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Slowenien droht im Oktober die Pleite

02.09.2012 | 18:26 |   (Die Presse)

Österreichs Nachbarland Slowenien kann seine Rechnungen nur noch wenige Wochen begleichen. Bislang versicherte die slowenische Regierung stets, die Probleme aus eigener Kraft meistern zu können.

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Wien/Apa/Red. Sloweniens Ministerpräsident Janez Jansa schlug am Wochenende Alarm: „Im Oktober droht die Zahlungsunfähigkeit, wenn es uns nicht gelingt, Anleihen zu verkaufen.“ Doch laut Jansa sei eine Geldaufnahme derzeit „praktisch unmöglich“. Es ist das erste Mal, dass Jansa in der Öffentlichkeit vor einem Bankrott warnt.

Bislang versicherte die slowenische Regierung stets, die Probleme aus eigener Kraft meistern zu können. Dabei zeichnet sich die Schieflage seit Längerem ab. Die Ratingagenturen Standard & Poor‘s, Moody‘s und Fitch stuften Anfang August die Bonität der früheren jugoslawischen Teilrepublik herab. Als Gründe nannten sie die schlechte Verfassung des slowenischen Bankensektors und das Zögern der Regierung, die Probleme in Angriff zu nehmen.

Die Renditen für zehnjährige slowenische Staatsanleihen kletterten zeitweise über die kritische Marke von sieben Prozent. Erschwert wird die Situation durch eine innenpolitische Krise. Die Koalitionsregierung kann sich nicht auf dringend notwendige Reformen einigen.

Höheres Defizit in Portugal

Auch in Portugal gibt es neue Probleme. Das Land wird heuer nach Einschätzung von Experten ein weitaus höheres Budgetdefizit haben, als mit den internationalen Gläubigern vereinbart.

Die vorgesehenen Sparmaßnahmen reichen nicht aus, um das Defizitziel von 4,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zu erreichen, heißt es in einem Expertenbericht an Mitglieder des Budgetausschusses des portugiesischen Parlaments. Der Bericht wurde am Wochenende veröffentlicht.

Bereits im ersten Halbjahr 2012 dürfte das Staatsdefizit zwischen 6,7 und 7,1 Prozent des BIPs erreicht haben. Die Experten machen vor allem den deutlichen Rückgang an Steuereinnahmen für das Verfehlen des Sparziels verantwortlich. Der Bericht kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Vertreter der internationalen Gläubiger aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank haben in der Vorwoche ihre fünfte Mission in Portugal begonnen, um die Umsetzung des zugesicherten Sparprogramms zu überprüfen.

Das Reformprogramm war Bedingung für die Gewährung internationaler Finanzhilfen in Höhe von 78Mrd. Euro.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.09.2012)

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282 Kommentare
 
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Raus aus dem Euro, und zwar alle kaputten Staaten, ehe Deutschland, Holland, Österreich und Finnland mit in den Abgrund gezogen werden.

Es reicht, weiterzumachen ist verantwortungslos, da die Schulden exzessiv steigen und in Wahrheit der Konkurs da ist. Zahlen sollen aber - auch in Österreich - jene, die Eigentümer der mies geführten Banken sind. Der Crash Sloweniens war absehbar, also tragt ihr Herren Bankchefs die Verantwortung für eure Spekulation. Und die Eigentümer haben zu haften und NICHT DER STEUERZAHLER.

vielleicht können wir ihnen ja etwas land abkaufen

dann hätte österreich wieder einen meerzugang, wer weiß wofür der mal nützlich sein wird!

Antworten Gast: Senfdazugeber
03.09.2012 12:28
1 0

Re: vielleicht können wir ihnen ja etwas land abkaufen

Wie sollen wir Ihnen Land abkaufen ? Wir haben auch nichts übrig auszugeben. Wir sollten Ihnen noch Kärnten mit allen Haftungen unterjubeln wenn Sie schon pleite gehen......

Re: Re: vielleicht können wir ihnen ja etwas land abkaufen

aber des zahlen ja trotzdem wieder wir D))

Gast: sags mit goldman.
03.09.2012 10:57
2 0

Slowenien droht im Oktober die Pleite

ohne bankrottierende staaten kommen unsere investoren nicht günstig ans immobile staatsvermögen.

Alle politisch Verantwortlichen...

....die für eine Teilnahme von Slowenien am Euro-Raum stimmten, vor den Vorhang!
Aber nicht um sie zu beklatschen, sondern um, nachdem der Vorhang zur Seite gezogen wird, sie mit der dahinter stehenden Guillotine zu enthaupten.
Volksvermögenvernichter!

Gast: Raffzahn Schani
03.09.2012 10:30
1 0

peanuts


Wieso ist denn der Bankensektor überall so marode?

http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/453406/182-Billionen-Euro-faule-Werte-vergiften-europaeische-Banken

Zahlen die Völker gar die Spielschulden der Herrschaft ab?


Antworten Gast: sdfdsa
03.09.2012 11:31
0 0

nahezu jeder staatenbund wurde durch einen krieg zum bundesstaat

oder schon als solcher gegründet (Ö,D).
selbst die schweiz hatte ihren sonderbundeskrieg (http://de.wikipedia.org/wiki/Sonderbundskrieg).

da laut sun tzu nur eine idiot kriege mit waffen führt machen wir das jetzt unblutig mit geld.
verfestigt das großkapital seine herrschaft gleich direkt - statt den mühevollen umweg über waffenindustrie nehmen zu müssen.

einfach, technokratisch, alternativlos, eu.
ein friedensprojekt eben.
so machen WIR das.

p.s.: seltsam dass noch nie analysiert wurde wessen summen es sind die gegen den euro wetten und den "reaktionszwang" ergeben, wo doch die fundamentaldaten des euroraums trotz allem viel besser sind als die des dollars. wer würde schon wirklich gegen seine eigenen interessen handeln wenn es ums geld geht ?


"Slowenien kann seine Rechnungen nur noch wenige Wochen begleichen."

Macht nichts! Wir springen ein. Dazu ist die Euro-Zone ja da. Sie macht uns reicher, heißt es. Vor allem jene, die ihre Rechnungen nicht aus eigener Tasche bezahlen.

Die Euro-Zone funktioniert nach dem ehernen Prinzip: Die Anständigen sind die Dummen.

Gast: Wie bestellt so geliefert
03.09.2012 10:24
2 1

Das vergönne ich

der EU und den 66% (denen man eingeredet hat mit reden zu dürfen und lieber gemeinsam als einsam zu sein), dass sie sich den Pleitekanditaten Slowenien den sie sich erst vor einigen Jahren an Bord geholt hat jetzt versucht künstlich am Leben zu erhalten. Und der Sp(schw)indliche hatte vor einigen Wochen nichts eiligeres zu tun als auch Montenegro für den Beitritt zu hoffieren.Wenn ihr jetzt nicht Strache oder Stronach wählt, dann sollen sie euch das weiße aus den Augen nehmen, bis ihr schwarz werdet und neben die Bock geht.

Tito´s showroom

Wer je das Vergnügen hatte eng mit slowenischen Firmen zusammenzuarbeiten, weiss dass dieser "Slowenien, der Showroom Tito´s für den Westen" ein hoffnungsloser Fall von Freunderlwirtschaft und bauernschlauen Netzwerkern ist.

In gewisser Hinsicht sehr ähnlich mit ihren geliebten nördlichen Kärntner Nachbarn.

Gast: vikkal
03.09.2012 09:45
7 0

Ohne EUdSSR wären die Chaosstaaten bankrott.

Mit EUdSSR sind wir alle bankrott.

Raus aus dem Verein!

Antworten Gast: Ernster_gast
03.09.2012 21:16
0 1

Re: Ohne EUdSSR wären die Chaosstaaten bankrott.

...und immer noch nicht gecheckt, dass das Grundübel das Geldsystem ist. Schuldenkrise=Guthabenkrise. Beides steigt gerade exponentiell. Haemmert das doch bitte in eure Köpfe rein. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren; wenn sie das mit ihrem süssen EUDSSR gemeint haben, dann haben wir wohl weltweit Kommunismus.

ISLAND

ist auf dem Weg der Besserung. Warum?? Dort ließ man die Pleite banken einfach Pleite gehen. Die landeseigene Währung wurde um 50% abgewertet, Kapitalmarkt Beschränkungen wurden eingeführt, die Zusammenareveit mit dem IWF wurde auf ein Minimum reduziert. Dieses Land zeigt dem ewig zaudernden Europa auf, wie es tatsächlich geht, aus der Krise zu kommen. Aus eigener Kraft!!

Gast: Onkel Hans
03.09.2012 09:19
5 0

LOL


Weiterhin SPÖVP wählen ... die waren so geil darauf, bei diesem Verein dabei zu sein.

Demnächst in diesem Theater: Weiberquoten für die Industrie!

LOL

Komisch. Ich hab's schon im Mai erwartet

EU nimmt ja nur Pleitekandidaten auf. Die größte Charity Aktion aller Zeiten.

Gast: Anders betrachtet
03.09.2012 09:03
2 3

Gretchenfrage


Warum sind die Staaten alle bei den Banken verschuldet, warum schöpft der Staat das Geld nicht selber?

Warum erlaubt der Gesetzgeber den Banken die Giralgeldschöpfung quasi aus der Luft?

Warum stört das unsere Volksvertreter nicht?


Antworten Gast: Ernster_gast
03.09.2012 21:20
0 0

Re: Gretchenfrage

Vergessen sie's. Die Banken gehören ja zu den Fleissigen im System, die zurecht zu den Gewinnern gehören. Diejenigen, die nix oder wenig haben, sind die Faulen, Unanstaendigen etc.... Nach oben buckeln, nach unten treten. Sehr beliebt im Presse Forum.

Gast: euroni
03.09.2012 08:27
3 4

in die "Pleite" geht jedes EU-Land, so wie jedes andere, wenn es keine Kredite ( zu vernünftigen Zinsen) mehr bekommt

Insofern wäre es höchste Zeit die EZB das tun zu lassen, wofür sie u.a. da ist: Kredite direkt an Staaten zu vergeben, natürlich nur mit einer strenen Auflage, um wieder zu den MAX. 3% bzw 60% Gesamtverschuldungsregeln zu gelangen.

Es kann und darf nicht sein, dass nicht nur Spekulanten, sondern auch Ratingagenturen die EU-Finanzwirtschaft bestimmen oder gar zerstören.

Den Ratingagenturen gehört zudem eine Straf- Anklage samt Schadenersatzklage ins Haus, wenn sie nicht nachweisen können, dass sie bei UK, USA, Japan & anderen Staaten, die gleichen Maßstäbe anlegen.

Unsere Regierung, die uns mit dem Euro all dies eingebrockt hat, gehört in die Wüste geschickt, denn dass ein Land wie zB Italien, das noch vor einigen Jahren zu den Billigländern gehört hat und erschwinglich für alle Österreicher nicht nur aufgeholt, sondern rund 20 bis 30% zu teuer und damit unerschwinglich ist für viele, ist Folge der uferlosen EU und Euro-Umverteilung.

Reallohnverluste für Österreicher, das ist der Gipfel der Regierungsinkompetenz!

Antworten Gast: sdffaa
03.09.2012 11:35
2 0

@natürlich nur mit einer strenen Auflage

danke - schon lange nicht so gut gelacht.
die strengen auflagen gibt'S schon längst, der letzte MANN in der EZB der dafür eintritt sie einzuhaltne wird gerade mit hilfe von merkel und einem zweiten deutschen hinausgemobbt.
wo kein kläger dort kein richter - was für ein pech aber auch

Re: in die "Pleite" geht jedes EU-Land, so wie jedes andere, wenn es keine Kredite ( zu vernünftigen Zinsen) mehr bekommt

Die Aufgabe der EZB ist es, die Inflationsrate tief zu halten.

Kategorisch ausgeschlossen ist die direkte Finanzierung der Staaten.
Das ist auch gut so, sonst würde Staat einfach Geld drucken und die Bürger einfach enteignen, genau dann, wenn es ihm passt.
Aktuelles Beispiel ist Simbabwe, wo ein möglicher Wirtschaftlicher Aufstieg auf Jahre hinaus unmöglich gemacht wurde.
Eigentlich sollte sich die EZB aus dem Problem ganz heraushalten.
Dass dies besser wäre, hat Schweden in den 90ern und Lettland in den 2000ern gezeigt.

Die Lenin-Rethorik, die sie hier anschlagen hat in Russland Millionen von Menschen das Leben gekostet. Es gibt also sehr gute Gründe ihrem Vorschlag nicht Gehör zu schenken.

Antworten Antworten Gast: Nachdenken ....
03.09.2012 09:25
0 0

Re: Re: in die "Pleite" geht jedes EU-Land, so wie jedes andere, wenn es keine Kredite ( zu vernünftigen Zinsen) mehr bekommt


http://www.monetative.de/?page_id=61

"Vollgeld":

http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/vollgeld-iwf-forscher-spielen-radikale-bankreform-durch/7008170.html

Gast: Johan Meltini
03.09.2012 08:14
0 7

Slowenien - Herzeigeneoliberalismus

Unter der Fuchtel der EU installierte das Land brav seine Flattax und einen mikrigen Sozialstaat. Nun ist das Experiment in den Sand gerattert. Die erwartete steuerkonkurrenziale marktgetriebene Industrialisierung und der damit erwartete Aufschwung sind bloße Hoffnungen geblieben. Nun reiht es sich in die Reihen der Buhstaaten am Mittelmeer. Einfach grotesk.

Gast: seufz1
03.09.2012 08:10
4 2

Euro rückabwickeln

Kann man dieses Projekt Euro nicht irgendwie wieder stoppen und rückabwickeln - nicht nur für einzelne Staaten sondern für alle! - und wieder die nationalen Währungen einführen? Das wird sicher eine Rosskur, aber mir scheint das Klima innerhalb der Euroländer schon so giftig zu sein, dass es vielleicht gescheiter wäre einen gemeinsam geschaffenen Irrweg wieder rückgängig zu machen, als man beschuldigt sich ständig gegenseitig und hetzt die Völker gegeneinander auf.
Und mit Verlaub, wer hatte überhaupt die Idee zu dieser gemeinsamen Währung? Ganz sicher nicht die Griechen, Portugiesen, Iren, Slowenen...und ich persönlich möchte nicht mit dem mächtigegen Deutschland in einer gemeinsamen Währung übrig bleiben - das ist mir zu gruselig. Die Bindung des Schillings an die DMark ist da noch ganz was anderes.
Es gab mal einen ehemals kommunistischen Staat, in dem zwei Völker lebten, die sich, sicher nicht ohne Schmerzen, aber doch friedlich voneinadner getrennt haben. Und es gab einen ehmals kommunistischen Vielvölkerstaat, der sich in jahrzehntelangen kriegerischen Auseinandersetzungen schmerzhaftest aufgelöst hatte.
Wenn die Völker der EU mehrheitlich der Meinung sind, dass das Projekt Euro gescheitert ist, dann wird über kurz oder lang niemand daran vorbeiregieren können. Es werden in den Einzelstaaten Männer an die Macht kommen, die den Hetzern des ehemaligen Jugoslawiens um nichts nachstehen werden und den Zerfall mit aller Gewalt einfordern werden.

Re: Euro rückabwickeln

@SEUFZ!

Wie soll eine Staatschuldenkrise ein Problem des Euros sein?
Diese Problem haben sich die Staaten ganz selbst eingebrockt.
Der Euro macht nur jetzt Maßnahmen notwendig, die sie sonst in viel größerem Ausmaß in 5 Jahren hätten.

Die Österreicher haben bis jetzt das Problem nicht, weil der Schilling an die Mark gebunden war, und wir es gewohnt sind, einer viel stärkeren Währung hinterherzulaufen.

Gäbe es keinen Euro würden wir bereits seit 2008 eine strikten Sparkurs brauchen, weil uns eine starke Mark in die Ecke treiben würde.

Natürlich würden FPÖler die Trennung der fixen Koppelung fordern, ohne zu beachten, dass die Aufgabe der Währungssouveränität der Grund ist, warum die österreichische Wirtschaft so stark und erfolgreich ist.

Dass der Staat diese Quelle verschwenderisch nutzt, dafür kann der Euro gar nichts.

Gast: SchoenerPerni
03.09.2012 08:09
4 1

Luege

Wollt ihr jetzt bitte endlich alle glauben das nur mit der EU alles besser wird und nur der Euro uns allen Wohlstand gebracht hat. Unsere Politiker sind unsere besten Freunde sind und die bruesseler Beamten wollen nur uns dienen.

 
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