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Juncker warnt vor Zerfall der Eurozone

30.07.2012 | 12:14 |   (DiePresse.com)

Der Vorsitzende der Euro-Gruppe warnt eindringlich vor einem Zerfall der Währungsunion. Man müsse "alle verfügbaren Mittel" anwenden. An der deutschen Politik übte er scharfe Kritik.

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Der Vorsitzende der Euro-Gruppe, der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker, hat eindringlich vor einem Zerfall der Währungsunion gewarnt. "Wir sind an einem entscheidenden Punkt angekommen", sagte Juncker der "Süddeutschen Zeitung". "Die Welt redet darüber, ob es die Euro-Zone in einigen Monaten noch gibt." Die Euro-Länder müssten jetzt "mit allen verfügbaren Mitteln" ihre feste Entschlossenheit zeigen, die Finanzstabilität der Währungsgemeinschaft zu garantieren.

"Wir sind fest entschlossen, den Euro in seinem Bestand, also mit allen Euro-Ländern, und in seiner Bedeutung zu halten. Alles Geschwätz über den Austritt Griechenlands ist da nicht hilfreich." Wer denke, dass die Probleme der Euro-Zone dadurch behoben würden, dass man Griechenland fallen lasse, habe die Ursachen der Krise nicht erkannt. Im Gegenteil würde das Ansehen der Euro-Länder weltweit erheblich beschädigt und es würden enorme Folgeschäden auftreten.

Warum behandelt Deutschland die Euro-Zone wie eine Filiale?
Jean-Claude Juncker

Juncker sparte auch nicht mit Kritik an der deutschen Politik: "Wieso eigentlich erlaubt sich Deutschland den Luxus, andauernd Innenpolitik in Sachen Eurofragen zu machen? Warum behandelt Deutschland die Euro-Zone wie eine Filiale?", sagte er im Gespräch mit der "Süddeutschen".

"Stimmen uns eng mit der Notenbank ab"

Die Finanzmärkte hätten die Reformanstrengungen in Spanien und Italien viel zu wenig honoriert, so Juncker weiter. Darauf angesprochen, dass die Euro-Länder auf ihrem Juni-Gipfel beschlossen hätten, notfalls Staatsanleihen durch die Euro-Rettungsfonds aufkaufen zu lassen, und zwar über die Europäische Zentralbank (EZB), sagte Juncker: "Ich habe keine Zweifel, dass wir die Beschlüsse des letzten Gipfels umsetzen." Die 17 Euro-Länder handelten zusammen mit der EZB, "ohne deren Unabhängigkeit anzutasten". Juncker: "Wir stimmen uns eng mit der Notenbank ab." Die Notenbank genieße mehr Glaubwürdigkeit als die Politik und werde alles tun, um den Euro zu retten, sagte Juncker. "Und welche Maßnahmen wir ergreifen werden, entscheiden wir in den nächsten Tagen. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren", sagte der Chef der Euro-Gruppe.

Die Länder der Eurozone hatten sich auf ihrem Gipfel Ende Juni auf weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung der Schuldenkrise geeinigt. Unter anderem sollen die Bedingungen für Finanzhilfen gelockert und die Tür für direkte Bankenzuschüsse aus ihrem Rettungsfonds ESM geöffnet werden. Mit den Maßnahmen soll unter anderem der Zinsdruck von Ländern wie Italien und Spanien genommen werden.

CSU wirft Juncker "Unverfrorenheit" vor

Die CSU hat kritische Äußerungen des Eurogruppenchefs Jean-Claude Juncker als "Unverfrorenheit" zurückgewiesen. "Sich jetzt hinzustellen und Deutschland als Teil des Problems, Teil der Krise zu bezeichnen, ist an Unverfrorenheit nicht mehr zu überbieten", so Dobrindt. Er fragt sich, "ob man so jemand wirklich in dieser Funktion als Eurogruppenchef behalten kann." Junckers Amtszeit war gerade erst verlängert worden, er will das Mandat jedoch mit Jahresende niederlegen.

>>> KARTE: Die Kreditwürdigkeit der Euro-Länder

(APA/dpa/Reuters)

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331 Kommentare
 
1 2 3 4 56 7 8
Gast: Sekundant
30.07.2012 13:45
9 1

Durchhalteparolen vor dem Endsieg!

Der Euro ist tot.Er ist eine Missgeburt mit 17 Köpfen, von denen jeder glaubt der wichtigste zu sein.

Gast: HB4242
30.07.2012 13:40
6 1

Juncker warnt vor Zerfall der Eurozone ...

Na klar muß der als Miterfinder des Euros und Europrofiteur warnen. Auf mich wirkt das alles so wie ein letztes Aufgebot .....

Gast: Warnungen
30.07.2012 13:30
3 2

Letzte Chance...

Die einzige Frage die sich mir noch stellt ist, wie werden die neuen Schilling aussehen und deren Münzen? Wird dieser 1:1 sein, wird es wieder 2 Schilling Banknoten geben oder gar den 1 Schilling Bankschein, oder wird das Verhältnis so sein 1 Euro ist 10 Schilling, fragen über Fragen?

4 0

Re: Letzte Chance...

Es wird eher 1 Schilling = 1000 Euro sein, wenn es so weitergeht. Ich tippe aber eher auf Mark mit Deutschland und evtl. Holland. Also eher wieder eine Währungsunion aber von zusammenpassenden Ländern.

15 1

CSU wirft Juncker "Unverfrorenheit" vor

wer ist dieser Eurokrat eigentlich?

Niemand von uns hat ihn gewählt, dann setzt er sich im ORF hin und sagt

"Wir müssen den Euro retten - und sei es mit aller Gewalt."

Mit solchen Menschen dealt man nicht:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15317086.html

Er wurde von "UNSEREN"" Volksvertretern gewählt!


6 1

Re: CSU wirft Juncker "Unverfrorenheit" vor

Wählen ist altmodisch. Gewählt werden nur jene, die eh nichts mehr zu entscheiden haben. Aus guter Tradition will man das nicht aufgeben obwohl längst obsolet. Die Leute haben dadurch ein Gefühl von Demokratie.

Gast: gast111
30.07.2012 13:18
4 1

der, der zugab die bevölkerung zu belügen

der, der zugab die bevölkerung zu belügen

"Wir sind fest entschlossen, den Euro in seinem Bestand, also mit allen Euro-Ländern, und in seiner Bedeutung zu halten. Alles Geschwätz über den Austritt Griechenlands ist da nicht hilfreich." Wer denke, dass die Probleme der Euro-Zone dadurch behoben würden, dass man Griechenland fallen lasse, habe die Ursachen der Krise nicht erkannt."

was heißt hier wir??

zahlen darf das alles der steuerzahler, die politiker haben super bezahlte jobs in der EU, die sie natürlich behalten wollen

Gast: smilefile
30.07.2012 12:57
1 0

das ist dann,...



the cruzifixion europe.......

samt seinen 501.000.000 Europäern!


Gast: Zaguri
30.07.2012 12:56
3 0

Vorteile

Die ganze Situation hat auch ihre guten Seiten. Mit der kommenden Hyperinflation werden alle Schulden getilgt und unsere Kinder können wieder von Vorne anfangen. Schon mal daran gedacht? Vielleicht ist es ja sogar notwendig, dass das System zusammenbricht...

0 0

Re: Vorteile

Das ist sowieso unabwendbar, denn die Schulden die jetzt in den letzten vier Jahren zusätzlich angehäuft wurden sind beim besten Willen nicht mehr rückzahlbar.

Es ist nur die Frage ob man durchstarten kann oder es einen Absturz gibt.

Sie soltten sich dien Schuldenzuwachs zwischen 2000 und 2006 ansehen ...

und da gab es wirtschaftlich einen Höhenflug und keine Wirtschaftskriese!

Gast: snui
30.07.2012 12:52
6 0

anfeindungen

der länder, die die ganze party (noch) finanzieren? spricht bände über die geisteshaltung dieser EU-partie....

Auf nach Spanien,Italien

da gibt es Kredite direkt aus dem ESM den als Arbeitslose in Österreich gibts nichts.

Re: Auf nach Spanien,Italien

Vorsicht, den ESM gibt es (vorerst noch) nicht.

Der Arbeitslose in Gr bekommt 12 Monate ca. 350 Euro/Monat

und hat Lebenbenshaltungskosten die ca. 12% geringer sind als in Österreich ...

0 1

Re: Auf nach Spanien,Italien

Nur, wenn Sie dann in Spanien oder Italien eine Bank gründen wollen. Die Bevölkerung wird davon nichts sehen. So wie in Griechenland.

Der ESM rettete nur die eurpäischen Banken/Kreditgeber und nicht Griechenland!


Re: Der ESM rettete nur die eurpäischen Banken/Kreditgeber und nicht Griechenland!

der ESM? Den gibt es noch gar nicht. Es sind in erster Linie Draghi und die EZB.

In solchen Situationen werden immer nur Absichserkläungen berwertet ...


Gast: Naomh
30.07.2012 12:36
10 1

auch mit..

"alle verfügbaren Mittel"?!?

auch gegen den Willen der Bevölkerung?
auch da mit "alle verfügbaren Mittel"?
und was meint er genau?

wenn das gegen den Willen von Teilen der Bevölkerung passiert (siehe z.b. Spanien, Griechenland, Deutschland,..).. auch mit Gewalt?
wo hört "alle verfügbaren Mittel" auf?

sehr erschrecken. der Kniefall vor den Finanzmärkten.

und was meint er genau?

Ich habe keine Ahnung. Er wohl auch nicht.

Er mint, dass z.B. Deutschland ca. 3 BILLIONEN Außenstände (Kredite) im Euroraum hat!


11 1

Henry Ford wußte wovon er sprach

Es ist gut , dass die Menschen der Nationen unser Banken-und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es würden gäbe es eine Revolution noch vor morgen früh.

Tatsache ist, dass er weiss wo von er spricht ...

aber nur die wenigsten begreifen das Problem!

Eine Auflösung des Euros würde eine Abwertung der neuen Währungen in den meisten Staaten bedeuten und damit eine Tilgung der Schulden, die im Euro aufgenommen wurden, unmöglich machen!

Antworten Antworten Gast: Sekundant
30.07.2012 14:42
4 0

Re: Tatsache ist, dass er weiss wo von er spricht ...

und sie denken, die Tilgung der Schulden in Euro ist möglich?

Re: Re: Tatsache ist, dass er weiss wo von er spricht ...

nein, aber es es zumondest denkbar, bei einer Trennung ist nicht einmal das möglich ...

3 0

Re: Re: Tatsache ist, dass er weiss wo von er spricht ...

Die sind doch schon glücklich wenn sie den Zinsendienst bedienen können.

15 2

Wer denke, dass die Probleme der Euro-Zone dadurch behoben würden, dass man Griechenland fallen lasse, habe die Ursachen der Krise nicht erkannt.

Wer denke, dass die Krisen mit unglaublichen Billonen bisher in den Griff zu bekommen wären, der hat die Zukunft nicht verstanden.

De Ursachen, sind in meinen Augen zweitrangig, denn es ist egal ob nun eine Bank oder ein Politiker unser geld verspielt.

Billonen wurden vernichtet.....es soll weiter gehen.....was bitte kann noch schlimmer werden als die ewige Zwangsübernehme von weiteren Schulden.


Re: Billonen wurden vernichtet ...

Nicht vernichtet, sie wurden "vertragen", die Billionen und sind jetzt nur in anderen Händen!

2 0

Re: Wer denke, dass die Probleme der Euro-Zone dadurch behoben würden, dass man Griechenland fallen lasse, habe die Ursachen der Krise nicht erkannt.

@was bitte kann noch schlimmer werden @
Die Dummheit der Menschen die im steigen ist und welche nicht begreifen das sie in Wirklichkeit Sklaven des Systems sind für das sie aber freiwillig immer abstimmen bei jedem Wahlgang.

Gast: nacht i gall
30.07.2012 12:20
7 0

Man müsse alle verfügbaren Mittel anwenden.

Zensur, Propaganda, Bevölkerungsaustausch, EUROGENDFOR und Ausschaltung der nationalen Parlamente?

2 1

Die größte Blase in der Weltgeschichte

Ist und wird die EU sein eine Tarnkappen Demokratie.
http://www.youtube.com/watch?v=gR18JJbUYnc&feature=related

Gast: Held der Arbeitslosen
30.07.2012 11:59
14 1

Man müsse "alle verfügbaren Mittel" anwenden.

Mehr Arbeitsplätze vernichten um europaweit
Hartz IV einzuführen?

Gast: Reich
30.07.2012 11:58
16 1

ESM Titanic kurz vor der Abfahrt

Es muss doch noch einen Gott geben!
Je früher das marode Schiff zusammenbricht, desto glücklicher bin ich.


Gast: Winzer
30.07.2012 11:48
14 0

"Juncker"

Ersetzt die Flasche mit einem Junker.

19 0

Die katastrophale EU-Euro-Politik

ist am Ende und das weiß Juncker natürlich. Aber zugeben kann und will er das nicht. So bleibt ihm nichts anderes übrig als zu "warnen". Einfach lächerlich, ist er doch mitschuldig an diesem Desaster.

Warnung? Einer der Besten Frohbotschaften seit Jesu-Christi!


anstrengen und dem kleinen Mann das Geld aus der Tasche ziehen

und dann nicht z. B. den armen Pensionisten in Griechenland geben, sondern wieder gefräßigen Banken

Unglaublich, was sich die großkopferten praktischen Totalversager leisten

Re: anstrengen und dem kleinen Mann das Geld aus der Tasche ziehen


"armen Pensionisten in Griechenland"???

Offenbar sind Sie schlecht informiert!

Für ein Entwicklungsland wie Griechenland sind staatliche Pensionen jenseits von 2000 Euro nicht gerade wenig!


Re: Re: anstrengen und dem kleinen Mann das Geld aus der Tasche ziehen

@persil 4.0: Was die GR-Pensionen betrifft, so muss man auch dort unterscheiden zwischen Rentnern (Privatwirtschaft) und Staatspenionisten. Die Rentner beziehen zum überwiegenden Teil nur kleine Beträge um die 900 Euro. Die Staatspensionisten hingegen erhalten staatliche Leistungen, die oft jenseits von gut und böse sind. Das System erinnert sehr an das österreichische Pensionssystem. ASVG- und SVA-PensionistInnen müssen mit wenig Geld auskommen, viele PensionistInnen des öffentlichen Dienstes hingegen leben wie Gott in Österreich, nein Frankreich .....

Gast: KHetzer
30.07.2012 11:23
8 0

ja ja, die entscheidende schlacht, ..

durchhalteparolen und endsieg ..lol..kennen wir.

14 0

Euro

Alle rufen zur Eurorettung auf, sogar das amerikanische Hündchen Blair!
Alle wollen doch nur das Geld Deutschlands, gell!

Re: Euro

Das Hündchen Blair bellt nicht amerkanisch sondern in lupenreinem Englisch.

Re: Re: Euro

Nennen wir es "Angelsächsisch".

Gast: Held der Arbeit
30.07.2012 11:11
17 0

der Herr Juncker

ist auch einer, der hoffentlich irgendwann zur Verantwortung gezogen wird.

Antworten Gast: Vogel Strauss
30.07.2012 12:02
5 0

Re: der Herr Juncker

Von wem denn??

Re: Re: der Herr Juncker

Eben! Denn diese sogenannten Verantwortungsträger tragen alles mögliche nur niemals Verantwortung für das was sie angerichtet haben.


Institutionalisierte Geldwäsche auf unsere Kosten.

http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=63:geldschwemme-ezb&catid=5:europaeische-politik

Bitte informieren.

Liebe Presse, diesmal bitte stehenlassen. Ist ja nur eine Information und Aufklärung darüber, wie das System funktioniert.

Re: Institutionalisierte Geldwäsche auf unsere Kosten.

Gute Zusammenfassung. Danke Frau Weiss

 
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