26.05.2012 17:58 | Meine Presse Merkliste 0

Die Armut holt Deutschland ein

19.05.2008 | 21:42 |   (Die Presse)

13 Prozent der Deutschen sind von Armut bedroht. Ohne staatliche Hilfe wäre es ein Viertel der Bevölkerung. Lafontaine spricht von "fortgesetztem Verfassungsbruch".

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Der „Spiegel“ spricht von einem „Armutszeugnis“. Und das ist wortwörtlich gemeint: 13 Prozent der Deutschen, also jeder Achte, sind von Armut bedroht. Konkret bedeutet das, dass diese Menschen mit weniger als 781 Euro pro Monat auskommen müssen, wendet man die gültige EU-Definition an. Ohne staatliche Hilfen würde gar jeder Vierte als arm gelten.

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Die Kluft wird größer

Besonders dramatisch ist die Lage für Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und deren Kinder sowie für Menschen mit schlechter oder fehlender Berufsqualifikation. Auf der anderen Seite des sozialen Spektrums können sich Deutschlands Reiche über Einkommenssteigerungen freuen. Mit einem Wort: Die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer.

Dies sind die dramatischen Resultate aus dem jüngsten Armuts- und Reichtumsbericht der deutschen Regierung. Oder besser gesagt einer Hälfte dieser Regierung, denn dass SPD-Arbeitsminister Olaf Scholz die Zahlen im Alleingang via „Bild am Sonntag“ an die Öffentlichkeit brachte, stieß dem Koalitionspartner CDU sauer auf: „Wir kennen nur die Details, die in der Presse stehen“, gab man sich im Familienministerium verschnupft. Und kaum waren die Zahlen draußen, entbrannte in der Großen Koalition auch schon ein Streit über die Konsequenzen, die nun daraus zu ziehen seien.

 

SPD wirbt für Mindestlohn

Die SPD nutzte gleich die Gelegenheit, um für ihr altes Konzept eines Mindestlohns zu werben. An vorderster Front Minister Scholz: „Das ist überall auf der Welt gang und gäbe, nur bei uns nicht“. Außerdem wollen die Sozialdemokraten Reiche stärker belasten. „Wir brauchen eine neue Solidarität“, fordert SPD-Sozialexperte Karl Lauterbach: „Ohne die Hilfe derjenigen mit den hohen Einkommen und Vermögen wird das nicht gehen.“

 

„Fortgesetzter Verfassungsbruch“

In die Mindestlohn-Kerbe schlug auch Oskar Lafontaine, Chef der Linkspartei, der auch gleich das Sozialstaatsgebot des deutschen Grundgesetzes verletzt sieht: „Hier wird fortgesetzter Verfassungsbruch begangen“, polterte Lafontaine gewohnt plakativ.
Doch in punkto Mindestlohn will die CDU keinen Millimeter von ihrer Position abweichen: Diese Maßnahme sei ein Arbeitsplatz-Vernichter und komme daher nicht in Frage. Dafür plädierte die CDU für eine Erhöhung des Kindergeldes und vorzeitige Steuersenkungen. Von denen wiederum der Koalitionspartner SPD nichts wissen will: „Mit mir nicht“, erteilte Finanzminister Peer Steinbrück eine Absage.

Die Presse Printausgabe, 20.5.2008

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28 Kommentare
 
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Gast: 7a aus Bergstedt (Hamburg)
08.11.2010 08:44
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Wir brauchen ein Foto für ein Schulreferat

Wir nehmen an einem Wettbewerb der Bundeszentrale für Politische Bildung zum Thema Armut teil.
Hierfür möchten wir auch ihr Bild "http://diepresse.com/images/uploads/f/8/b/384907/armm20080519220653.jpg"" target="_blank">" target="_blank">http://diepresse.com/images/uploads/f/8/b/384907/armm20080519220653.jpg" verwenden.
Dürfen wir das?
Falls ja, würden wir uns über eine Erlaubnis an die Mailadresse unseres Lehrers k@eckenhoff.de
freuen.
Vielen Dank

Leon, Nina, Lisa

Gast: yoyo-mojo
22.04.2009 19:43
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Was ist genau Armut ??

Was ist Armut?
Armut ist für mich eine aufkommende Depression, eine Hilflosigkeit im Volk das zu einer passivität führt. also allgemein das aufstreben und erkämpfen eines berufes wird gar nicht erst erarbeitet. durch die depression der armut in der man aufgewachsen ist, hat man nie die chance spüren können etwas verändern zukönnen..
meist fehlen auch keine technischen geräte oder lebensmittel.
es ist viel eher die soziale armut.
den kindern wird keine chance gegeben etwas zu erlernen, z.b. ein hobby zubesitzen oder sich weiterzubilden.
statt dessen bekommen sie teure handys und haben ein überangebot an fernsehern.
armut ist für mich soziale hilflosigkeit die sich auswirkt durch rückzug aus der arbeitswelt und den hartz 4 bereitwillig hinnehmen. aus Frustration!

freeman
22.05.2008 09:16
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Welche "Armut"?

Die heutigen "Armen" sind übergewichtiger als der Durchschnitt, nicht unterernährt.

Sie haben Wohnungen, Fernseher, Autos und konsumieren oft mehr als der vielgeschmähte "Mittelstand". Der einzige Unterschied besteht meist nur in einer schlechteren Arbeitsmoral und der Unfähigkeit, mit Geld umzugehen.

Bevor man über Armut diskutiert, sollte man sich eine vernünftige Defintion des Begriffes überlegen - die von der Sozialschickerie verwendte relative Definition ist jedenfalls absurd - niemand ist "arm", nur weil er um x% weniger verdient als sein Nachbar.

Wenn man tatsächlich materielle Mindeststandards (Wohnraum, Nahrungsmittel,...) definieren würde, käme man daraf daß das Märchen von der "neuen Armut" tatsächlich eines ist - in die Welt gesetzt von einer immer fetter werdenden Sozialbürokratie, die ihre eigne Existenz rechtfertigen will.

Ratio
21.05.2008 14:32
0 0

"Ohne staatliche Hilfen würde gar jeder Vierte als arm gelten."

Ohne staatliche Hilfe begänne der Boden keimfähig für eine Diktatur zu werden, von der die Menschen in ihrer Verzweiflung glauben, dass sie eine Besserung bringen könnte, nachdem die demokratisch gewählten Parteien - wieder einmal - versagt haben.
Erst kommt nämlich das Fressen, dann die Moral.

harbard
20.05.2008 15:25
0 0

Die Armut holt Deutschland ein

...und österreich wird dank linker augenauswischerei bald
überrollt!!

Iason
20.05.2008 15:12
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Irrglaube ist allgegenwärtig

Es gibt Menschen, die haben die Zeichen der Zeit erkannt und sich entsprechend angepasst.

Die De-Industrialisierung der deutschen Gesellschaft, hat all dies gebracht. Aber man denkt noch immer, dass Wohlstand durch Dienstleistungen alleine geschaffen werden kann...

TU Student
20.05.2008 13:37
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Deutschland ohne Armut

Man stelle sich D. ohne Armut vor: Niemand wuerde SPD/Linke waehlen. Herrlich.

Gast: Hackler
20.05.2008 12:38
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Unglaublich

Deutschland galt in den 60/70er Jahren als eines der reichsten Länder überhaupt - und jetzt steht es an der Schwelle zur Armut! Österreich hat es da besser. Wir waren zwar nie reich - dafür haben Kreisky/Vranitzky/Klima gesorgt -, aber jetzt geht es uns bei weitem nicht so dreckig wie Deutschland.

Antworten Gast: Berija
21.05.2008 11:23
0 0

Österreicht hat nicht die DDR aufgenommen

und dann das Füllhorn für alle aufgemacht, wie der dicke Helmut es getan hat. DAS war der Beginn des deutschen Elends.

Gast: Franz
20.05.2008 10:20
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Wieviele Arme verträgt ein Land, wieviele Gagenkaiser?

10, 20 oder 30 % Arme, wo ist die Grenze? Viele können trotz Vollzeitbeschäftigung nicht mehr von ihrem Lohn leben, aber unseren hochbezahlten Politikern fällt dazu einfach nichts ein. Jeder noch so dämliche Landesrat kostet Ösistan 14000 Euro im Monat aus Steuergeldern und in der Wirtschaft verdienen oft hochqualifizierte Wissenschaftler nicht einnmal die Hälfte. Wieviele Arbeiter müssen Steuern zahlen um auch nur einen Landesrat durchzufüttern und wir Idioten haben davon jede Menge weil wir ja für lächerliche 8 Mio Einwohner 9 (!) Landesregierungen brauchen. Gehts noch eigentlich dümmer? Für nur 4 Einwohner brauchen wir einen Beamter, das ist einfach irre und auf Dauer nicht finanzierbar. Dem Managerpack wirft der Staat Geld hinterher, sei es bei den ÖBB oder der OIAG, unverschämte Gagen ohne erkennbare Leistungen, von Huber bis Michaelis? Almosen für das Volk? Von einer Megapensionserhöhung von 2,6 % zu reden bei einer Infaltionsrate von 3,5% ist mehr als eine Verhöhnung.

Antworten demedici
20.05.2008 11:52
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Re: Wieviele Arme verträgt ein Land, wieviele Gagenkaiser?

Sie verstehen schon, dass im Artikel von Deutschland die Rede ist :-))

Peregrin
20.05.2008 10:04
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staatliche Hilfe

"Ohne staatliche Hilfe" gaebe es zunaechst einmal nicht jene Ausbeutung des Steuerzahlers, fuer die die Transferleistungen stets als Vorwand herhalten muessen (neben anderen vom Staat mit grosser Unfaehigkeit und Ineffizienz betriebenen "Leistungen" wie "Schulen, Strassen und Spitaeler"), daher mehr verfuegbares Einkommen bei den Konsumenten, mehr Investitionen, mehr Wachstum. Das Einkommensniveau in einer vom Staat nicht sabotierten Volkswirtschaft gestalten wuerde natuerlich ganz anders, und zwar viel besser, aussehen, als uns der Artikel weismachen will.

Ohne nasenberingtes Lumpenproletariat, das sich je nach Bedarf gegen "die Reichen" hetzen laesst, waere allerdings die Diktatur der sozialistischen Parteien bald am Ende. Daher liegt die Beseitigung von Armut nicht im Interesse der herrschenden Klasse.

Antworten Gast: grubenhund
20.05.2008 13:49
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Re: weshalb dann das ständige gejammere

der Wirtschaft über die mangelnde Kaufkraft der Nasenberingten, die mangelnde Nachfrage im Inland? Der Trend scheint ja ein Bestreben bei der Wirtschaft erkennen zu lassen, möglichst viele nasenzuberingen, um ihnen beim Stottern gerade noch genügend Futter zum Ankurbeln zu gönnen, oder eben gerade zuwenig wenn es mal rundläuft. Daher meine Frage weiter unten, wieviel Prozent Nasenberingte die kritische Masse ausmachen würden bis es so ordentlich kracht in dieser zusammengeschusterten Konstruktion, der angeblich besten denkbaren.

Antworten Antworten freeman
22.05.2008 09:19
0 0

Die "Nasenberingten" werden ja gezielt angefixt.

In einer freien Gesellschaft wäre jedem klar, daß er für seinen Lebensunterhalt arbeiten muß.

Erst unsere Transfergesellschaft schafft den Traum, von der Arbeit anderer leben zu können.

Die Instabilität steigt mit dem Umfang der Transferleistungen, weil das süße Nichtstun für immer breitere Bevölkerungsschichten attraktiv wird.

Antworten phuter
20.05.2008 10:42
0 0

Wäre schön. wenns so einfach wäre...

Die Arm Reich Schere hat zwei Ursachen:
Die Unterschiede zwischen Menschen und die Dynamik von Verzinsung. Für beides kann der Staat nichts, ersteres versucht der Staat mit Sozialleistungen zu lindern.
Dank verantwortungsloser Globalisierung hat der Staat das Zepter der Macht bereits abgegeben. Das Auseinanderdriften der Einkommen ist das Produkt der derzeitigen Wirtschaftsdiktatur, in der wir leben.
Meiner Meinung nach erzeugt der Kapitalismus die gleichen Katastrophen wie der Kommunismus. Beobachten sie, wie durch Einsparungen zwecks Wettbewerbsfähigkeit das Warenangebot geringer, der Kundenservice schlechter, die Qualität der Produkte immer mieser wird. Kommt uns das nicht bekannt vor? Sogar das Bonzentum und die Überwachung und zunehmende Einschränkung der Meinungsfreiheit.... alles schon gehabt.

Antworten Antworten Peregrin
20.05.2008 12:46
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Re: Wäre schön. wenns so einfach wäre...

Was fuer ein Kapitalismus? Ich darf daran erinnern, dass wir in einem System leben, wo der Durchschnittsbuerger sechs bis acht Monate im Jahr Dienst fuer die sozialistischen Fronherren leisten muss.

Antworten Peregrin
20.05.2008 10:06
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Re: staatliche Hilfe

Streiche "gestalten"

Prolet
20.05.2008 10:04
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Verdrehte welt - zuerst werden die bürger abgezockt, dann wird behäuplt, der staat sorgt für alles!

Lachhaft - es ist wie auf den schädel haun, ausrauben und dann behäuplt der beraubte ist neidig.

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jaja - der mindestlohn vernichtet arbeitsplätze.

arbeitsplätze, die zwar nicht ermöglichen ohne staatliche hilfe zu leben - aber immerhin.
dh. die 'wirtschaft' will staatliche direktförderung für die wörking poor. klar.
ausbeutung mit staatsförderung. so stellen die sich das vor.
und die meisten firmen schreiben rekordgewinne.
für wie dämlich hält 'die wirtschaft' arbeitende menschen eigentlich?

für sehr. aber das wird schiefgehen - um nicht zu sagen krachen.

is aber wurst. das geld liegt in der schweiz oder auf den caymans.

und die nächste kuh steht schon zum melken an.

aber es wird krachen. und diesesmal hoff ich nicht, dass ich mich irr.


Antworten phuter
20.05.2008 10:45
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Das sehe ich auch so.

Und wenns sein muss helf ich gerne nach.
Gings nach der Verfassung und dem was man beim Bundesheer so gelobt, müssten wir alle schon lange Lobbyisten in Brüssel per STG77 Jagen.

Antworten Antworten Peregrin
20.05.2008 12:48
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Re: Das sehe ich auch so.

Deswegen findet ja jetzt die von Bruessel vorgeschriebene Volksentwaffnung statt.

Antworten Gast: grubenhund
20.05.2008 07:03
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Re: jaja - wann haben sie sich geirrt?

Haben Sie sich schon geirrt?
Hatten Sie 1968 mit dem Kracher gerechnet?
Sind 13% schlecht genug für einen Kracher?
Krach nach links, rechts oder hinten?

Antworten Antworten Gast: Crusader
20.05.2008 08:38
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Re: Re: jaja - wann haben sie sich geirrt?

Es hat schon gekracht - siehe jetzt in Italien.
Wenn es der Bevölkerung mal reicht wird es lustig werden.
Ich hoffe es ist bald so weit....

Antworten Antworten Antworten phuter
20.05.2008 10:46
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Ob das in Italien eine gute Entwicklung ist?

Da hat es zugunsten der Reichen gekracht.

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Re: Re: Re: jaja - wann haben sie sich geirrt?

welcher Bevölkerung - der Teil,der es sich auf Kosten der Leistungsträger und deren Steuerzahlungen bequem macht, oder der Teil, der den Staat am laufen hält und alle durchfüttert ?

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aaaah. ein leistungsträger.

hoffe es zwingt sie keiner. sie könnten es sich ja auch bequehm machen (wenn meinen sie eigentlich?). aber da ist ihre welt wohl zu winzig. da zählt nur leistung. eine frau die den ganzen tag beim billa obstkisten schlichtet und dann mit 1000 euro netto (oder weniger) nach hause geht, ist wohl eine der bequehmen. aber gott sei dank haben wir ja goldstücke wie sie!!! dumm. aber eben auch da. und nicht zu vergessen - enorm leistungsfähig (und schwer frustriert). wir werdens aushalten.

 
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