdings nur ein durchschnittliches BIP-Wachstum von 1,5 Prozent erwartet.

"Nur sparen ist zu wenig", meinte Aiginger vor allem auch im Hinblick auf die Euro-Sorgenländer von Spanien bis Griechenland. Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP oll freiwerdende Budgetmittel zu gleichen Teilen in den Budgetdefizit-Abbau stecken und für Investitionen in Bildung, Forschung und Kinderbetreuungsplätze ausgeben, schlägt der Wifo-Chef vor.

 

(APA)

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24 Kommentare
Gast: Newy123
24.07.2012 16:56
1 0

Raubzug

Welche Neuigkeit. Die Sinnhaftigkeit der "Bankenrettung" war von Anfang an fraglich, und zeigte nur einmal mehr wem unsere Politiker verpflichtet sind.
Warum wohl war unser Bundeskanzlerdarsteller in der Schweiz zum Treffen der Bilderberger eingeladen?
Weil er so viel Sachverstand hat?
Ach ja das war eine "private" Reise.
Aber abseits davon, war die Griechenlandrettung auch nichts anderes als ein Bankenhilfspaket. Die Banken konnten sich mit sehr geringen Abschlägen eines potentiellen Risikos entledigen.
Die Rettung der oest. Banken ist der grösste Scherz aller Zeiten. Da haben sich einige grössenwahnsinnige Pseudomanager zuviel Wallstreet angesehen und gemeint sie könnten dort mitspielen. Das Ende vom Lied sind unschätzbare Risiken, die seit nunmehr 3 Jahren (!) auf die Allgemeinheit abgewälzt werden.
Bankenrettung ist eine Rettung der Aktionäre, denn für die Sparguthaben gibt es die Rücklagensicherung

Gast: Newy123
24.07.2012 16:56
0 0

Raubzug

Welche Neuigkeit. Die Sinnhaftigkeit der "Bankenrettung" war von Anfang an fraglich, und zeigte nur einmal mehr wem unsere Politiker verpflichtet sind.
Warum wohl war unser Bundeskanzlerdarsteller in der Schweiz zum Treffen der Bilderberger eingeladen?
Weil er so viel Sachverstand hat?
Ach ja das war eine "private" Reise.
Aber abseits davon, war die Griechenlandrettung auch nichts anderes als ein Bankenhilfspaket. Die Banken konnten sich mit sehr geringen Abschlägen eines potentiellen Risikos entledigen.
Die Rettung der oest. Banken ist der grösste Scherz aller Zeiten. Da haben sich einige grössenwahnsinnige Pseudomanager zuviel Wallstreet angesehen und gemeint sie könnten dort mitspielen. Das Ende vom Lied sind unschätzbare Risiken, die seit nunmehr 3 Jahren (!) auf die Allgemeinheit abgewälzt werden.
Bankenrettung ist eine Rettung der Aktionäre, denn für die Sparguthaben gibt es die Rücklagensicherung

1 0

richtig!


Gast: Denka09
24.07.2012 14:36
3 0

FPÖ und ÖVP

möchten aber nicht, dass ihre Katastrophen-Banken (Hypo Alpe Adria, Volksbank, Kommunalkredit) zugedreht werden. Da käme ja alles ans Tageslicht... !

Gast: sozialistenfürbanker
24.07.2012 13:52
2 0

banke mit mrd. volksvermögen zu stopfen hat keinen sinn, wird aber gemacht- u.darum wird auch der sozialabbau bei den invaliden u.asvg pensionen gemacht. umverteilung von volksvermögen nach oben in die hände weniger reiche, nennt man das. das kann die SPÖ am besten.


Re: banke mit mrd. volksvermögen zu stopfen hat keinen sinn, wird aber gemacht- u.darum wird auch der sozialabbau bei den invaliden u.asvg pensionen gemacht. umverteilung von volksvermögen nach oben in die hände weniger reiche, nennt man das. das kann die SPÖ am besten.

Sie haben´s fast vollständig auf den Punkt gebracht. Im Grunde fassen Sie damit das ganze Versagen der europäischen Sozialdemokratie zusammen.

Sagt übrigens einer, der den Wert dieser politischen Bewegung als Gegengewicht zur Befriedigung mächtiger Einzelinteressen durchaus zu schätzen weiss.
Dummerweise hat sich herausgestellt, dass sich die Wesenszüge aller Strömungen in verhängnisvoller Weise gleichen. Ansonsten wäre es ja kaum möglich, dass sowohl "Sozialisten" als auch "Liberale" den staatlichen Eingriff und die Umschichtung von Kapital von unten nach oben beklatschen.

Gast: bremse
24.07.2012 11:24
1 0

anwendbar

diese auszahlungssystem müsste bei unseren regierungsmitgliedern angewendet werden.

Ja, und die Einlagensicherung auf 3 Median-netto-gehälter reduzieren

Endlich spricht jemand offizieller aus, dass Bankenrettungen keinen Sinn machen.

Auch bei der Einlagensicherung sollte es enge Grenzen geben.
zB drei Durchschnittsnettogehälter ( Median als Durchschnittswert ).
Damit wäre die Einlagensicherung mit ca EUR 5000 begrenzt.

Das ist allgemein die empfohlene schnell verfügbare Liquiditätsreserve für Privatpersonen.

Es ist nicht einzusehen, warum alle Steuerzahler für die paar Leute, die wirklich signifikante Geldmengen bei der Bank hinterlegt haben, zahlen sollen. Das wäre Umverteilung nach oben.

Weiterer Vorteil einer niedrigen Einlagensicherung:
Der Staat wäre nicht mehr durch die Banken erpressbar, wenn es nur eine geringe oder gar keine staatliche Einlagensicherung gäbe.

Antworten Gast: karl aller
24.07.2012 14:35
0 0

Re: Ja, und die Einlagensicherung auf 3 Median-netto-gehälter reduzieren

Der Staat ist ja nicht wegen der einlagensicherung erpressbar.
Das ist ja völlig egal.
Hier gehts um große Kreditsummen.

"Banken durchzufüttern hat keinen Sinn"

Natürlich hat´s einen Sinn, sonst würde man´s ja nicht tun. Dass dieser Sinn kein volkswirtschaftlicher ist, sollte ohnehin längst Allgemeinwissen sein.

Gast: Welche Banken ?
24.07.2012 09:31
1 0

Welche Banken ?

Die in Griechenland, Spanien oder die Hypo Kärnten oder die Komunalkredit.

Die bisherigen Rettungsversuche haben vor allem viel Steuergeld gekostet aber keine nachhaltigen Erfolge gebracht

Zahlreiche Experten warnen bereits seit einiger Zeit, dass sich Deutschland und damit auch Österreich bei den Hilfen für die maroden Staaten übernehmen dürfte und somit die eigene Bonität gefährden. Die Verschärfung der Situation in den maroden Staaten (Sizilien pleite, mehrere Regionen in Spanien pleite, Beschleunigung der Abwärtsspirale in Griechenland, usw.) erhöhen die Kosten der Eurorettung zu einer Belastung die auch für die noch einigermaßen haushaltenden Staaten kaum mehr verkraftbar ist. Dürfen die Österreicher sogar dann bezahlen, wenn der ESM verfassungswidrig ist?

www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/473513_esm_und_fiskalpakt_verfassungswidrig.html

www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/474120_petition_vorabpruefung_von_voelkerrechtlichen_vertraegen.html

Gast: Argesauge
24.07.2012 07:45
1 1

Warum

Muss ich mit meinem Steuergeld für die Absicherung von privatem Vermögen haften????

die Anleger erhalten Zinsen!!!!! für ihr Risiko - und haben dadurch Milliarden - leistungslos - kassiert!

Die Eigentümer sowieso!

Daher sind die großen Vermögen - weltweit - abzuschöpfen!

Doch die steueroasen werden notfalls mit Waffen Gewalt verteidigt - London, Schweiz, USA, etc.

sie untergraben die weltweite Stabilität.


Gast: quasimodo 1
24.07.2012 05:55
1 0

Einlagen absichern


Warum ?

Natürlich müssedn auch die Anleger einen Teil des Verlustes schultern; auch wenn dadurch Grossanleger wie Gewerkschaften geschädigt werden !

Antworten Gast: hahahallo
24.07.2012 07:20
2 0

Re: Einlagen absichern

ich nehme an, sie gehören zu dem teil der gesellschaft die alles auf kredit kaufen und kein erspartes haben. Oder warum sonst wollen sie dem kleinen michl, der sein hart erspartes, einfach nur auf einem sparbuch parkt auch noch das letzte weiße aus den augen raus nehmen?

die aktuell bestehende einlagensicherung ist doch vernünftig genug - für sparbücher und konto bis max 100000 pro bank. reicht doch.

bei der einlagensicherung geht es nicht um spekulative großanleger, sondern einfach nur um leute die ihr geld zum täglichen bedarf und vielleicht für die eine oder andere kleine konsumtätigkeit auf sparbücher bzw konto ablegen - wo soll man den sein geld (das wenige, das über bleibt) sonst hin? unter das kopfkissen?

Antworten Antworten Gast: der kommentar
24.07.2012 09:26
1 0

Re: Re: Einlagen absichern

ich bin ganz mit ihnen !
EINlagen sind nicht gleichzusetzen mit ANlagen.

der sparbüchl, das viele menschen besitzen, bringt ohnehin keine zinsen mehr und dient lediglich dazu, dass man sein geld nicht zu hause in der matratze aufbewahrt.

ANleger hingegen erwarten - teils sehr spekulativ - möglichst hohe gewinne, wenn ihr geld "arbeitet".

Antworten Antworten Gast: ROTFRONT
24.07.2012 08:38
1 1

Re: Re: Einlagen absichern

Geld gegen Zinsen zu verleihen ist ein Geschäft. Jedes Geschäft birgt Risiken. Warum soll der Steuerzahler die Risiken für private Geschäfte tragen?

Antworten Antworten Antworten Gast: hahahallo
24.07.2012 12:28
1 0

Re: Re: Re: Einlagen absichern

warum soll ich, welcher nur spart und ncihts auf schulden kauft. sein geld nur dann ausgibt wenn es auch wirklich verfügbar ist. und in der zwischenzeit sein geld nicht risikohaft in aktien immobilien fonds oder sonstigem schmar investiert, sondern es wirklich "sicher" auf sparbuch und konto verteilt und es dort anhäuft um sich später mal ein haus ohne schulden bauen zu können, für die leute zahlen welche sich billig kredite nehmen und sich unterm strich einfach übernehmen? wo ist da die fairness.

ich lebe nicht von der hand im mund, verbrauche pro monat nur soviel wie nötig um mir meine träume erfüllen zu können und dass soll ich mir von leuten wie ihnen wegnehme lassen, nur weil sie nicht sparen können?


Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: ROTFRONT
25.07.2012 01:16
0 0

Re: Re: Re: Re: Einlagen absichern

Das nennt man in der Wirtschaft Anschlusskonkurs.

Wenn Sie Ihr Geld einer Bank geben die Zinsen über Marktniveau zahlt (zahlen muss) dann sind Sie schon kein "konservativer" Sparer mehr.

Re: Re: Re: Einlagen absichern

Da kann ich jetzt nur zustimmen. Aber es würde natürlich bedeuten, dass Banken (wesentlich) höhere Zinsen bezahlen müssten. Mal ehrlich - würden Sie einer in Zeiten wie diesen Geld zu 2% leihen, wenn Sie dabei alles verlieren könnten?
Ich denke, dass damit auch klar ist, wofür die Einlagensicherung in erster Linie geschaffen wurde: Um die Haftung im Ernstfall auf die Allgemeinheit umschichten zu können. Die zahlt sich dann die Sicherung selbst.

Gast: raubtierfütterung
23.07.2012 23:59
2 0

die banken durchzufüttern hat keinen sinn!!- das führt zum untergang von ganz europa- der soziale frieden in ganz europa wird durch die destruktive EU/Bankenlobbypolitik gefährdet.


Ein vernünftiger Vorschlag.

Daher hat er keine Chance auf Realisierung. Without delay. Auch nicht shortly.

Der Mann hat Mut und Recht.


Antworten Gast: hahahallo
23.07.2012 21:53
6 0

Re: Der Mann hat Mut und Recht.

Hätte er Mut, dann würde er von den Österreichischen Banken ( KA Finanz, Hypo AA und Volksbank) sprechen und nicht von den Spanischen.

Aber das kennen wir ja schon. Immer die anderen, bei uns ist alles perfekt. Der Novotny ist der selbe und Immobilienblase gibt's in Wien auch keine.