Weil ein Citigroup-Analyst kurz vor dem Facebook-Börsengang Journalisten leichtfertig Auskunft gegeben hat, muss die US-Großbank nun zwei Millionen Dollar (1,53 Mio. Euro) zahlen. Die Finanzaufsicht des US-Bundesstaats Massachusetts sah in der Weitergabe von Informationen einen Verstoß gegen das Wertpapier-Gesetz.
Bei den Informationen handelte es sich nach Angaben der Finanzaufsicht vom Freitag um bankeigene Prognosen über den weiteren Geschäftsverlauf von Facebook und um die Einschätzung der geschäftlichen Risiken für das Soziale Netzwerk. Eines der Probleme dabei: Die Citigroup gehörte zu den Banken, die den Börsengang im Mai betreuten.
Analyst und sein Chef gefeuert
Der junge Analyst wurde Ende September gefeuert, wie es in den Unterlagen der Behörde hieß. Nach Informationen von US-Medien musste am Freitag auch sein Vorgesetzter gehen, ein bekannter Technologie-Analyst der Citigroup. Er hatte einem Reporter noch unveröffentlichte Einschätzungen zum Videoportal Youtube gegeben.
(APA/dpa)


