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Spaniens Anleiherenditen überspringen kritische Marke

03.08.2012 | 14:52 |   (DiePresse.com)

Die EZB hat Maßnahmen zur Euro-Rettung auf später verschoben. Das lässt die Renditen für spanische und italienische Anleihen gefährlich steigen. Einen Hilfsantrag bei der EU schließt Madrid nicht mehr kategorisch aus.

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Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy musste am Freitag wieder einmal Alarm schlagen: Es sei für Spanien derzeit sehr schwierig, sich zu refinanzieren. "Das größte Problem für unser Land ist, dass viele Schulden ausstehen und wir dieses Geld zurückzahlen müssen." Derzeit sei es aber "sehr schwierig", Kreditgeber zu finden. Entspannung ist weiterhin nicht in Sicht: Renditen für zehnjährige spanische Staatsanleihen stiegen am Sekundärmarkt deutlich: Betrugen sie Donnerstagfrüh noch 6,7 Prozent, liegen sie jetzt bei 7,4 Prozent. Bei Renditen von über sieben Prozent schrillen die Alarmglocken: Bleibt das Niveau länger so hoch, kann sich ein Land kaum noch am Markt finanzieren.

Spanien sagt nicht mehr Nein

Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) geplanten Schritte zum Kampf gegen die Schuldenkrise wolle er "prüfen", sagte Rajoy. Danach wolle er "die beste Entscheidung im Interesse der Spanier" treffen, sagte er mit Blick auf ein mögliches Hilfegesuch. Dieses schließt er nicht mehr grundsätzlich aus. "Ich habe noch keine Entscheidung getroffen", so Rajoy.

Er räumte ein, dass die Spanier in der Vergangenheit zu sehr auf Pump gelebt hätten. Die spanischen Auslandsschulden beliefen sich auf 900 Milliarden Euro: "Da wird es schwer, neue Kredite zu bekommen und bestehende Schulden zu refinanzieren", sagte er. "Wenn wir Anleihen aufnehmen wollen, müssen wir hohe Zinsen zahlen."

EZB-Chef Mario Draghi hatte am Donnerstag einen neuerlichen Ankauf von Anleihen kriselnder Euro-Staaten nicht ausgeschlossen. Davon könnte auch Spanien profitieren. Vergangene Woche hatte Draghi erklärt, die EZB sei "bereit, alles Notwendige zum Erhalt des Euro zu tun". Im Sog Spaniens sind übrigens auch die italienische Anleihenrenditen wieder stark gestiegen - sie erhöhten sich innerhalb von nur 24 Stunden von 5,9 auf 6,4 Prozent.

Grund für den starken Anstieg ist wohl die EZB-Zinssitzung vom Donnerstag: Die Euro-Notenbanker konnten sich offenbar nicht auf eine gemeinsame Antikrisenstrategie einigen und vertagten eine Entscheidung auf später. Die Zentralbank signalisiert zwar nach wie vor ihre Bereitschaft zum Ankauf von Staatsanleihen kriselnder Euro-Staaten, sieht zunächst aber die Politik in der Pflicht. Die Märkte haben sich wohl mehr erwartet und reagierten dementsprechend enttäuscht (mehr dazu ...).

(APA/Red.)

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29 Kommentare
 
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Hätte Draghi die EZB vor seiner meldung vorige Woche Anleihen kaufen lassen, dann

hätte man mit den zwei Wellen die durch die unterschieldichen Meldungen aktiv wurden einige Prozent der gesamten Schuldlast Spanies abbauen können, und zwar ohne das es Jemanden (außer denen die sowieso nur mehr auf einen Käufer gewartet hatten) etwas verloren hätte.

Alles was aber unsere Koffer machen füttert die Spekulanten und erhöht unsere gesamte Schuldenlast.
Man muß daher davon ausgehen dass diese Typen von den Bankster bestochen und gekauft sind sonst ist das gar nicht mehr erklärbar!!!!


Es wird immer nur das negative herausgegriffen!



Hohe Renditen bedeutet fallende Kurse und damit eine kleiner Schuld für Spanien.
Hätten unsere Regierenden mehr Wissen über den Finanzmarkt den Sie ja selbst so oft bemühen lassen, dann hätte diese Nachricht viel positiver ausfallen können, ohne sogar zu lügen.
0.7 Prozent Rendite Steigerung bedeutet Pi mail Daumen rund 10-15% Kursverfall der bestehenden Anleihen. Damit sind die Schulden Spaniens von 900 Milliarden auf rund 810 bis 765 Milliarden gefallen. Würde die EZB hier nun viele Spanienanleihen aufkaufen, dann könnte man Spanien helfen ohne Geld selber zu Geld verlieren. Die alten Schulder haben ja dann bereits mit Verlust verkauft, sonst könnte der Kurs ja nicht gefallen sein!
Weil man ja die Anleihen die Spanier einfach mit dem Kaufkurs zurückkaufen lassen könnte. Und 10% weniger Schulden das wäre ja schon mal was.


Antworten Gast: EFF EFF
03.08.2012 20:28
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Witzbold

Spanische Staatsanleihen kaufen nur noch spanische Banken, die unter anderem wegen des Kursverfalls vom spanischen Staat gerettet werden müssen, der die Rettung mit der Ausgabe weiterer spanischer Staatsanleihen finanziert.

Noch witziger an diesen idiokraten System ist nur, dass der illegale, autokrate ESM von der EZB fnanziert Staatsanleihen zum Ausgabekurs kaufen soll, die ihm dann die EZB am Sekundärmarkt mit Kursverfall abnimmt.
In dem Fall wären Banken nicht mehr systemrelevant.

Damit die Banken "eigene" Staatsanleihen kaufen hat ja die EZB bereits 1.000.000.000.000 € als Billigskredite zur Verfügung gestellt und Staatsanleihen als Sicherheiot angenommen!



Die Frage ist wo ist das ganze Geld hinverschwunden ?
Es kann ja wohl nicht sein das sich da 1.000.000.000.000 € praktisch in Luft aufgelöst haben und wirkungslos verpufft sind, oder doch ?


Gast: africano
03.08.2012 19:10
0 0

Spanien ist Pleite ,aber auch wir in Österreich,

denn wir müssen für die Faulen Kredte auch noch GUT STEHEN .
Über den DAUMEN dürften wir schon 1 Billion EURO an Schulden ,angehäuft haben.
Eigenartig ist ,dass wir von der EU in Pflicht genommen wurden den MARODEN Ländern weiterhin Kredite zu gewähren.

4 0

Herr Sator

vorgestern schrieben sie in dieser Zeitung, dass sich die Wolken lichten, meinten unter Berufung auf Herrn Schäuble, dass Spanien nicht so schlecht da steht wie immer gesagt wird.

Was jetzt?

Legen Sie nun ein Schäuferl nach, üben Sie sich in Elogen und Lobeshymnen....das beseitigt Ihrer Meinung nach die Krisen am besten.

Gast: Zeit zun HANDELN
03.08.2012 18:43
5 1

Entweder der ESM wird einer

Volksabstimmung unterzogen und in dieser "kriminell" zu bezeichnenden Form gestoppt oder
Österreich beschließt im Rahmen einer Vorlksabstimmung den Austritt aus der EU.

http://stop-esm.org/up/datei/wirtschaftliche_und__juristische_analyse_.pdf

I geh..

..mei Geld holen und tu was damit.
Na, i mog nimmer.

0 0

Re: I geh..

Geld auf der Bank ist nicht das Problem ...Steuergeld musst dir holen denn das ist der Wert um den beim Staatsschuldengeschaeft gemauschelt wird. Viel. Glueck.

Endlich....

...die Deutschen stehen endlich auf! Gauweiler erweitert Klage gegen Rettungsfonds, während unsere Polithalunken alles durchwinken!! Genug gerettet!!

Was soll die ganze Hysterie...


....vor der Euro Einführung haben Italien und Spanien immer schon ähnlich hohe Zinsen für Staatsanleihen gezahlt.

Mit dem Euro-Beitritt haben sie dann eine große Party gefeiert und jetzt ist Schluß.

Und jetzt groß auf Solidaridät pochen? Die sollen in ihren Ländern aufräumen und uns in Ruhe lassen.

6 0

warum stellt man all diese Schneeballsystem nicht endlich ab,

obwohl die ja angeblich gesetzlich (nur privat betrieben scheinbar) verboten sein sollen ?!

Nach doch einfach eine Strafanzeige. Mail an Justizministerium reicht !!!


Gast: Bonn
03.08.2012 16:19
5 0

Trickserei der Regierung

Das Vertrauen ist verspielt worden. Die Probleme haben zugenommen. Stolze Manschen erreichen meistens nichts. Nun hat Spanien ein Problem. Die Troika muß einreisen.

Gestern Jubelmeldung über sinkende Zinsen und heute Katzenjammer über steigende Zinsen

Dieses Bild zeichnet sich seit Beginn der Eurokrise ab, wo jeder Jubelmeldung kurze Zeit später eine Negativmeldung gefolgt ist. Die Eurozone, so wie wir sie heute kennen wird in naher Zukunft der Geschichte angehören oder ganz Europa wird von den maroden Staaten mit in den Abgrund gezogen werden.

Der in Kärnten begonnene politische Reinigungsprozess muss weitergehen. Unabhängig ob Rot-Schwarz-Blau-Grün-Orange sollen politsche Würdenträger bei Fehlentscheidungen, die dem Steuerzahler Milliarden kosten oder persönlichen Verfehlungen nicht mehr akzeptierbaren Ausmasses zurücktreten. Jeder dieser Vorfälle schadet dem Ansehen der Politik und führt damit zu einem Vertrauenverlust. Werden auch wenn die Milliardenhaftungen für die maroden Staaten fällig werden die Köpfe rollen?

http://www.wienerzeitung.at/wzo/meinungen/gastkommentare/475558_milliardengrab_eurorettung.html

Antworten Gast: xxxyyyzzz
03.08.2012 17:51
1 0

Re: Gestern Jubelmeldung über sinkende Zinsen und heute Katzenjammer über steigende Zinsen

... und zum 1002. Mal der derselbe Link ...

Schön langsam könnte es selbst Ihnen reichen, oder?

Gast: gegenungleichbehandlung
03.08.2012 15:32
1 0

spanien hat fertig

was haben die linken aus dem staat gemacht, sie haben die frauenquote, per gesetz werden für männer höhere strafen vor gericht ausgesprochen als für frauen bei gleichen straftaten, somit hat spanien die sippenhaft, verstößt gegen alle grundrechte in einem rechtsstaat und spanien hat die höchste jugendarbeitslosigkeit, spanien ist pleite

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Re: spanien hat fertig

Auch eine Monsterfehlinvestition in. Windenergie war da wo.

Gast: 1. Parteiloser
03.08.2012 15:14
8 0

Wann werden alle Eurostaaten und dem Rettungsschirm der Eurostaaten geschlüpft sein?

Mit Irland, Portugal, Griechenland, Zypern, bald auch Slowenien und Spanien hätten wir schon 6 Staaten von gesamt 17 Staaten, welche den Rettungsschirm zum Überleben verwenden wollen.

Dass auch Italien schon fertig wäre, wenn die EZB nicht schon 2011 mit einer irren Geldschöpfung (über die Banken) eingegriffen hätte, das ist ja auch bekannt.

Frankreich, wo die Staatsausgabenquote wieder auf über 55% des BIP gehoben wird, und die Staatsschulden bald schon 100% des BIP erreichen werden (eine kleine Rezession wird genügen) wird den Rettungsschirm auch bald in Anspruch nehmen.

Wenn die Zinsen für Deutschland für die 2 Billionen Staatsschulden dann auch auf 5-7% steigen, dann fährt auch Deutschland Defizite in der Höhe von 4 - 6% ein. Das deshalb, weil auch D eine Verschuldungsquote von 80% des BIP hat und jedes 1% mehr an Zinsen das Defizit um 0,8% erweitern wird.

Es wird also bald so sein, dass der Rettungsschirm für die Eurostaaten fast alle Eurostaaten retten wird müssen. Dann geht es aber nicht um 700 Mrd. Euro, da geht es um irre 10.000 Mrd. Euro an Staatsschulden und laufenden Staatsausgaben von fast 5.000 Mrd. Euro pro Jahr.

Die Rettungsschirme, welche ja vorwiegend aus Haftungen der Eurostaaten bestehen, die sind dann aber auch nichts mehr Wert, weil die Haftungen ja Nichts mehr Wert sein werden.

Europa wurde von den kranken Planwirtschaftern schon abgewirtschaftet. Deren jährliches Verwirtschaften ist einfach nur noch ein Wahnsinn!

Südeuropas Kaffeehauskultur ist lustiger als die Disziplin des Nordens

aber dafür ist die Rechnung, die man präsentiert bekommt, unbezahlbar. Spanien, Italien aber auch Frankreich glaub(t)en, dass sie mit ihrer Politik Europa regieren könnten. Was für ein Irrglaube, der sich nun nicht nur bei Spanien bewahrheitet. Die Sünden der Vergangenheit kommen nun zum Tragen und die Rechnung ist wie gesagt unbezahlbar. Wenn sich die Südländer jetzt darauf verlassen, dass der Norden dafür aufkommen soll, dann haben sie sich ins eigene Fleisch geschnitten. Deutschland, Finnland und die Niederlande sind es mittlerweile leid, andauernd sich das Jammern der Südländer anzuhören und reagieren abweisend im Wissen, dass sie ihr Geld niemals wiedersehen werden. Die Märkte sind verunsichert und die Börsen steigen auf und rasseln kurz danach wieder in den Keller. Dieses Achterbahnfahren ist für jeden "Nordländer" eine Zumutung. Es ist höchste Zeit, dieser Achterbahn den Strom abzustellen, denn sie kostet einfach zuviel Energie. Da können alle EU-Aposteln schreien was sie wollen, das Ende der Tragödie kommt (hoffentlich) bald, denn auch uns geht das Geld aus und wir haben im eigenen Land mehr Probleme als man glaubt. Den Artikel hier folgend kann man auch für Österreich schreiben. Henryk M. Broder schreibt was Fakt ist und Geliches gilt auch für unser Land. Lesenswert!http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article108470738/Nordeuropa-arbeitet-und-muss-fuer-den-Sueden-zahlen.htm

Re: Südeuropas Kaffeehauskultur ist lustiger als die Disziplin des Nordens

Ich weiss jetzt in welcher Ecke ich dich suchen kann! Denn Broders Ecke kenne ich seit langem!

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Re: Re: Südeuropas Kaffeehauskultur ist lustiger als die Disziplin des Nordens

Ecken gibts nur beim denken in schubladen und schachteln.

Vorschlag zur Effizienzsteigerung:

Damit die APA das nicht im Wochenrythmus immer neu schreiben muss, könnte man den Text verallgemeinern und darunter eine Tabelle einfügen, als:

Wochentag
Land
Rendite

Dann kann man das beim nächsten Mal ganz einfach weiterverwenden und einfach nur die 3 Infos aktualisieren.
Ähnliches Konzept für Ratings und schon haben wir wieder was gespart.

Re: Vorschlag zur Effizienzsteigerung:

Ein Frage an Sie abseits von diesem Thema. Hätten sie die Liebenswürdigkeit mir in knappen Worten zu erklären warum das amerikanische System trotz wirtschaftlicher Ungleichheiten der einzelnen Staaten funktioniert?
Ich danke Ihnen im Voraus

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Re: Re: Vorschlag zur Effizienzsteigerung:

Wenn Sie die Güte haben noch ein paar Monate zu warten, wird ihnen klar, dass das amerikanische Finanz und Haushaltssystem ebenso nicht funktioniert wie das europäische....sie, die Amis sind halt auch begnadete Selbstdarsteller.
2013 und 2014 kommen irre Refinanzierungskosten auf die USA zu, wo heute schon gerätselt wird wie es schaffen werden, denn alleine mit Staatsschuldenschraube drehen wird es nicht funktionieren.

Re: Re: Vorschlag zur Effizienzsteigerung:

Ich kann nur raten;-)
Eigentlich wär´s eine Frage der Definition von "funktionieren", aber da fang ich jetzt nicht zu philosophieren an...

Ich sehe die Problemstellung nicht in der gemeinsamen Währung, sondern in
a) Den fehlenden Randbedingungen. Beispiel: Die USA haben einen gemeinsamen (umfangreichen) Haushalt. Eine gemeinsame Geldpolitik (in der nicht jeder Bundesstaat seine eigene Suppe kocht) etc.
Man kann gern die EZB zur FED 2.0 machen. Aber dann müsste man gleichzeitig diese (und viele andere) Integrationsschritte setzen.

b) Verschuldung. Da haben die USA aus meiner Sicht einmal den Vorteil, dass wesentliche Güter nunmal in USD notieren (Stichwort "Leitwährung"), zum Anderen, dass der Finanzmarkt in USD enorm gross ist. Oder wie ich´s mal von einem Experten gelesen habe: Die weltweite Geldmenge (die nach "Anlage" sucht) ist riesig. Da kommt man z.B. am so liquiden Markt wie z.B. den T-Bonds gar nicht vorbei.

Das ist zumindest sehr knapp meine Sicht der Dinge...

 
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