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Firmen bereiten Euro-Austritt Athens vor

03.09.2012 | 17:21 |   (Die Presse)

Was passiert, wenn Athen aus dem Euro austritt? US-Firmen arbeiten bereits an Notfallplänen, die unter anderem Bargeldlieferungen per Zug vorsehen, um lokale Angestellte in Griechenland bezahlen zu können.

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Athen/New York/AG. Es wird – wieder einmal – eine spannende Woche für Griechenland: Am Mittwoch soll ein 11,5-Milliarden-Euro schweres Sparpaket beschlossen werden, ab Freitag prüfen wieder die Kontrollore von IWF und EZB, und nächste Woche trifft die Troika mit der Athener Regierung zusammen.

Doch den Bemühungen, Griechenland vor dem finanziellen Ruin zu retten, geben US-Firmen wenig Chancen. Sie bereiten sich nämlich bereits auf einen Euro-Austritt des Landes vor, wie die „New York Times“ in ihrer Sonntagsausgabe berichtet hat.

„Wir wappnen uns für das Schlimmste“, erklärt John Gibbons von der Investmentbank JPMorgan Chase in der Zeitung. Die Bank hat für einige US-Firmen Konten eröffnet, die für eine neue griechische Währung reserviert sind. So soll sichergestellt werden, dass Zahlungen in Griechenland weiterhin möglich sind. Ein Mitarbeiter von PricewaterhouseCoopers hat gesagt, manche Firmen planten, Mitarbeiter „mit 50.000 Euro im Zug nach Athen zu schicken“, um lokale Angestellte bezahlen zu können.
Die Notfallpläne gehen davon aus, dass ein Austritt an einem Freitag nach Börsenschluss bekannt gegeben würde. Die Banken blieben geschlossen, Geldabhebungen wären nicht möglich.

Manager glauben an Austritt

„Vor 15 Monaten, als wir uns mit dem Szenario beschäftigten, dachten wir noch, es sei unmöglich“, sagte Heiner Leisten von der Boston Consulting Group. „Jetzt ist es nicht mehr undenkbar.“

Investmentbanken erklären, es gebe „einige Dutzend“ Firmen, die sich auf massive Probleme in der Eurozone vorbereiteten. Namen wollte niemand nennen, unter anderem soll aber der US-Autobauer Ford sein Computersystem so adaptiert haben, dass es mit einer neuen Währung zurechtkommt. Das Kreditkartenunternehmen Mastercard versicherte, man könne das System „binnen einem Tag oder zwei Tagen“ umstellen.

Durchgespielt werden laut Carole Bernd von Merrill Lynch drei Szenarien: der Austritt Griechenlands oder eines einzelnen anderen Landes, der Austritt mehrerer Länder und ein völliger Zusammenbruch der Eurozone.

Manager und die Bevölkerung geben Griechenland jedenfalls wenig Chancen: Die Beratungsfirma Roland Berger befragte im Juni und Juli 600 Vorstände und Geschäftsführer europäischer Firmen. 61 Prozent erwarten demnach, dass Griechenland die Eurozone verlässt.

Und laut „Financial Times“ geht mehr als ein Viertel der Deutschen davon aus, dass Griechenland seine Kredite nie zurückzahlen wird. Nur 25 % sind für einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone (die Aussagekraft ist freilich fraglich, weil die Umfrage online durchgeführt wurde und lediglich 1000 Menschen aus fünf verschiedenen Ländern teilnahmen).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.09.2012)

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46 Kommentare
 
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Tja, diese Realität wird bitter für alle die unsere Prediger

Faymann, Spindelegger, Nowotny, Fekter, Karas, uva.

Wie werden sie uns das erklären?

Gast: EFF EFF
04.09.2012 09:54
0 0

Ein Königreich für eine Billion!

Nachdem der wohlhabenden Korruptionschicht reichlich Zeit und ein paar elfstellige Pipifax-Beträge geschenkt wurden, um Vermögen aus Griechenland heraus zu bringen, beruft sich Giuliano Noci mit der Androhung drakonischer Maßnahmen nun auf einem der scheusslichsten Tyrannen der antiken Geschichte um das Volk bei der Stange zu halten.

Das alles soll von den Imensen Problemen

des Dollar und Yen ablenken, die noch deutlich schlechter dastehen als der Euro.
Und warum hat die Schweiz wohl den Euro "eingeführt", als sie den Franken an den Euro gebunden haben und nicht an den Dollar? Weil sie wissen, dass alleine Europa noch echte Substanz hat und die USA nur noch eine reine Spekulationsblase sind.


Re: Lesen´s nachstehenden Artikel...

Ist genau das was ich sage: Die Schweiz bindet sich bewusst an den Euro. Und die verstehen was vom Geld. Fast drei mal soviele Euros wie Dollar, hat sie als Devisen. Das sagt doch was aus.
Und ein Detail am Rande: Zu Ostern konnte (oder wollte) die SNB den Kurs von 1,20 nicht verteidigen und er rutschte für Sekunden zwei mal drunter. Das führte dazu, dass in den Folgemonaten ein Vielfaches an Franken gekauft wurde. Falls die SNB den Kurs nicht halten kann (und wenn ein paar große Player das wollen, dann hat auch die Schweiz keine Chance), dann sieht es für die Schweiz nicht gut aus. Die eigene (unabhängige) Währung ist in der heutigen Zeit ein Märchen und wie man sieht kann ein Land von den Finanzmärkten ganz schön in die Mangel genommen werden. Das Wirtschaftswachstum in der Schweiz wird zum größten Teil nicht dort erwirtschaftet und spiegelt daher nicht direkt die Leistungsfähigkeit der Schweiz wider. Die Zahlen sind mit großer Vorsicht zu genießen!

Antworten Gast: machmuss verschiebnix
03.09.2012 20:32
1 1

Re: Das alles soll von den Imensen Problemen

Sie haben völlig recht - und das einzige, was die Amis den
meisten Eu-Staaten voraus haben, ist "strong leadership" , denn
die Europäer sind en gros "kopflos" .


Re: Re: Das alles soll von den Imensen Problemen

Ja, ein zerstrittener Haufen von selbstverliebten Möchtegern-Staatsführern, die lieber gegeneinander als miteinander arbeiten.
Die USA haben sämtliche Substanz verloren:
Bildung nur noch für Reiche, Gesundheit nur noch für Reiche, Industrie ins Ausland ausgelagert, Rohstoffe nicht mehr vorhanden (Öl und Gas sind aus), Sozialer Frieden nicht vorhanden, Kriminalität extrem hoch, wie in einem Entwicklungsland, Rüstungsausgaben enorm wie in einem totalitären Regime, Infrastruktur am Boden (Strom, Wasser, Eisenbahn, Autobahnen, alles kaputt) und Schulden bis über beide Ohren. Nur noch am IT-Sektor und da auch nur bei Software sind sie führend. Die Frage ist wie lange noch?

Re: Re: Das alles soll von den Imensen Problemen

Ja, ein zerstrittener Haufen von selbstverliebten Möchtegern-Staatsführern, die lieber gegeneinander als miteinander arbeiten.
Die USA haben sämtliche Substanz verloren:
Bildung nur noch für Reiche, Gesundheit nur noch für Reiche, Industrie ins Ausland ausgelagert, Rohstoffe nicht mehr vorhanden (Öl und Gas sind aus), Sozialer Frieden nicht vorhanden, Kriminalität extrem hoch, wie in einem Entwicklungsland, Rüstungsausgaben enorm wie in einem totalitären Regime, Infrastruktur am Boden (Strom, Wasser, Eisenbahn, Autobahnen, alles kaputt) und Schulden bis über beide Ohren. Nur noch am IT-Sektor und da auch nur bei Software sind sie führend. Die Frage ist wie lange noch?

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Trotzdem

wundert es mich warum der Euro immer noch steigt obwohl angeblich die Milliarden von Europa nur so nachAmerika fließen. Merkwürdig ist das schon. Aber vielleicht gilt auch hier: Dementiert und abgelenkt wird bis die Bombe platzt.

1 0

Hilfspaket

Die bekommen sowieso das Hilspaket, weil die Kontrollore feststellen werden, dass sich in Griechenland alles sooooo gebessert hat

Europa ist gegen die USA angetreten...


....Dollar vs Euro.

Wie´s ausgeht wissen wir bereits:

Der Euro wurde durch falsches Management derart augeknockt und liegt im Koma.


Re: Europa ist gegen die USA angetreten...

sie wollten den Dollar killen.

Antworten Antworten Gast: Bärenfalle...
03.09.2012 19:39
2 0

Re: Re: Europa ist gegen die USA angetreten...

Wenn man mit den "big dogs" spielen will muss man eben auch mal das Bein heben können.

Kläffen alleine reicht da nicht.

Nach dem Euro ( so bis 2013 dürfte das Ding erledigt sein) steht übrigens der Yuan auf der Abschussliste.

Entsprechend mediales Vorbestellen des Ackers findet ja bereits statt.


----um eine massenhafte Kapitalflucht zu verhindern.

Wie wenn das nicht schon passiert wär.
Das mit der Rückkehr der Spareinlagen war doch eh a Gschichtl.
Kein Grieche mit( Hirn) und Geld hat selbiges auf einer gr Bank.

Gast: Novaris
03.09.2012 16:11
3 0

Natürlich

kann es sinnvoll sein, sich für alle Eventualitäten zu rüsten ---- aber
der Rauswurf oder Austritt eines Landes aus der EURO-Zone ist nicht vorgesehen.
Gerettet wird bisher unter dem Motto der
"3 Musketiere" :"Einer für ALLE, ALLE für EINEN"
Folglich werden Griechenland und andere Problemstaaten im EURO bleiben.
Die Finanzierung der Defizite und Schulden wird durch die EZB - in Verbindung mit dem ESM - geschehen.
Was sagte Herr Draghi :"Die EZB wird ALLES tun, um den EURO zu stabilisieren" --- mit dem späteren Ergebnis der Inflation und einer "Liraisierung" des EURO.


3 0

Re: Natürlich

Es ist durchaus möglich, dass sie recht haben, aber bei Politikern weiß man ebenfalls: Dementiert wird solange, bis es offensichtlich ist. Was offiziell für die Medien gesagt wird und was wirklich hinter verschlossener Tür geplant wird sind oft zwei verschiedene Welten. Was wirklich passiert weiß jedenfalls niemand (des gewöhnlichen Volkes!)und genau das ist beabsichtigt.

Gast: Presseleser
03.09.2012 16:04
4 0

„ USA bereiten sich auf Austritt aus dem Dollar vor "



Ich war in den 80er Jahren gerne auf Urlaub in diesem schönen Land mit den verschiedensten Naturlandschaften, diesen wunderbaren Nationalparks.

Heute sind die konservativen Leute dort nicht mehr auszuhalten.

Und der Gipfel ist dieses Europa- und Euro-Bashing!

ps. Nicht zu vergessen: Die Wirtschaftkrise hat mit der Immobilienblase in den USA begonnen und sich wie ein Geschwür ausgebreitet.




Re: „ USA bereiten sich auf Austritt aus dem Dollar vor "

es wurden Eisenbahnschienen verkauft und zurück geleast,sind die die das verantworteten eigentlich schon bestraft? ein weiteres gutes Geschäft für uns.

Re: „ USA bereiten sich auf Austritt aus dem Dollar vor "

@Presseleser:
"Die Wirtschaftskrise hat mit der Immobilienblase in den USA begonnen und sich wie ein Geschwür ausgebreitet"

Prinzipielle korrekt, aaaber:

sie hat die EUROPÄISCHEN Blasen, darunter die SPANISCHE Immobilienblase, schonungslos an die Oberfläche gespült! Also sind an dem Desaster nicht nur die USA schuld!

Gast: europasbürgerverarmen
03.09.2012 16:03
12 0

GRB, Finnland, D und die USA bereiten sich auf den unvermeidlichen eurocrash vor. aber faymann und die SPÖ forcieren weiter eine euro schuldentransfer- und haftungsunion -auf kosten der arbeitnehmer u.asvgpensionen natürlich.


Gast: Bürger01
03.09.2012 15:28
2 0

The name of the game .....

Statt den Rest der Welt zu besch**sen und dementsprechende Katastrophenspielchen ersinnen , sollten sie sich überlegen etwas Sinnvolleres zustandezubringen .


Gast: pächter der wahrheit
03.09.2012 15:28
4 0

Das gibts doch nicht

der Werner hat doch gesagt, dass Griechenland nicht fallengelassen wird. Und die Maria auch, und der Jose Manuel auch und der Jean-Claude auch.

Heisst das etwa die Politiker sagen die Unwahrheit? Oder kennen die sich bloß nicht aus?

Griechenlands neue Währung

Griechenland wird nicht zur Drachme zurückkehren. Die offizielle neue Währung wird die griechische Lefta (100 leftákia = 1 Lefta / 1 Lefta wird in etwa den Wert von 1,42 Euro haben). Inoffizielles und weiterhin gängiges Zahlungsmittel auf unilateraler Basis wird aber weiterhin der Euro bleiben, ähnlich wie in Montenegro.

Gast: Wasserlaeufer
03.09.2012 15:14
0 0

Die Tommy-Yankee Unschuldslaemmer:

Ohne diese Unschuldslaemmer gaeb es gar keine
Euro Krise:

http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_banks_acquired_or_bankrupted_during_the_2007%E2%80%932012_global_financial_crisis

Gast: Dont worry
03.09.2012 14:58
0 0

Der Dominoeffekt

ist nicht zu erwarten. Man sollte die Propaganda anlässlich der bevorstehenden Wahl nicht überbewerten. Dort sucht man Ablenkung um darauf mit dm Finger zu zeigen.
Es wird der - finanzpolitische - Dominoeffekt genausowenig eintreten, wie jener strategiepoltische eintrat, der in den 50igern beworben wurde.

Gast: vito c
03.09.2012 14:37
1 0

viel spass

ich wünsche jedem viel vergnügen und eine ruhige reise mit einem koffer voller geld durch den balkan zu reisen. was glauben die amis, wie weit sie wohl kommen werden? bis belgrad vielleicht.

 
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