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Moody's droht Deutschland mit Entzug der Bestnote

24.07.2012 | 09:00 |   (DiePresse.com)

Die US-Ratingagentur setzte den Ausblick für die AAA-Länder Deutschland, Luxemburg und Niederlande auf negativ. Eine Herabstufung droht.

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Herber Schlag für Deutschland: Die Ratingagentur Moody's hat in einem überraschenden Schritt den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Bundesrepublik herabgestuft. Damit droht der größten Volkswirtschaft der Euro-Zone ein Verlust ihrer Top-Bonität. Wegen der wachsenden Unsicherheit durch die Euro-Schuldenkrise werde der Ausblick nun mit "negativ" und nicht mehr mit "stabil" bewertet, teilte die Agentur am Montag nach US-Börsenschluss mit. Sie begründete dies mit den gestiegenen Belastungen für Deutschland.

Die Wahrscheinlichkeit eines Austritts von Griechenland aus dem Währungsgebiet sei gestiegen. Das Risiko sei sogar deutlich höher, sagte Moody's-Analystin Sarah Carlson in der Nacht auf Dienstag. Ein Ausscheiden des Landes aus der Eurozone sei dennoch nicht das Basisszenario der Ratingagentur, sagte die Expertin. Auch andere Euro-Länder laufen nach Einschätzung der Analystin keine Gefahr, die gemeinsame Währung zu verlieren. "Wir würden keine wirkliche Wahrscheinlichkeit für solch ein Ereignis sehen", sagte sie.

"Verwundbarkeit des Bankensystems"

Deutschland und die anderen wirtschaftlich starken Länder der Eurozone haben den schwächeren Partnern bereits unter die Arme gegriffen. Die Hilfen könnten sich nun als Bumerang erweisen, weil sie die Haushalte zu belasten drohen und den finanziellen Spielraum für die Regierungen einschränken.

Im Fall Deutschland verwies Moody's auch auf die "Verwundbarkeit des Bankensystems". Die deutschen Kreditinstitute seien stark in den Problemstaaten engagiert und könnten Rückschläge angesichts ihrer mauen Gewinne nur schlecht abfedern. In der vergangenen Finanzkrise hatte der Staat die Hypo Real Estate auffangen müssen und war bei der Commerzbank eingestiegen.

Berlin: "Deutschland bleibt Stabilitätsanker"

Das Finanzministerium in Berlin reagierte unmittelbar und betonte, Deutschland bleibe weiter Stabilitätsanker in der Euro-Zone und erwarte ab 2014 einen ausgeglichenen Staatshaushalt. Die Kapitalisierung des Bankensektors habe sich deutlich verbessert. Die Einschätzung von Moody's stelle die kurzfristigen Risiken in den Vordergrund, während die längerfristigen Stabilisierungsaussichten unerwähnt blieben. Moody's bestätigte die deutsche Bestnote "AAA", die das Land auch bei den anderen beiden großen Ratingagenturen innehat. Bei Standard & Poor' hat Deutschland einen "stabilen" Ausblick.

Neben Deutschland schätzt die Ratingagentur auch den Ausblick für die Bonität der Euro-Länder Niederlande und Luxemburg nur noch mit "negativ" ein. Finnland wird hingegen weiterhin mit Ausblick "stabil" bewertet. Alle drei Länder besitzen ein AAA. Dies begründete Moody's unter anderem mit dem kleinen und auf den Heimatmarkt fokussierten Bankensystem, von dem nur geringe Risiken ausgingen.

Auf den Spuren Österreichs und Frankreichs

Moody's zufolge ist die Gefahr deutlich gestiegen, dass angeschlagene Euro-Länder wie Spanien und Italien mehr Unterstützung benötigen. Dies würde die Top-Bonitätsländer besonders stark belasten.

Erst im Februar hatte die Ratingagentur den Ausblick für Frankreich und Österreich auf "negativ" gestuft. Dies bedeutet nicht zwangsläufig eine Herabstufung in naher Zukunft, ist aber ein Hinweis darauf, dass der Spielraum bei einer Verschlechterung der öffentlichen Finanzen nur noch gering ist.

Eine Abstufung der Note für die Kreditwürdigkeit kann zu höheren Zinsen bei der Aufnahme neuer Schulden führen. Denn Investoren müssen von einer höheren Wahrscheinlichkeit ausgehen, dass sie ihr Geld nicht wiedersehen. Im Falle Deutschlands und der anderen Länder dürfte ein Verlust des Spitzenratings indes in erster Linie einen erheblichen Imageschaden bedeuten.

>>> Karte: Die Bonität der EU-Länder

(APA/AFP/Reuters/Red.)

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221 Kommentare
Antworten Gast: pan-tora
24.07.2012 10:28
2 0

Re: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt

das braucht die deutsche regierung ueberhaupt nicht zu tun - sie werden sehen, fuer die "einschaetzung" der rating-agenturen interessiert sich sowieso niemand mehr...

Re: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt

das wär echt cool !

Übrigens..

Moodys handelt im Auftrag der Staaten und die zahlen für ihr Rating. Also pfeifen müssen die Deutschen nicht und auch kein anderer Staat. Es liegt einzig und allein in den Händern der Staaten sich bewerten zu lassen oder eben nicht.

Antworten Antworten Antworten Gast: Gast9553849
24.07.2012 12:09
1 0

Re: Übrigens..

Staatsratings sind nicht bezahlt oder beauftragt, sondern werden von den Agenturen ungefragt von sich aus erstellt. Bitte zuerst informieren, dann posten.

Antworten Gast: Maxx
24.07.2012 10:13
0 0

Re: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt

ja, Kopf in den Sand stecken (um unangenehme Wahrheiten nicht hören zu müssen) wäre natürlich auch eine Möglichkeit.

Ist insbesondere die Strategie der südlichen Staaten, denen nach Downgrades meistens nichts anderes einfällt als die Ratingagenturen zu beschimpfen. Man kann nur hoffen dass Deutschland das nicht auch tut, sondern die nachvollziehbare Begründung für die negativen Ausblick ernst nimmt.

Re: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt

Und das reicht um den Schuldenstand zu senken und eingegangene Haftungen nicht schlagend werden zu lassen?

Re: Re: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt

Zudem dürften die allfällig steigenden Zinsen die deutsche Bundesregierung sehr wohl interessieren. Die Ratingagenturen (und ihre Buchstabenkombinationen) per se kann man ja ohne Weiteres ignorieren, die Folgen ihrer Einschätzungen jedoch besser nicht.

Re: Re: Re: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt

So ist es. Im Grunde sind die Agenturmeldungen aus meiner Sicht beinahe verzichtbar, da sie nur sagen, was ohnehin jeder weiss.
Moody´s sind ja nicht die ersten, die drauf hinweisen, dass es für D teuer wäre, würde der ESM mit seinem aktuellen Volumen nicht ausreichen.

Re: Re: Re: Re: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt

Wohl wahr. Beunruhigend und bedauerlich finde ich zudem, dass "wir" nun offensichtlich an einem Punkt angekommen sind, bei dem an sich (ökonomisch und finanzpolitisch) "starke" Nationen aufgrund überdehnter, pervertierter - dafür aber wahrlich gelebter - Solidarität an den Rand des Ruins geraten und die Zukunft ihrer nachfoldenden Generationen aufs Spiel setzen müssen. Der "point of no return" scheint diesbezüglich erreicht worden zu sein (?). Quintessenz: Wir haben nicht nur bankrotte Staaten im Süden, sondern - aufgrund falschverstandener Solidarität, jedoch nicht eigenverantwortlicher Selbstverschuldung - zukünftig auch runtergewirtschaftete Nationen im Norden.

Re: Re: Re: Re: Re: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt

Den Punkt "eigenverantwortlicher Selbstverschuldung" sehe ich anders.
Erstens, da jemand (eine Person oder auch ein Staat) den Verlust selbst verschuldet, der Eintritt, wenn sich die Investition nicht wie gewünscht oder erwartet entwickelt. Ich halte Eigenverantwortlichkeit für einen oft übersehenen aber steinernen Grundsatz in allen Investitionsentscheidungen. Garantien/Bürgschaften nehme ich da nicht aus. Daher übrigens auch meine Ablehnung jeder Art von Bankenunterstützung - das aber nur am Rande.

Zweitens ist die Zunahme auch unserer Verschuldung dramatisch. Es mag sein, dass die gemeinsame Währung hier zu einer Beschleunigung führt oder auch nicht. Die Ursache ist das sich leider tief in die Gesellschaft eingefressene Geschwür des Lebens auf Pump. Ich habe die Hoffnung auf eine Trendumkehr in diesem Punkt aufgegeben, d.h. wir schaufeln uns unser Grab schon selbst.

Unsere Strukturen basieren auf Wachstumsdaten, die in den ersten Jahrzenten nach WK2 möglich waren. Wer so sozialisiert wurde und nicht die Bereitschaft mitbringt darüber nachzudenken, wie das in Zeiten von Stagnation gutgehen kann, muss zwangsweise hart aufschlagen, um aufgeweckt zu werden.

Als Interessierter wissen Sie, dass eine Schuldenbremse alleine noch nichteinmal Abhilfe schafft. Und selbst von dieser trennen uns noch Welten.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt

Teil I

Lieber Kollege.

Ich möchte Ihnen auch an dieser Stelle antworten und entschuldige mich für die verspätete Reaktion.

Zitat: "Erstens, da jemand (eine Person oder auch ein Staat) den Verlust selbst verschuldet, der Eintritt, wenn sich die Investition nicht wie gewünscht oder erwartet entwickelt."

Korrekt, nur kann von "freiem Willen" wohl keine Rede mehr sein. Staaten wie D hängen doch ohne wirkliche Alternative mit drin im Schlamassel. Was wäre die Alternative? Ausstieg? Keine finanzielle Haftung? Was würde mit D in einem solchen Falle geschehen? Ich kann dies zu wenig gut abschätzen, allerdings scheinen die Alternativen unabsehbare Folgen zu zeitigen. Zudem darf nicht vergessen werden, dass alleine schon der politische (nicht oben erwähnter ökonomischer) Druck auf D unerträglich zu sein scheint, alternative Handlungsformen scheinen ausgeschlossen zu sein.

Grundsätzlich stimme ich Ihnen jedoch (wie meist) zu: Eigenverantwortliches Handeln gehört wohl zu jedem guten Geschäft und jeder guten Investition dazu. Wenn ich höre, dass "Lehman-Opfer" vor Gericht ziehen, weil sie das (notabene unterschriebene) Finanzprodukt angeblich nicht verstanden und dazu noch nicht umfassend aufgeklärt wurden, kommt mir die Galle hoch...

Zu Ihrem Punkt zwei: Selbstverständlich wirtschaften auch die Staaten im Norden nicht gerade haushälterisch. Ein Vergleich mit den hoffnungslos überschuldet Nationen im Süden scheint mir jedoch nicht angebracht, (...)

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt

Teil II

(...) bilden doch zumeist starke, kompetitive Ökonomien das Rückgrat dieser Nationalstaaten. Exemplarisch daür steht wohl (neben D) auch Japan oder Italien. Letzteres hat ja nicht erst seit jüngstem eine horrende Staatsverschuldung von über 100% des BIP, konnte sich jedoch stets (seit vielen Jahren) relativ problemlos über Wasser halten. Als "Italienkenner" kann ich Ihnen auch sagen, dass die öffentliche "Verschwendungssucht" - durchaus nicht nur im Mezzogiorno - nicht mit dem nördlichen "Geldausgeben" zu vergleichen ist.

Was das "Geschwür des Lebens auf Pump" anbelangt haben Sie natürlich vollumfänglich recht, ein grosses Übel der modernen Konsumgesellschaft, das gefördert wurde, um (künstliches) Wachstum zu generieren. Das konservative Haushalten scheint nicht mehr "trendy" zu sein, selbst Jugendliche verschulden sich unablässig.

Zu Ihrem zweitletzten Absatz: Volle Zustimmung.

Letzter Absatz: Eine Schuldenbremse kann - meiner Meinung und Erfahrung nach - sehr wirkungsvolle Anstösse bringen. Selbstverständlich sind damit nicht alle Probleme gelöst, ein Mentalitätswandel kann jedoch bewirkt werden. Optimal in diesem Zusammenhang wäre auch hier, die Zustimmung durch das Volk mittles Volksabstimmung, denn dies würde der Schuldenbremse wichtigen Rückhalt und Schub verleihen ;-)

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt

Zum "freien Willen" oben: Wenn wir annehmen, dass es (jetzt) keine Alternative mehr gibt, gilt doch ebenso: In diesem Fall wäre es das Eigenverschulden gewesen, sich in eine Position zu bringen, die keine Option mehr bietet.
Grundsätzlich denke ich jedoch schon, dass es Auswege gibt. Dazu wurden schon Szenarien entworfen, die zwar ebenso horrende Kosten verursachen - im Vergleich aber jedoch genau diesen Vorteil haben: Die Kosten sind wenigstens abschätzbar.

Was Italien betrifft, so bis ich da definitiv nicht Kenner der "Verschwendungssucht". Ich beobachte jedoch, dass die Verschuldung im Norden ebenso steigt. Und zwar - und das ist für mich entscheidend - jenseits der noch realisierbaren Wirtschaftszuwächse. Der Rest ist Mathematik - und nur eine Frage der Zeit.

Ad Schuldenbremse: Sie geben da die sehr wichtigen Hinweise was die "psychologische Komponente" betrifft sowie die Notwendigkeit, in Bezug auf Staatsfinanzen einen breiten Konsens herzustellen. Gerade im letzten Punkt habe ich für AT die erwähnten ernsten Befürchtungen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt

Zu Absatz eins: In Ordnung, einverstanden. Allerdings müssen Sie sodann wohl relativ weit in die Vergangenheit reisen, um den Punkt des (aus politischer Perspektive zumindest) "Nochabspringenkönnens" ausfindig machen zu können. Vielleicht liegt der im Jahr 2002 (Euroeinführung)? Oder noch früher (Römer Verträge 1958)?

Absatz zwei: Ich sehe auch, dass selbst der Norden - unabhängig von seinen allfällig eingegangenen Solidaritätsverpflichtungen gegenüber dem Süden - über seinen Verhältnissen lebt. Allerdings sähe ich im Norden "mehr Spielraum", die zeitliche Dringlichkeit ist nicht erdrückend, Lösungen könnten "stufenweise" und "sanft" angegangen werden.

Letzter Abschnitt: Das ist genau der entscheidende Punkt in Bezug auf die Frage "mehr direkte Demokratie ja/nein". Es wird immer wieder vorgebracht, dass die Abstimmungsresultate weniger optimal ausfallen würden, wäre das "Stimmvieh" die "höchste Instanz". Unabhängig davon, dass ich nicht glaube, dass man richtige/falsche oder gute/schlechte politische Entscheide verifizieren kann, fehlt mir der entscheidende Vorteil der direkten Demokratie: Die Entschlüsse werden breit abgestützt und getragen, oppositionelle Stimmen verstummen meist und die "Vollzugsmöglichkeiten"/Umsetzbarkeit der Entscheide steigt massgeblich. Nehmen Sie das Beispiel "Steuergesetzgebung": Wenn Sie das Volk über die Art und Höhe der Steuern entscheiden lassen, wird dies zukünftig zu weniger Steuerflucht und weniger Steuerhinterziehung führen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt

Hier wird´s wieder schmal, daher in aller Kürze:
Ich würde den Zeitpunkt des "Nochabspringenkönnens" durchaus auch noch in der Gegenwart sehen. Momentan reicht eben noch die Motivation nicht. Wenn z.B. Deutschland sieht, dass die 200Mrd. weg sind, wird´s auch dort langsam ein Umdenken geben.

Zu Ihrem 2. Absatz gebe ich Ihnen absolut Recht. Es wäre theoretisch nicht zu spät. Sogar Vorbilder gäbe es, wie´s relativ sanft zu machen wäre. Ein wenig deprimierend festzustellen, dass sogar diese Beispiele ignoriert werden.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt

Vielen Dank, dass Sie sich auch heute meiner angenommen haben.

Ich bin - um auf unser "Hauptthema" sowie Ihren Absatz eins zu kommen - etwas skeptischer als Sie (diese Differenz bekommen wir wohl kaum beseitigt und wird wohl gleichzeitig in die "Forumsgeschichte" eingehen ;-)

Ob die nötige Kraft, der nötige politische (aber auch ökonomische) Wille aufgebracht werden wird, zukünftig getrennte Wege zu gehen, würde ich zum heutigen Zeitpunkt bezweifeln wollen. Mag sein, dass z. B. GRE aus der Währungsunion aussteigen wird, ein grosses Umdenken sehe ich hingegen nicht.

Mit den besten Grüssen.

Stell dir vor, Moody's wertet ab...

... und keinen interessiert's?

Antworten Gast: Maxx
24.07.2012 10:15
1 2

Re: Stell dir vor, Moody's wertet ab...

stell Dir vor jemand drückt auf den Feuermelder weils brennt und keinen interessierts ...

Antworten Gast: gast1231213
24.07.2012 09:55
1 0

Re: Stell dir vor, Moody's wertet ab...

es gäbe auch ne ganz einfache lösung dafür: einfach nicht mehr geld ausgeben als man einnimmt. dann muss man sich nicht um rating oder zinsen.... kümmern. das ist sicher auch mit ner strukturreform machbar, aber dann können die ganzen superreichen nicht mehr mit geld, nochmehr geld verdienen und das ist ja nicht gewollt. Zusätzlich würden die ganzen unnützen beamten die jetzt eigentlich schon nichts mehr zu tun haben dann ohne job dastehen und wer würde dann noch schwarz oder rot wählen.

jetzt dürfte es auch der letzte verstanden haben:

die ratingagentuten agieren zu 100% politisch gesteuert!
man sagt immer, sie können Probleme ja nicht erfinden, diese seien da und hausgemacht. die Zeitpunkte der Veröffentlichungen sind allerdings generalstabmäßig vorbereitet.
und zu den Problemen von Deutschland: man erinnere sich, dass die Vereinigten Staaten kurz vor dem Bankrott standen. wann war das nochmal? ist ja schon so lang her (doch die Erinnerung fällt nicht schwer, trallala;-). das nur zum Vergleich - haben ja auch noch bestbonität.
und noch was: das scheitern des Euro würde die Gewichtung des Dollar als weltwirtschaftswährung mit einem Schlag um 20% erhöhen. würde da nicht jeder mit harten Bandagen kämpfen? es geht ja um nichts mehr, als um das Überleben von You Ass A.

Antworten Gast: I geißel mi
24.07.2012 10:26
1 0

Re: jetzt dürfte es auch der letzte verstanden haben:

richtig

im Grunde hat Moody's recht!

die AAA Staaten sind relativ am solidesten, isoliert gesehen sind sie gar nicht solide. Die USA haben sich mit dem Anspruch auf Weltherrschaft und den daraus folgenden Kriegen übernommen und die Europäer mit der Sozialpolitik.
Wenn jetzt nicht in der EU und in den USA eine wirkliche Wende zu strikter Solidität in der Finanzpolitik eintritt, wird es wirklich schlimm werden, dann kommt die weltweite Wirtschaftskrise. Was werden die BRIC Staaten, die ihre Reserven in Dollar und Euro halten, unternehmen, um den Crash zu verhindern? Bisher schauen sie zu, aber das können sie sich nicht mehr lange leisten.
die Spekulation hört nur auf, wenn den Spekulanten ein zu hohesVerlustrisiko haben und das setzt finanzielle Solidität der Objekte der Spekulation voraus.

Antworten Gast: Markus Trullus
24.07.2012 10:33
0 0

Re: im Grunde hat Moody's recht!

"Die USA haben sich mit dem Anspruch auf Weltherrschaft und den daraus folgenden Kriegen übernommen und die Europäer mit der Sozialpolitik."
Links: Ja, die pösen USA haben sich mit der Weltherrschaft übernommen und nein, die guten sozialistischen Europäer haben zurecht ihr Budget zur Versorgung der Paddeimitglieder überzogen. So einfach ist die perspektive der Laura....

Gast: ehschowurscht
24.07.2012 09:06
6 0

Deutschland bleibt Stabilitätsanker

Wolfgang Schäuble hatte eine böse Vorahnung. Kurz vor der Abstimmung über das zweite Rettungsprogramm für Griechenland im Februar schickte der Finanzminister den Abgeordneten einen Brief, der mit einer Warnung endete: "Es gibt keine Garantien, dass der eingeschlagene Weg zum Erfolg führt", schrieb der Ressortchef. "Es ist möglicherweise auch nicht das letzte Mal, dass sich der Deutsche Bundestag mit Finanzhilfen für Griechenland befassen muss."

Diese "bösen Vorahnungen" haben Menschen mit Hausverstand schon seit seeeeehr langer Zeit - leider waren diese keine diktatorischen EU-Finanzminister!

Nach obiger Aussage - Stabilitätsanker - und der Situation JETZT, ist es - möglicherweise - nur durch eines zu erklären:

Unsere Politiker sind verkannte Mathegenies - denn - minus mal minus ergibt ja bekanntlich PLUS!

EU gerettet!!!!!! GARANTIERT!

http://www.welt.de/politik/deutschland/article108366801/Griechen-Rettung-koennte-Bundesregierung-sprengen.html


Gast: trader1
24.07.2012 09:02
1 1

interessant

wir sehen keine wirkliche wahrscheinlichkeit, aber stufen trotzdem herab ?

...was ist eine wirkliche wahrscheinlichkeit im gegensatz zu einer nicht wirklichen wahrscheinlichkeit ?

aber gut mir ist es wurscht, weil ich sowieso meine meinung unabhängig von dennen habe :-)

Ist doch kein Wunder

das die Bonität leidet, wenn man für Hinz und Kunz Garantien ausstellt.

Ich bin nur einmal gespannt was passiert, wenn mit Griechenland der erste Dominostein in diesem verantwortungslosen Spiel fällt.

Die....

.. Ratingargenturen sind ganz noble Firmen. Im Zuge der Lehman Pleite, bei der Anhörung im Kongress, wurde es einem bewusst.
Damals wurden auch Leute von anderen großen Investmentbanken untet Eid verhört...(^^),
da mussten die doch tatsächlich, vor laufender Kamera zugeben, dass sie Ratingargenturen bestochen hatten- und Papiere die zb.ein Triple B hatten wurden - schwuppdiwupp -über Nacht zu Triple A Ratings...und, logisch, teuer verkauft....
Zu welchen Schluss kommen wir?


Re: Die....

Die richtigen Magnaten brauchen die Agenturen großteils wahrscheinlich gar nicht bestechen. Die gehören ihnen ja und anschaffen wir der Eigentümer ja noch dürfen... ;-)

Re: Re: Die....

somit alles gesagt wäre.

Gast: Marktkonforme Demokratie
24.07.2012 08:11
4 8

Die Zocker am Werke.

Jetzt beginnt langsam wieder die Schräubchendreherei. Bin gespannt, wann diese sauberen Agenturen, hinter denen die Zocker sitzen, an Spanien weiterdrehen.

Wenn man diesen Agenturen nicht das Handwerk legt und Spekulationen unrentabel macht: wird sich nichts ändern können.

Re: Die Zocker am Werke.

Um Zocken zu können, muss es Möglichkeiten dafür geben. Und diese Möglichkeiten bieten u.a. die derzeitigen, etwas aus dem Ruder laufenden Staatsschulden.

Der zweite Punkt ist, dass "die Zocker" nicht allein aus irgendwelchen fernen Geldgierigen betsehen, sondern in diese Schuldenspirale auch das Geld der normalen Bürger (von Sparkonten bis Pensionsversicherungen) involviert ist.

Und zum echten Problem wird das dadurch, dass Staatsanleihen bis dato per Gesetz als ausfallsicher gelten, was aber durch kontinuierliche Erhöhungen einmal an Grenzen stößt (ähnlich wie ein Kettenbriefsystem). Die Banken haben jedoch, auf Grund der politischen "Regeln für Staatsanleihen", für den Ausfall von Staatsschulden gerade mal 0,- Cent abgesichert.

Die US-Ratingagenturen (wobei eine sogar eine gar nicht so kleine, französische Beteiligung hat) spielen hier jedoch eine eher überbewerte Rolle. Und sie bewerten dabei, nach früheren deutschen Reportagen, sogar besser als (kleinere) EU-Ratingagenturen. Offensichtlich mit einer der Gründe, warum die Schaffung einer Groß-EU-Ratingagentur wieder aus der öffentlichen Diskussion verschwunden ist.

Antworten Gast: Halbwissen
24.07.2012 09:03
1 0

Re: Die Zocker am Werke.

Das nennt man Macht !

Wenn irgendeine Regierung etwas unternehmen will dann wird sie vorher halt gesprengt.
Und gut ist es !
Sollen Publikumslieblinge ( Politiker ) entscheiden wo es lang geht ?
Dies fällt doch nur Träumern ( Wählern ) ein.

Re: Die Zocker am Werke.


Der Überbringer der schlechten Nachricht ist aber nicht der Schuldige!

Sondern unsere Freimaurerpolitiker, die uns das Eurodebakel und die Staatsschulden eingebrockt haben!


Re: Re: Die Zocker am Werke.

der Meinung bin ich nicht. Der Überbringer der Nachricht ist tief in Interessen verstrickt.
Sehr tief.

Gibt es bald aufgrund der übernommenen Haftungen Massenabstufungen?

Zahlreiche Experten warnen bereits seit einiger Zeit, dass sich Deutschland und damit auch Österreich bei den Hilfen für die maroden Staaten übernehmen dürfte und somit die eigene Bonität gefährden. Die Verschärfung der Situation in den maroden Staaten (Sizilien pleite, mehrere Regionen in Spanien pleite, Beschleunigung der Abwärtsspirale in Griechenland, usw.) erhöhen die Kosten der Eurorettung zu einer Belastung die auch für die noch einigermaßen haushaltenden Staaten kaum mehr verkraftbar ist. Dürfen die Österreicher sogar dann bezahlen, wenn der ESM verfassungswidrig ist?

www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/473513_esm_und_fiskalpakt_verfassungswidrig.html

www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/474120_petition_vorabpruefung_von_voelkerrechtlichen_vertraegen.html

0 1

EZB

kann mir einer erklären warum die ezb nicht einfach geld im keller druckt?
die invlation was da rauskommt kann nicht so gefährlich sein wie dieser rettungsschirm esm/esfs

Antworten Gast: Cohimbra
24.07.2012 08:17
1 0

Re: EZB

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Inflation_1914_bis_1923

Der Grund für das zaghafte Anwerfen der Druckmaschinen ist historisch bedingt.

Antworten Antworten Gast: Reflector
24.07.2012 14:37
0 0

Re: Re: EZB

Kommt drauf an was man als zaghaft bezeichnet.

Geldmengen EZB in Mrd. €
Datum M3 %(05) %(rel)
Jän.05 6.570
Jän.06 7.100 108% 8%
Jän.07 7.813 119% 10%
Jän.08 8.768 133% 12%
Jän.09 9.402 143% 7%
Jän.10 9.326 142% -1%
Jän.11 9.527 145% 2%
Jän.12 9.759 149% 2%
Mai.12 9.926 151% 2%

In 7 Jahren also fast 50% Steigerung von 6,5 auf 10 Billionen € kann man nicht mehr moderat nennen.

Beachtenswert auch die letzten beiden Zeilen, wo man erkennt, dass von 01/12 bis 05/12 nochmals zusätzlich 2% 'hineingepumpt' wurden.

Die Wenigen die gegen diese Ausweitung stehen (besonders D) verlieren zunehmends Einfluss in der EZB.

Antworten Antworten Antworten Gast: Cohimbra
24.07.2012 15:33
0 0

Re: Re: Re: EZB

Ich vergaß: Zaghaft im Vergleich zu GB+USA, deren besonders expansive Geldpolitik sich manutd wohl herbeiwünscht.

9 0

Das hat die EZB schon gemacht.

Einmal 500 Mrd. im Dezember und nocheinmal 500 Mrd. im Februar. Verliehen an die Banken.

Gast: 1. Parteiloser
24.07.2012 07:57
10 2

Deutschland ist auch schon lange kein AAA Land mehr!

Dass die Ratingagenturen Deutschland diese Bonität noch zuerkennen, das liegt wohl vor Allem daran, dass es eine Beurteilung für die Rückzahlungsfähigkeit nur für die kommenden 12 Monate ist.

Auch wenn Deutschland sehr stark beim Export ist, auch international sehr wettbewerbsfähig, so sind die 2.000 Mrd. Euro an Schulden auch nicht gerechtfertigt und langfristig nicht tragbar.

Das gilt vor allem deshalb, weil ja in D vorwiegend die Industrie stark ist, die Bereiche Landwirtschaft (Förderwahnsinn - kleine Strukturen) , Dienstleistung (teuer und schwach) und Sozialsysteme (teuer aber 1.- Euro Jobs) schwere Probleme haben.

Dass das Defizit 2011 nur bei 1% lag, war sicher der Hochkonjunktur und dem Abkassieren der kalten Progression zu verdanken. Dieses 1% ist aber auch der Niedrigzinsen durch die exzessive Geldschöpfung der EZB zu verdanken. Würde D für die Schulden anstatt 1-2% auch 5-6% bezahlen müssen, dann wäre das Defizit von D sofort bei über 4% des BIP.

In D macht 1% Defizit aber 25 Mrd. Euro an neuen Schulden!

Diese Schulden (Zinsen) müssen aber von den verfügbaren Arbeitskräften (+Unternehmer - Arbeitslose) getragen werden. Es geht um ca. 43 Mio. Menschen, welche die 2 Billionen Euro Schulden tragen müssen. Es geht also um knapp 50.000.- Euro pro leistungsbereiten Menschen in D. Diese Schuld wird langfristig nicht stabilisiert werden können, weil die Menschen diese Leistung im globalen Wettbewerb nicht schaffen können.

AAA passt nur für 12 Monate!

Re: Deutschland ist auch schon lange kein AAA Land mehr!

aber die USA...und ....England sind gut aufgestellt. Finanztechnisch.

Antworten Antworten Gast: Halbwissen
24.07.2012 09:30
0 0

Re: Re: Deutschland ist auch schon lange kein AAA Land mehr!

Immerhin haben sie eine eigene Notenbank !

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
24.07.2012 09:26
2 0

Re: Re: Deutschland ist auch schon lange kein AAA Land mehr!

Die USA und UK leben nur durch die Unabhängig der Währung und der Möglichkeit sich das benötigte Geld selber drucken zu können.

Es geht aber um die Bonität von D und nicht um die USA und nicht um UK! Sicher ist aber, dass auch D die Schulden langfristig nicht tragen kann.

Betrachtet man die Welt, unsere Welt, finanztechnisch, dann muss man die ganze Welt als Bankrott ansehen. Das ist bei ungedeckten Währungen und Staaten, welche nicht wirtschaften können immer so. Das war immer so und wird immer so bleiben.

Am Ende spielt das aber keine Rolle, weil jede Gesellschaft mittelfristig genauso viel hat wie die Gesellschaft zusammen auch geschaffen hat. Aktuell wird dieses Faktum aber von der Gesellschaft vollkommen ausgeblendet, weil es durch monetäres Denken überlagert wird.

Viele Länder werden immer größere Probleme mit der Versorgung der eigenen Bevölkerung bekommen, weil die Leistung des Landes dazu nicht ausreicht. Das betrifft keineswegs nur Griechenland, das wird viele Staaten betreffen. Unter diesem Aspekt ist D hervorragend aufgestellt, weil in D noch ausreichend Leistung erbracht wird. Diese Leistungsphänomene werden vermutlich erst nach den Währungsreformen so richtig klar erkennbar sein.

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
24.07.2012 09:52
0 1

Re: Re: Re: Deutschland ist auch schon lange kein AAA Land mehr!

Also hervorragend ist Deutschland nicht aufgestellt !

Keine Waffen, keine Rohstoffe !
Nur Fabriken die leer stehen wenn die Rohstoffzufuhr eines alleinestehenden machtlosen Deutschlands abgedreht wird.

Einzig die USA ist hervorragend aufgestellt !
Es würden zwar Anlaufschwierigkeiten bei der Produktionsumstellung auftreten, aber dies würde sich schnell legen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
24.07.2012 10:40
0 0

Re: Re: Re: Re: Deutschland ist auch schon lange kein AAA Land mehr!

Das Rohstoffproblem sehe ich für Deutschland eher gelassen. Das, weil Deutschland leistungsbereit ist und immer seine eigene Leistung gegen Rohstoffe wird tauschen können.

Gast: Halbwissen
24.07.2012 07:47
1 0

Die Zeit der Entscheidungen naht !

Ist ja auch ein lähmender Zustand, die Zeit der Ungewissheit.
Zum Glück machen die Amis/Buffet Druck.

Unter dem Motto:
Nur Arbeit die man nicht macht macht müde !

Re: Die Zeit der Entscheidungen naht !

was hat Buffet damit zu tun?

Antworten Antworten Gast: Halbwissen
24.07.2012 08:55
0 0

Re: Re: Die Zeit der Entscheidungen naht !

Wenn sich nichts geändert hat, dann ist Buffett immer noch größter Einzelaktionär mit ca. 12 Prozent !


Die Staatsanleihen müssen endlich von den Finanzmärkten genommen werden.

Die einzige Legitimation, dass US-Ratingagenturen europäische Volkswirtschaften bewerten, kommt daher, dass Staatsanleihen an den Finanzmärkten gehandelt werden. Damit Investoren (Hedgefond-Manager, etc.) die Bonität der Länder besser beurteilen können, werden die Ratingagenturen mit der Bewertung ganzer Volkswirtschaften beauftragt. Wie wir schon erfahren durften (zB. beim Frankreich-Rating) werden bestimmte Kunden der Ratingagenturen vor der Veröffentlichung der Ratings informiert! Dieses "Insiderwissen" bietet eine hervorragende Gelegenheit für Investmentbanken: Beschließt eine Ratingagentur die Herabstufung eines Landes, können "die Kunden" der Ratingagenturen Anleihen im großen Stil verkaufen und zusätzlich Wetten "gegen das Land" abschließen. Wird das Rating öffentlich, gibt es auf der einen Seite hohe Gewinne - auf der anderen Seite (Steuerzahler) große Verluste.

Mit einem BÜRGER-BAILOUT kann der Handel mit Staatsanleihen ein für alle mal beendet werden:

Zuerst muss eine "Staatsbürgerbank" (eine verstaatl. od. genossenschaftl. Bank) eingerichtet werden. Von dieser bekommen die Bürger einen zweckgebundenen "Notenbankkredit" (1% Zinsen) in der Höhe der pro-Kopf Staatsverschuldung zum Kauf der Staatsanleihen (3 % Zinsen). Der Zinsgewinn der Bürger (2% Bonus ca. 300-600 €/a) kann im Falle einer Neuverschuldung besteuert werden.

Bürger-bailout:
http://oekonetik.info/buerger-bailout
Besteuerung:
http://oekonetik.info/nves

DAMIT WÄRE DIE SCHULDENKRISE NACHHALTIG BEENDET