Grieche ohne Einkommen überweist 25 Millionen Euro

30.07.2012 | 17:36 |   (DiePresse.com)

Eine Athener Zeitung veröffentlicht eine Liste, auf der vorgeblich arme Griechen erfasst sind, die hohe Summen ins Ausland überwiesen haben.

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Angeblich arme Griechen haben Riesensummen auf ausländischen Konten in Sicherheit gebracht. Der krasseste Fall ist nach einem Bericht der Athener Zeitung "Ta Nea" ein Mann, der beim Finanzamt null Einkommen angegeben hatte, aber gut 25 Millionen Euro ins Ausland überwies. Das Blatt veröffentlichte am Montag eine Kopie der Liste der vermeintlichen Sünder, die bei der griechischen Zentralbank (Bank of Greece) vorliegt. dem Finanzministerium wurde der Bericht bestätigt.

Demnach haben 731 Griechen allein 2010 knapp eine Milliarde Euro ins Ausland überwiesen, unter anderem nach Großbritannien, in die Schweiz und nach Zypern. 403 von ihnen sollen ihrer Steuererklärung zufolge arm sein.

Bürger kennen "Tricks und Wege"

Die Liste enthält weitere extreme Fälle. Darunter ist ein Mann, der 2010 ein Einkommen von 25.099 Euro gemeldet hatte und 25,9 Millionen Euro ins Ausland überwies. Wie Steuerfahnder der Nachrichtenagentur dpa sagten, ist die Verfolgung der Steuerhinterziehung in Zusammenhang mit diesen Fällen schwierig. Viele Bürger kennen "Tricks und Wege", das überwiesene Geld als Zahlungen ins Ausland wegen Kaufs von Waren zu deklarieren.

Griechenland hat Verhandlungen mit der Schweiz zur Ausarbeitung eines Steuerabkommens angekündigt. Die Schweizer Regierung sei aufgefordert worden, den Prozess zur Unterzeichnung eines Abkommens über die Besteuerung von Konten griechischer Staatsbürger bei Schweizer Banken zu reaktivieren, erklärte das Finanzministerium am Montag laut AFP. Im Februar hatte das Ministerium erklärt, in den vergangenen zwei Jahren seien 16 Milliarden Euro ins Ausland geschafft worden, davon bis zu zehn Prozent in die Schweiz.

(APA/dpa/AFP)

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85 Kommentare
 
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Gast: pächter der wahrheit
28.08.2012 13:03
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Ja deswegen brauchen Sie ja Geld von uns

weil die eigenen Armen das letzte Geld ins Ausland überweisen.

Dass das die engstirnigen Leute im restlichen Eurpoa nicht einsehen.Tststs.

Gast: ökono-mist
26.08.2012 23:51
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Tu felix Austria fern(=fehl?)interpretiere...


In Österreich herrscht eine babylonische Begriffsverwirrung in allen Fragen, die Einkommen, Vermögen und Kapital betreffen.

Wer in einem bestimmten Zeitraum kein Einkommen aufzuweisen hat, der der darf nach Meinung des mit Neid-Scheuklappen ausgestatteten Mobs auch kein Vermögen haben, man spricht gleich von "dreckigem Geld" und kriminalisiert alles in Grund und Boden, ohne den Sachverhalt auch nur annähernd zu kennen!

Daß es vielleicht gerade das (redlich - einerseits u. U. steuerbefreit erworbene, andererseits eventuell bereits einer anonymen Endbesteuerung unterzogene und daher ebenfalls steuerlich völlig saubere) Vermögen sein könnte, das jemanden in die Lage versetzt, zeitweise ohne Einkommen zu sein, das will nicht hinein in die blöden, indoktrinierten Schädel.

Das führt dann dazu, daß einfältige Lottogewinner bei uns meist voller Stolz erklären, sie würden in ihrem (meist ungeliebten) Beruf weitertschochen (also ihren Tag und ihre Gesundheit weiterhin lebensverkürzend verkaufen). Damit wollen Sie unserem gesellschaftlichen Klima entsprechen und Everybodys Darling sein. Für eine eigenständige, situationsbezogene und von außen unbeeinflußte Lebensplanung fehlt ihnen meist die intellektuelle Perspektive.

Gast: Fleming
26.08.2012 12:47
1 0

..Österreich...

warum nur die Schweiz als Fluchthafen für dreckiges Geld??
In Österreich gab es alleine 2012 eine Steigerung um 400% durch Transfers aus Griechenland.

Wir sollten also schön still sein,oder---Geld stinkt nicht, wie man so schön sagt.

Antworten Gast: Bürger1
29.08.2012 00:10
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Re: ..Österreich...

Naja ... "bis zu 10%" gingen in die Schweiz. Wohin gingen die restlichen mehr als 90%?

Gast: nestbeschmutzer
01.08.2012 13:41
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Lottogewinner???

Lottogewinner??!!!!

Gast: Omniszienz
31.07.2012 19:51
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Die Zahlen stimmen ja irgendwie...

...nur das Komma ist leicht verrutscht. Oder ihm ist beim Ausfüllen der Einkommensteuererklärung die Tinte ausgegangen: 25.099------

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Naja, ganz ehrlich,

hätte ich 25 Mio, würde ich vermutlich auch keiner regulären Erwerbsarbeit mehr nachgehen, sondern in den restlichen Lebensjahren die 25 Mio. verprassen.

Da müsste man sich ohnehin ganz schön anstrengen. Bei angenommen 30 Jahren und 2% Realverzinsung wären das nach heutigem Geld ca. 1,12 Mio. pro Jahr! Da geht sich vermutliche eine private Krankenversicherung auch noch aus.


Gast: Test Again
31.07.2012 15:43
0 0

Fragt einmal die Nationalbank

...ob Zöllner und Duchatczek die ordnungsgemäße Mittelherkunft von Herrn Lykos überprüft haben? Oder ob Zöllner nur zur Ehre als Aufsichtsrat der LYKOS AG tätig ist...?

Das Internet gibt Auskunft - nur suchen müssten Journalisten oder die Staatsanwaltschaft schon selbst.

Gast: Gerhard Sudermann
31.07.2012 15:25
1 9

Klartext statt Gesuder

1. es gilt wie immer die Unschuldsvermutung
2. GR ist ein (noch immer) ein wunderbares Urlaubsland
3. die GR sind nun mal Südländer-eine etwas andere Mentalität
4. die Hauptschuld trifft nicht die Bevölkerung ,sondern wie immer die Regierungen und die Wirtschaft,insbes. die BANKEN
5. der EU-Moloch in Brüssel gehört endlich an den Pranger gestellt-denn dort wurde mit Vehemenz die Aufnahme GRs ind ie EU gefordert
6. hoffentlich kommt kein Schwein mehr auf die Idee vielleicht noch zum Darüberstreuen weiterhin den TR-Beitritt zu verlangen?(Koopaeration ja-Beitritt NEIN)
7.vor noch kuzer zeit wurde man als Blödmann angesehen,wenn man vom Euro bzw EU-Austritt sprach---und jetzt..wir spielen bereits ..was wäre wenn..Situationen !!!
8.es ist absolut unverantwortlich was diverse Regierungen hier beschliessen..viele 100 Mrd Haftung=mögliche Schuldenübernahmen..
wer soll das jemals bezahlen?
9. die Folgen? Geldentwertung,schleichende Abgabenerhöhungen für ALLE
10. nur wenn der europäische Finanzmarkt zentralisiert ist,also alle Mitglieder mitspielen(auch GBR,CH,etc) kann den Spekulanten Einhalt geboten werden.
Ohne diese Solidarität kommt der nächste Börsekrach wie das Amen im Gebet
11. der Wirtschaftskrieg findet statt: zwischen Euro und Dollar...die EU war zu überheblich..
stat sich zu konsolidieren.wurden und werden neue Mitglieder aufgenommen...doch das Boot ist derzeit voll..ein Untergang möglich
rette sich wer kann?

Antworten Gast: Panzerschmelze
26.08.2012 13:10
0 0

Re: Klartext statt Gesuder

Ein echter Sudermann-Raunzervortrag. Stelle mir das grantige Gesicht dazu vor, den langweiligen Blick, die verzerrten Züge - und bedaure solche Menschen zutiefst ob ihres farblosen Lebens. Amen.

Antworten Antworten Gast: daschüttleichdenkopf
26.08.2012 17:05
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Re: Re: Klartext statt Gesuder

er hat aber durchaus recht...
- denn WIR zahlen denen die Zeche...daher ist ein "Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende" - nebenbei GR trägt nur 2% zum EU-BIP bei - ALSO: schmeißt sie raus... ich sehe nicht ein, dass meine Kinder u.a. für deren korruptes unfähiges Steuersystem, dren überhohe Militärausgaben, im Verh. zur Produktivität (und fehlenden Industrie) zu hohem Einkommensniveau in ein Faß ohne Boden jahrzehntelang zahlen sollen !!!!
Und von wegen "Marshallplangesudere: in Dt. gabs Fachkräfte, Industriestruktur etc... das nur ausgebmbt war...und Bereitschaft 60 Stundenwochen zu arbeiten - in GR gibts nichts davon, nur ein Pokern, dass die in Brüssel schon nachgeben werden und Hr. Juncker ist dazu ein "NÜtzlicher Idiot"... Hoffentlich bekommt Merkel innenpol. Zunder und macht Schluß !!!

Gast: E.T.
31.07.2012 15:20
0 4

Wie kommt es zu solchen Meldungen

Erstens denke ich, gibt es doch Datenschutz oder nicht ?
Oder will da jemand mit einer absichtlichen Falschmeldung Kleingeld machen ?

Solltes es stimmen, na und........ wer so viel Geld hat, bräuchte höchstwahrscheinlich gar nicht arbeiten und keiner sagt, dass das Geld unrechtmäßig erworben wurde. Natürlich kann das der Fall sein, aber wir wissen nichts darüber.

Wieder nur bla, bla, bla.......... und alle Fragen bleiben offen.

Gast: Defender
31.07.2012 14:11
7 2

Bevor nur ein Cent mehr nach GR

geht, muss das GR-Barvolksvermögen eingezogen werden und zur Schuldentilgung verwendet werden.
Falls dann noch Schulden bleiben kann man über Sparpakete nachdenken.

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Re: Bevor nur ein Cent mehr nach GR

da schau ich mir an, was sie sagen, wenn ihr vermoegen zur schuldentilgung unserer staatsschulden verwendet wird...

bei uns werden genauso steuern veruntreut, nur ist die griechische politik halt noch unfaehiger, das zu verhindern. da muss schon im regulatorium grob was faul sein, damit solche ueberweisungen durchgefuehrt werden koennen...

Antworten Antworten Gast: Defender
31.07.2012 20:23
1 1

Re: Re: Bevor nur ein Cent mehr nach GR

"da schau ich mir an, was sie sagen, wenn ihr vermögen zur schuldentilgung unserer staatsschulden verwendet wird..."

Da ist es natürlich besser wenn ich mit meinem Vermögen für die Staatsschulden anderer Länder hafte!
Entweder direkt durch Garantien oder indirekt durch Inflation!

Die GR-Bevölkerung hat dieses System seit ca. 40. Jahren gewählt - KEINER von denen ist unschuldig! Machen Sie die Augen auf und legen Sie die Rosabrille ab!

Wenn ein Staat pleite ist, ist das Staats- und das Volksvermögen zu verwerten, der Rest der Schulden wird, wie bei jedem Konkurs, abgeschrieben und PUNKT!

Nur durch diese Vorgangsweise werden es sich künftige Regierungen und Anleger besser überlegen.

2 1

Re: Re: Re: Bevor nur ein Cent mehr nach GR

du haftest mit deinem vermoegen maximal durch inflation und die ist bei uns im europaschnitt eh noch niedrig. durch garantien haftest du mit deinem vermoegen nicht.

dass "KEINER" von denen unschuldig ist, ist eine vage vermutung und qualifiziert sich nicht wirklich fuer eine weitere diskussion.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Defender
31.07.2012 21:10
1 1

Re: Re: Re: Re: Bevor nur ein Cent mehr nach GR

1. Per "Du" sind wir sicher nicht!

2. "im europaschnitt niedrig"
Sie haben wohl nicht verstanden was die Garantien/ESM für Auswirkungen hat wenn uns die Südstaaten "um die Ohren" fliegen.
Das sind Haftungen deren Fälligkeit wir uns nicht leisten können!
Warum wollen F, I & Co wohl den ESM in "unlimitierter" Höhe? Was folgt den daraus - nach Ihrer werten Meinung?
Eine nachhaltige Veränderung des Ausgabeverhaltens sicher nicht - außer den Druckerpressen geht das Papier aus.

3. Jeder Wähler in zB GR hat sich von den Versprechen blenden lassen und die Fraktion gewählt die noch mehr rosa vom Himmel versprochen hat, darum ist das GESAMTE Volk mitverantwortlich!

4. Damit wir uns da nicht falsch verstehen, Ö ist da (was die Dummheit der Wähler betrifft) nicht besser als GR unsere Wirtschaft hält es nur (noch) besser aus, was da täglich verbrochen und verludert wird.

Gute Nacht!

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Re: Re: Re: Re: Re: Bevor nur ein Cent mehr nach GR

1. was fuer ein faux-pas

2. privates vermoegen ist nicht staatsvermoegen und auch nicht steuergeld.

3. bei uns hat die FPOe ueber 20% in umfragen. da die griechischen waehler schlecht zu machen ist unpassend.

4. schlafen SIE gut!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Ausguck
01.08.2012 14:43
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Bevor nur ein Cent mehr nach GR

Schwarz/blau war die einzige Regierung die die Schulden relativ zum BIP zurückgeführt hat.

Gast: smilefile
31.07.2012 13:27
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Erdnüsse,...



was dagegen die Österreicher in ihren Stifungen steuerschonend bunkern,....

Und dazu ganz nebenbei unter Mithilfe diverser Anlegerbanken in die Schweiz,- auf Guernsey und anderen Steuerparadiesen verschieben,.....

...

wieviel steuern muss man Zahlen wenn man Derivaten handelt?
bzw muss ich die in die Einkommensteuer einberechnen?
aha

na und?

hat jemand von denen politische Verantwortung?
jeder selbst schuld, wenn er sein PRIVATvermögen nicht in Sicherheit bringt.

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Re: na und?

Ich verstehe auch nicht, wozu jemand, der 25 Mio. Euro überweisen kann überhaupt ein Einkommen braucht. Sonderbare Schlüsse werden da gezogen.

Gast: DI
31.07.2012 10:38
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Wenn das die Wahrheit ist,

dann müsste man unseren Hr. Bundeskanzler und Bundespräsident mal fragen, wir werden wie Zitronen ausgequetscht und in GR kann jeder tun was er will. Dabei ist man in GR schon seit Jahren am „sparen“.

Gast: ThomaX9
31.07.2012 09:53
3 1

Das klingt natürlich wunderbar!

Aber die großen Schäden haben trotzdem die Politiker und 'Wirtschaftslenker' zu verantworten. Diese permanete Ablenkung auf zwar verwerfliche aber kleine Fische ist nervig!!!

25 Mio - kleiner Fisch ???


 
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