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Slowenien: Der Absturz eines Musterschülers

03.09.2012 | 17:46 |  Von Christian Höller (Die Presse)

Sloweniens Regierung, die aus fünf Parteien besteht, kann sich nicht auf notwendige Sparmaßnahmen einigen. Gibt es bis zum Herbst keine Einigung, dürfte das Land um Milliardenhilfen bei der EU ansuchen müssen.

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Wien/Laibach. Ende der Vorwoche schockte der slowenische Ministerpräsident Janez Jansa seine Mitbürger und die anderen Euroländer mit der Aussage, dass Slowenien bis Oktober die Zahlungsunfähigkeit drohe, „Die Presse“ berichtete. Am Montag sagte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel, Slowenien habe zwar noch keinen Antrag auf Finanzhilfe durch die Union gestellt, man stehe aber in engem Kontakt zu den Behörden in Laibach. Doch warum stürzte das ehemalige Musterland innerhalb weniger Jahre in eine schwere Krise? „Die Presse“ hat die Antworten:

1 Slowenien war einst ein Musterland. Warum steckt Österreichs Nachbar in der Klemme?


Slowenien erfüllte einst alle EU-Stabilitätskriterien und führte 2007 als erster Staat nach der EU-Osterweiterung den Euro ein. Heute wird Slowenien das „Spanien Zentraleuropas“ genannt. In beiden Ländern ist nicht so sehr die Staatsverschuldung, sondern der Bankensektor das Problem. In den vergangenen vier Jahren verdoppelte sich in Slowenien die Staatsverschuldung auf 48 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Sie ist damit aber immer noch niedriger als im restlichen Europa.

Allerdings setzte nach dem EU-Beitritt – beflügelt von niedrigen Zinsen – ein Bauboom ein. Die Banken waren bei der Kreditvergabe äußerst großzügig. Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise platzte die Bau- und Immobilienblase. Fast alle großen slowenischen Baufirmen gingen in Konkurs. Laut Angaben der Zentralbank in Laibach waren Ende 2011 über 18 Prozent der Firmenkredite ausfallsgefährdet. In der Baubranche sind es sogar 50 Prozent.

2 Warum waren die Banken bei der Kreditvergabe nicht vorsichtiger?


In Slowenien gibt es eine enge Verflechtung zwischen Staat und Wirtschaft. Im Gegensatz zu anderen Ländern Osteuropas wurden die führenden Banken nicht privatisiert. Kredite wurden auch nicht immer nach marktwirtschaftlichen Kriterien, sondern nach politischem Einfluss vergeben. Neben den Banken mischt der Staat auch bei vielen anderen Großkonzernen mit.

3 Wie viel Geld braucht Slowenien? Wie gefährlich ist das Land für die Eurozone?


Schätzungen zufolge kostet die Sanierung des slowenischen Bankensektors zwischen zwei und fünf Mrd. Euro. Trotz vieler Ankündigungen hat die Regierung in Laibach noch keine Bestandsaufnahme über den Geldbedarf der Institute vorgelegt. Für die EU sind die Probleme in dem zwei Millionen Einwohner zählenden Land überschaubar. Denn es würde voraussichtlich nur einen einstelligen Milliardenbetrag aus dem Euro-Rettungsschirm benötigen. Zum Vergleich: In Spanien geht es um bis zu 100 Mrd. Euro.

4 Warum führt Slowenien nicht dringend notwendige Wirtschaftsreformen durch?

Sloweniens Mitte-rechts-Regierung besteht aus fünf Parteien, die sich nicht über Reformen des Pensionssystems und des Arbeitsmarktes einigen können. Die Pensionistenpartei legt sich beispielsweise gegen Einschnitte bei den Renten quer. Jansas Warnung vor einer Pleite des Landes war daher in erster Linie innenpolitisch motiviert. Auch über die Sanierung des Bankensektors wird gestritten.

Jansa warnte die anderen Parteien vor einer Fremdbestimmung durch die Troika (EU, EZB und IWF), falls er mit seinem für Herbst geplanten Sparprogramm scheitert. „Jede slowenische Regierung wird immer noch viel sozialer sein als das mildeste Diktat der Troika“, so der Regierungschef. Für die von der EU vorgesehene Schuldenbremse braucht Jansa auch die Zustimmung der Opposition. Doch diese legt sich quer. Jansa ist erst seit dem Frühjahr 2012 im Amt. Er hat zuvor als Oppositionschef ebenfalls alle Reformen der früheren Mitte-links-Regierung abgelehnt.

5 Kann Slowenien noch Geld auf den Finanzmärkten aufnehmen?


Alle führenden Ratingagenturen haben in den vergangenen Wochen die Kreditwürdigkeit des Landes herabgestuft. Die Renditen für zehnjährige slowenische Staatsanleihen sind zuletzt auf fast sieben Prozent gestiegen und haben damit das Zinsniveau von spanischen Anleihen erreicht. Laut Jansa sei eine Geldaufnahme zu diesen Konditionen „praktisch unmöglich“.

Finanzminister Janez Sustersic sagte am Sonntagabend, man wolle sich Geld vom US-Markt holen und plane im Oktober oder November die Emission einer Anleihe im Volumen von 1,5 bis zwei Mrd. US-Dollar. Doch auch US-Investoren werden dafür hohe Zinsen verlangen. Platzt die Transaktion, wird Slowenien um einen Hilfsantrag bei der EU nicht herumkommen.

6 Sind von der Krise auch österreichische Banken und Firmen betroffen?

Österreichs Großbanken sind in Slowenien vertreten, allerdings spielen sie dort angesichts des Einflusses der Staatsinstitute eine untergeordnete Rolle. Raiffeisen, Kärntner Sparkasse und Bank Austria betonen, dass für sie die Lage in Slowenien kein Problem darstelle. Österreich ist der mit Abstand größte Investor in Slowenien und stellt mit 5,7 Mrd. Euro knapp 50 Prozent der Auslandsinvestitionen.

Laut Christian Miller, dem Handelsdelegierten der Wirtschaftskammer in Laibach, sind rund 700 österreichische Firmen in Slowenien tätig. Doch diese seien nicht beunruhigt, da es sich hier primär um eine Bankenkrise handelt. Österreich exportierte im Vorjahr Waren im Wert von 2,3 Mrd. Euro nach Slowenien – fast so viel wie nach China. Nur wenige Konzerne produzieren in Slowenien, weil es dort ein relatives hohes Lohnniveau und hohe Lohnnebenkosten gibt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.09.2012)

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220 Kommentare
 
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Gast: na sowas
05.09.2012 06:15
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ESM privat

Aufgrund eines Schicksalschlages (plötzliche Scheidung) hatte ich vor 10 Jahren plötzlich etliche 1000 Euro Schulden für die meine Familie sehr rasch aufkommen mußte (konnte),

Es war sozusagen mein persönlicher "Rettungsschirm"

Gottseidank hatte ich dadurch vorübergehend Liquididät, ansonst wäre mein Leben (frisch eingerichtete große Wohnung usw.) zusammengekracht.

also sehe ich durch ESM usw. durchaus Vorteile.
JETZT, 9 Jahre ununterbrochener Beschäftigung später (bin eingefleischter Single ... ) , könnte ich das sowas von locker zurückzahlen und müßte nichtmal auf Auto oder Urlaub verzichten ! Für mich ist daher der Rettunsschirm für Spanien und Griechenland NICHT das Problem, sondern die fehlende PERSPEKTIVE dieser Staaten !

Re: ESM privat

sie beschreiben einen schicksalsschlag, der nach seiner typischen eigenschaft, unvorhergesehen eintritt. in diesem fall hilfe zu erhalten ist nicht das problem und richtig. es darf jedoch nicht sein, dass fahrlässig herbeigeführte überschuldung zum problem der anderen wird.

Es war wieder an der Zeit

eine neue Schockwelle loszutreten, da es viel zu ruhig in den Sommermonaten zum Thema Krise wurde. Auch über den ESM wurde viel zu wenig diskutiert. Aber man muß den EU-Politikern ja schließlich auch mal eine Auszeit gönnen. Die können ja nicht Tag und Nacht and er Zerstörung - Rettung - Europas arbeiten. Kaum zurück aus den wohlverdienten Ferien, schon gehen die Horrormeldungen wieder los. Schon wieder ein Land pleite. ESM-Rettungsschirm wo bist du? Warum ist in Deutschland immer noch nichts entschieden? Warum wir den Druck noch nicht genug erhöht? Sind die Gelder noch nicht beim BVG eingetroffen? War es zu wenig? Ok, nächste Horrormeldung losschicken. Vielleicht hilft das. Slowenien ist sicher nicht pleite. Die lächerlichen 5 Mrd. Euro, die die Banken benötigen bekommen die locker auch ohne ESM geborgt. Sollte der ESM in Deutschland durch das BVG gekippt werden, bin ich mir sicher, daß Frankreich als nächster Pleitekandidat auftreten wird, um den Druck nochmal massiv zu erhöhen. Mal schaun, was dann passiert

Gast: B.Steirer
04.09.2012 18:16
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Janez Jansa & Co

Alle wissen ganz genau, Janez Jansa ist ehemalige Kommunist!Haben wir was anderes erwartet? Alle Politiker haben Ihre Wurzeln in Kommunistische Partei oder sind Söhne ehemaligen Offiziere! Haben wir was anderes erwartet?

Gast: spidi
04.09.2012 17:58
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agnes

die polin konnte in D k. job bekommen weil sie kein T kent.

Gast: africano
04.09.2012 17:48
0 1

Die Dummen sterben nicht aus !!

Die Slowenen haben immer schon geschummelt, viele haben es gewusst , doch wer gut schmiert ,fährt auch gut.

Das auch noch...

Eine Polin arbeitet seit 4 Jahren in einem norwegischen Krankenhaus als Reinigungskraft. Sie muss auf der Arbeit Norwegisch sprechen. In der Pause spricht sie mit anderen Polinnen polnisch und ihr wird gekündigt. Ist das der Europa, den man retten will?

Antworten Gast: Antiradler
04.09.2012 22:00
0 0

Re: Das auch noch...

Und in Österreich wirst du gekündigt, wenn du deutsch sprichst.

Antworten Gast: gasr 230
04.09.2012 17:34
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Re: Das auch noch...

norwegen ist kein eu mitglied.

Gast: Be-obachter
04.09.2012 16:41
0 1

Slowenien

war nie ein Musterschüler, sondern hat auch "alles" getan, um in den Genuss des Rettungschirms zu kommen.

Weder Euro noch Banken, ...

... sind Schuld, sondern der korrupte Staat. Der Euro ist nur die "süsse Versuchung", die Bank ist nur der "kleine Angestellte" des Staates. Wenn halbgebildete Politkarrieristen glauben, Staatsmänner zu sein, hat das Folgen! Wir sehen sie jetzt.

Antworten Gast: holifax
04.09.2012 15:34
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Re: Weder Euro noch Banken, ...

Wie kommen sie zu solch irriger Meinung?
Die Banken sind nicht" kleine Angestellte" des Staates!Der Finanzsektor bestimmt viele politische Entscheidungen.
Der Staat ist nicht korrupt ,sondern viele
Politiker,welche dann falsche Entscheidungen treffen.
Politik und Finanzwesen sind sehr eng verwoben.

Antworten Gast: Gastastast
04.09.2012 14:38
0 0

Re: Weder Euro noch Banken, ...

Die Bank ist nicht nur der "kleine Angestellte" des Staates. Die Bank ist der Ort wo am Ende auch der Staat Teile seines Geldes bezieht.

Gast: prison planet
04.09.2012 13:54
1 0


Europropaganda

Gibt man einem Mix von verschulten Staaten und sanierte Staaten zusammen. Fügt ihnen eine gemeinsame Währung zu und vermarktet es gut kommt raus:

Niedrige Zinsen für alle
Niedrige Währung (steigert den Export)
unendliches Wachstum und sichere Staatsanleihen

Sollte einmal zweifel aufkommen wird sofort dementiert z.B. " im Ostgeschäft da ist unsere zufunkt"

Bricht dann alles zusammen, kommen bei mir folgende fragen auf:

Wer hat von den ganzen langfristig profitiert?

Sind es die Griechen die ihre Kinder in SOS-Kinderdörfer abgeben? Die Auffanglager für Ausländer haben, wo sie so gut wie kein Geld dafür bekommen?

Ist es das Volk in Mitteleuropa? Also ich merke nichts davon.

Wohin gehen wir wenn ein Monti in Italien nicht Demokratisch an die spitze kommt, mit Zitat von Van Rompuy "es ist nicht die zeit für Wahlen sondern die zeit für Taten".

Ich dachte mir die EU bringt uns Sicherheit, das es nicht zu einer Diktatur kommt.

Wurden die Griechen nicht von der EU erpresst wenn sie die Linksextremen wählen?
Aber mit einem Multimillionär der offiziell keine Steuern in Griechenland zahlt, darf sich unser Barroso eine Yacht fahrt erlauben.

Warum wird nicht die EU unter die Lupe genommen?

Es geht immer nur um einzelne Länder!

Gast: Vogel Strauss
04.09.2012 13:12
1 0

Slowenien erfüllte einst alle EU-Stabilitätskriterien ...

Was die wert sind, wissen wir heute - siehe GR, I, P, E ... die haben sich genauso in den Euro geschummelt wie die Griechen!

Re: Slowenien erfüllte einst alle EU-Stabilitätskriterien ...

Nur zur Info - nicht einmal Deutschland konnte die Konvergenzkriterien bei Einführung des Euros ohne Finanztricks erfüllen. Defakto haben sich damit alle beteiligten Staaten hineingeschummelt.

Antworten Antworten Gast: Fakten bitte
05.09.2012 14:14
0 0

Re: Re: Slowenien erfüllte einst alle EU-Stabilitätskriterien ...

Das stimmt nicht!
Um Beispiele für ihre Hypothese wären Sie verlegen.

Gast: Exit
04.09.2012 12:47
5 0

Musterschüler Slowenien?

Slowenien war nur Musterschüler in Ex-Jugoslawien - auf europäischer Ebene (bei kritischer Betrachtung) bloß unterer Durchscnitt.

Gast: Der Schlüpfer
04.09.2012 12:27
3 0

1.1.2013. Österreich schlüpft auch unter den EUBanksterschirm

Jetzt mal ernsthaft, es wird uns doch keiner einreden wollen, dass "uns" (die ö.Banken) das ganze Ostgeschäft nicht mit in den Abgrund reisst?

Gast: SchiebeNick
04.09.2012 12:25
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Schwierig -

jetzt wo es kein Jugoslawien zum Ausbeuten mehr gibt.


Gast: Baur4
04.09.2012 11:30
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In ganz Europa brachte der Euro Not, Armut und Arbeitslosigkeit!

Immer mehr Staaten werden bankrott; - aber diese Typen machen weiter wie bisher.

Es wird nicht mehr lange dauern bis der gesamte Euro-Raum bankrott ist.

Bis die Griechen ihre gesamten Schulden abgezahlt haben dauert es 1.500 Jahre.

Re: In ganz Europa brachte der Euro Not, Armut und Arbeitslosigkeit!

Die Krise hat mit dem Euro nichts zu tun, die Krise wäre bei jeder anderen Währung mit großer Wahrscheinlichkeit genauso aufgetreten.
Krisen haben Zyklen.

In Zeiten der Globalisierung müssen Wirtschaftsräume erweitert werden.

Btw: Amerika hat auch fast 100 Jahre zur Einigung gebraucht. 1776 Unabhängigkeit - 1862 Bürgerkrieg

Re: Re: In ganz Europa brachte der Euro Not, Armut und Arbeitslosigkeit!

In welchem wirtschaftlichen Geschichtsbuch kann man diese Aussage nachlesen? Haben Sie sich schon mal gefragt warum Krisen gewissen Zyklen folgen? Was waren immer wieder die Auslöser?
Die aktuelle Krise ist eine absichtlich herbeigeführte Krise und hat nichts mit einem Zyklus zu tun oder angeblichen Blasen, die geplatzt sind. Bei Einführung des Euros konnte kein einziges Land die Konvergenzkriterien erfüllen - KEINES - auch nicht das so geschätzte Deutschland. Schon komisch oder? Warum hat Frankreich damals so auf die Mitgliedschaft Italiens gedrängt? Vielleicht sollte man mal alle Fakten unter die Lupe nehmen und diese Krise auch mal ohne diverse Pseudomeldungen der Medien analysieren und sich fragen, was wirklich dahinter steckt - Verschwörungstheoretiker? Unwissende? Machtgeile Oligarchen?
Milliadäre oder Ölmultis? oder Alle gemeinsam? Denken Sie mal nach

Antworten Gast: Fuori
04.09.2012 11:54
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Re: In ganz Europa brachte der Euro Not, Armut und Arbeitslosigkeit!

Lesen sie sich den Artikel noch einmal genau durch. Der Euro trägt keine Schuld an der Misere in Slowenien (oder auch Spanien, Griechenland, Italien u.s.w.). Vielmehr ist eine verfehlte Wirtschafts- und Reformpolitik jener Länder (gepaart mit einer Bankenkrise) Schuld an diesem Dilemma!


Antworten Antworten Gast: A.B.C.
04.09.2012 22:07
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Re: Re: In ganz Europa brachte der Euro Not, Armut und Arbeitslosigkeit!

Der Euro alleine ist sicherlich nicht schuld an der Miesere.
Alleine die Gemeinschaftshaftung aber und das ist durch den Euro möglich geworden, schafft es, dass wir alle nach unten gezogen werden und das schneller als uns lieb ist.
Zudem bringt der Euro noch den Effekt, dass man ja fast blöd ist, wenn man nicht so lange in den Topf fasst, solange noch was drinnen ist.
Darum ist der Euro zwar nicht schuld, aber ein probates Mittel, das die Abwärtsspirale erst richtig in Schwung bringt und war aus meiner Sicht 50 Jahre zu früh eingeführt. Zuerst hätte man die Voraussetzungen schaffen sollen, dann eine gemeinsame Währung.

 
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