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EU plant Frauenquote per Gesetz

02.09.2012 | 18:22 |   (Die Presse)

EU-Kommissarin Viviane Reding will bald einen Entwurf vorlegen: Er sieht bis 2020 eine Frauenquote von 40 Prozent in Aufsichtsräten börsenotierter Firmen vor.

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Wien/Brüssel/Red. Im März hatte EU-Kommissarin Viviane Reding erste Andeutungen gemacht: Sie überlege eine Gesetzespflicht für Unternehmen, einen bestimmten Frauenanteil in Aufsichtsräten zu haben. Die freiwillige Selbstverpflichtung habe nämlich im vergangenen Jahr nicht den gewünschten Erfolg gehabt. Jetzt, ein halbes Jahr später, wird Tempo gemacht: Es gibt laut „Welt am Sonntag“ bereits einen Gesetzesentwurf. Demnach sollen Aufsichtsräte künftig zu 40Prozent aus Frauen bestehen. Die Richtlinie soll für börsenotierte Unternehmen gelten und bis zum 1.Jänner 2020 umgesetzt sein.

Bei Verstößen droht Bußgeld, ein Entzug von Subventionen oder ein Ausschluss von öffentlichen Wettbewerben. Die Entscheidung über Sanktionen soll aber bei den EU-Mitgliedstaaten liegen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sollen von den Regelungen ausgeschlossen werden – auch wenn sie börsenotiert sind: So seien Familienunternehmen mit weniger als 250Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von weniger als 50Mio. Euro ausgenommen, berichtet die Zeitung. Den Plänen müssen EU-Parlament und Mitgliedstaaten im EU-Rat zustimmen.

 

Österreich: Quote für Staatsfirmen

In Österreich hat sich die Regierung im vergangenen Jahr auf eine Frauenquote für Aufsichtsräte geeinigt – allerdings ausschließlich für staatsnahe Unternehmen. Bis zum Jahre 2013 sollen die Kontrollgremien in den Staatsbetrieben zu 25Prozent aus Frauen bestehen, bis 2018 soll die Quote 35Prozent erreichen.

Die Frauenquote gilt als Selbstverpflichtung in jenen 56österreichischen Unternehmen, bei denen der Staat zu 50 oder mehr Prozent Eigentümer ist. Sanktionen sind allerdings keine vorgesehen.

Im Oktober soll der Gesetzesentwurf für eine europaweite Frauenquote von EU-Kommissarin Reding vorgelegt werden. „Keiner mag Quoten“, hatte Reding noch im März gesagt, „aber ich mag, was Quoten bewirken.“ Ohne Gesetz „bräuchten wir Jahrzehnte, um dahin zu kommen, wo wir hin wollen“. In den deutschen börsenotierten Unternehmen, so ergaben jüngste Erhebungen, liegt die Frauenquote in Aufsichtsräten derzeit bei durchschnittlich 14Prozent.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.09.2012)

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27 Kommentare
 
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Ginge

es mit rechten Dingen zu, muessten Frauen laengst entspr. ihrem Bevoelkerungsanteil in den Aufsichtsraeten sitzen.
2. FPOe/OeVP haben Mobbing aus der EU-Antidiskriminierungsrichtlinie gestrichen: hoffentlich wird die EU bald auch da aktiv.

Gast: gast1984
03.09.2012 10:51
4 0

Die EU-Sovjets plappern wieder!

In Norwegen z.B. geht man wieder einen anderen Weg! Diesen Genderquatsch braucht niemand. Nicheinmal Frauen!

Wer hätte da noch Respekt vor Frauen die aufgrund einer zentral festgelegten Quote irgend wo reingekommen sind?

Gast: gast45
03.09.2012 10:50
4 0

immer die lebensläufe lesen ..

Viviane Reding studierte bis 1978 Anthropologie an der Sorbonne in Paris. Nach ihrem Studium arbeitete sie bis 1999 als Journalistin für das „Luxemburger Wort“.

eine journalistin, die kaum gearbeitet hat.
kurios welche leute in der leute politik sind, und noch kurioser, dass man diese überhaupt dort hinsetzen läst
... läst ja auch niemand eine antropologin und journalistin ans steuer von einem airbus, nur weil sie es lustig findet, den flugkapitan zu spielen ....

Wieso erscheint mein Kommentar nicht?!


Re: Wieso erscheint mein Kommentar nicht?!

Weil heute ein merkwürdiger Zensor am Werk ist.

Gast: Allesistmöglich
03.09.2012 09:13
10 0

Frauenquote

Offensichtlich hat diese Dame auch nur über die Quote den Job in der EU bekommen.

Gast: Quoten-Kommissarin
03.09.2012 09:11
9 0

LOL


Kernkompetenz: Planwirtschaft.

Für die Gestaltung einer funktionierenden Währung hingegen waren sie zu INKOMPETENT!

Gast: poldine
03.09.2012 08:58
8 0

einen ...


... noch grösseren blödsinn kann es ja wirklich nicht mehr geben!

ich will keine quotenfrau sein, sondern durch meine leistung nach "oben" kommen.

dann warte ich lieber einige jahre länger um in die chefetage zu kommen, dafür bin ich dann aber akzeptiert und werde von meinen männlichen kollegen nicht belächelt.

Re: einen ...


Das Problem ist, dass man Ihnen immer nachsagen wird, eine "Quotenfrau" zu sein.

Daher sollten diese widerliche Reding und auch unsere Heinisch-Hosek endlich mit diesem Blödsinn aufhören.
Sie desavouieren Frauen, die es durch Leistung zu etwas bringen !

Wie wäre es damit:

Frauen im Aufsichtsrat zu dem Prozentsatz, zu dem im jeweiligen Unternehmen Frauen die (richtig) dreckigen und/oder gefährlichen Jobs machen.

DAS wäre ein Beitrag zur Gerechtigkeit.

Das ist wohl allerdings kaum die Intention.

11 0

Der Weg zum Erfolg

Noch mehr unsinnige Regeln, Quoten und Vorschriften werden die EU sicher auf den wirtschaftlichen Erfolgspfad führen.
Noch mehr Quotenfrauen ist das Letzte was wir brauchen, da haben wir in Österreichs Regierung schon genug (Heinisch-Hosek, Schmied, Karl, Bures, Mikl-Leitner). Außerdem ist Reding selbst ein abschreckendes Beispiel. Eine studierte Anthropologien und Ex-Journalistin die nun glaubt im Justizressort dilettieren zu müssen.

Die Rechnung zahlen wir dann alle, indem nicht die Fähigsten genommen werden, sondern die mit dem richtigen Geschlechtschromosomensatz.

9 0

Wir können nur auf den EU-Untergang hoffen

Bevor diese unsinnige Verordnung steht.
Solche Leute wie Reding haben die Beliebtheit der EU ungemein gesteigert.

Antworten Gast: Tin-Cup
03.09.2012 08:59
5 0

Re: Wir können nur auf den EU-Untergang hoffen


Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu

Auch die Eurokraten-Stümper brauchen

eine Rechtfertigung für ihre Macht - und wenn sich schon den Wohlstand und die Lebenschancen der Europäer nicht mehren können (eher im Gegenteil), so wollen sie diese wenigstens umverteilen. Willkürliche Umverteilung ohne demokratische Legitimation ist schon an und für sich kennzeichnend für eine Despotie, oder glaubt irgendwer, dass das EU-Parlament sich gegen die Kommissarin groß querlegen wird? Echt zum Kotzen.

Gast: Bärenfalle...
03.09.2012 06:49
9 0

Ist ja kein Problem ...

Über den Vorschlag der Fr. Redding wird bei der nächsten Wahl einfach mit abgestimmt und ...

Oha.

Tja.

Das kommt davon wenn man sein Selbstbestimmungsrecht hergibt.


Gast: GSc
03.09.2012 03:28
9 0

Quote

Der Aufsichtsrat besteht zu zwei Dritteln aus Vertretern der Anteilseignern und zu einem Drittel aus Arbeitnehmervertretern. Wenn Frauen mehr Aufsichtsratsitze wollen, sollen sie

(1) Aktien kaufen, zur Jahreshauptversammlung hingehen und Frauen in die Aufsichtsräte wählen. Derzeit ist der Aktienbesitz großteils männlich, ist ja klar, dass Männer bevorzugt andere Männer in den AR wählen.

(2) Druck auf die Gewerkschaften machen. Frauen sind bei den Arbeitnehmervertretern im AR stark unterrepräsentiert, wann machen die Gewerkschafter endlich halbehalbe?

10 0

Um Gottes Willen,

...was soll denn das schon wieder?
Auf diese Art werden sich Frauen in gehobenen Positionen immer schwerer tun und nicht für voll genommen werden.
Alle unter dem Verdacht nur der verdammten Quote wegen ihren Posten erreicht zu haben.
Und das soll jetzt EU-weit gesetzlich verankert werden?
Das passt gut zur Gurkenkrümmung , zu den aufgehobenen standardisierten Verpackungsgrößen und zu den quecksilberhaltigen Lampen, die jetzt in der EU zwangsverordnet unsere Gesundheit gefährden.
Die Eu zerstört nicht nur unsere Finanzen sondern auch unser gesamtes Leben.
Zum Teufel damit!

Frauenquote ?

Von mir aus ! Sie sollten dann auch was auf dem Kasten haben,
und nicht nur dort sitzen weil es so gerechter ist.
Schließlich kommt gute Arbeit auch den Frauen zu gute.
Nur bei gleich guter Kompetenz Frauen,ansonsten von mir aus auch
Außerirdische,das Resultat muß passen !

12 0

Raus aus der EU.

Schnell. Und diese Reding hat schon mehrmals bewiesen, daß sie besachwaltert gehört.

10 0

EU plant Frauenquote

Wer bremst diese außer Kontrolle geratenen Bürokraten endlich ein???

Schmeißt 50% der EU-Beamten raus, dann können sie sich nur noch um wesentliche Dinge kümmern.

Gast: Ich bin auch dafür
02.09.2012 21:07
8 0

aber erst wenn

ich auf jeder Autobahn- oder sonstiger Baustelle gleich viele Frauen wie Männer sehe.
Dia auf dem Bild da oben wäre wohl besonders geeignet....
Für Easyjobs möchgte ich auch eine Quote, etwa bei Lehrer(innen)...

In den Aufsichtsräten sollten Qualifizierte sitzen,

also weder irgendwelche Gerwerkschaftsbonzen, noch Quotinnen. Der ganze P.C.-Unfug ist eigentlich nur ein Zeichen der Dekadenz.

Gast: gast55
02.09.2012 20:36
5 0

warum ist das eine frauenquote

warum soll die nicht auch in umgekehrten fällen gelten??

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/frauenquote-ndr-fuehrt-30-prozent-maennerquote-ein-a-853377.html

da kann man lesen, wenn es sich um eine geschlechterquote von 30% handelt, dann ist das eine männerquote lt zeitung

"Ebenfalls verärgert über die Dienstvereinbarung ist das Frauen-Netzwerk ProQuote Medien e.V.. Der Zusammenschluss von Journalistinnen setzt sich für mehr Frauen in mächtigen Medienpositionen ein. Auch ProQuote Medien verlangt zwar eine 30-Prozent-Quote - allerdings nur für Frauen und in Führungspositionen."

ich träume

von dem tag, an dem man wegen seiner fähigkeiten eingestellt wird, nicht wg seines parteibuches, aufgrund einer proporzvereinbarung oder quotenregelung.

16 0

Bin für eine Frauenquote bei der Wehrpflicht!

Ups, ich hoff ich hab damit jetzt nichts falsches, für Frauen diskriminierentes geschrieben !

7 0

Re: Bin für eine Frauenquote bei der Wehrpflicht!

Auch bei der Müllabfuhr, Kanalräumung, im Haus- und Straßenbau etc. Es gibt viele Berufe, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Man sollte fordern, dass sie dort auch ihre Quoten erfüllen.

Wenn die EU solche Forderungen stellt, dann sollte sie auf Anfrage auch die qualifizierten Frauen dafür liefern. Oder man muss einige Aufsichtsratsposten für Frauen reservieren und freihalten bis sich geeignete dafür gefunden haben.

 
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