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OeNB und FMA: Haben keine Mitschuld an Finanzkrise

13.04.2010 | 15:10 |   (DiePresse.com)

Die Aufsichtsorgane wehren sich gegen eine Mitschuld an der Bankenkrise. Als man auf die Absetzung des Hypo-Vorstands bestand, bekam die Behörde zu hören, "dass wir mittelalterliche Henker sind", sagt FMA-Vorstand Pribil.

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Dass es mangelnde Aufsicht und Kontrolle war, die die Bankenkrisen der vergangenen Jahren mitverursacht haben, wollen die Spitzen von Oesterreichischer Nationalbank (OeNB) und Finanzmarktaufsicht (FMA) nicht hören. In der FMA wird lediglich eingeräumt, dass man erst heute personell in einer Weise ausgestattet sei, wo man von einer schlagkräftigen Aufsicht reden könne.

Schuld an den Affären, so FMA-Vorstand Helmut Ettl, sei nicht mangelnde Aufsicht gewesen, sondern die beteiligten Personen (Täter): Im Fall der Kärntner Hypo Alpe Adria etwa wäre es "illusionär" gewesen, hätte die Aufsicht 2006 anhand der gegebenen politischen Verfassung und Eigentumsverhältnisse (Land) die Stimmrechte des Landes Kärnten ruhend gestellt.

FMA als "mittelalterlicher Henker"

Im Gegenteil, assistierte Vorstand Kurt Pribil. Als die Aufsicht auf die Absetzung des Hypo-Vorstands bestand, habe man sich vom damaligen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider anhören müssen, "dass wir mittelalterliche Henker sind". Bei der Kärntner Hypo habe die Aufsicht viel Druck gemacht. Auch dass ein neuer seriöser Eigentümer komme. Die BayernLB sei da sicher ein guter Name gewesen.

In Niederösterreich sprach die dortige Landes-Hypo, nachdem die FMA wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung die Justiz einschaltete, heuer von einer akademischen Diskussion im Bereich der Bilanzierungstechnik.

Aufsicht will mehr Biss

Ob es auch dort wegen der öffentlichen Eigentümerschaft Probleme bei der Behördenarbeit gibt? Laut OeNB-Direktor Andreas Ittner geht die Entwicklung in Niederösterreich nur auf intensive Prüfungen der Mitarbeiter der OeNB zurück - und auf die konsequente und unabhängige Vorgangsweise der FMA. Man werde "nicht auf jeden öffentlichen Einwand" eingehen, versicherte Ittner.

Noch für heuer hofft die FMA, dass der Gesetzgeber die großen Forderungen erfüllt, die Aufsicht mit mehr Biss zu versehen. Hauptforderungen: Bilanzpolizei, Erweiterung der Ermittlungsbefugnisse (Hausdurchsuchungen etc.), mehr Sanktionen und Veröffentlichungen.

(APA)

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5 Kommentare
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Haben die überhaupt was mit Finanzen zu tun?

Die ÖNB als Vertretung der EZB hat einen sehr eingeschrenkten Spielraum.

Die EZB ist aber kein unschuldslamm. Über SWAP-Geschäfte unterstützen sie kräftig den Leitesel USD. Die Bilanz ist voll mit diesem Mist.
Am Goldmarkt spielt die EZB sicher auch mit.

END THE FED! Heisst bei uns: END THE EZB!

Die FMA hat alle möglichkeiten sich in Österreich zu entfalten. Sie trägt keine Schuld an dem was passiert ist. Ich habe aber auch noch von keiner einzigen Verhaftung in Kärnten gehört.

Gast: Karl
13.04.2010 18:54
0 0

Bilanz

Wie war das bei dem was ich gelesen habe da war eine Bilanzaufstellung da kam raus am ende passiv ca.1.96 wie bei den Aktien (Bilanzen) gerechnet mit den Nullen.
Was aber da gelaufen ist ist eine andere Sache ob die jemals die schuldigen finden oder Anlagen da vergeht viel zeit.

Gast: Langthaler
13.04.2010 16:28
1 0

Wer nichts weiß, muss alles glauben!!

Petrikovics - Unschuldig!
Immofinanz- Unschuldig!
FMA- Unschuldig!
100 000 Geschädigte Österreicher - Schuldig, weil deppert!
Auswandern ist immer eine gesunde Option!

Gast: Gast
13.04.2010 15:47
0 0

Verantwortung

Und wieder einmal eine "Aufsichtsbehörde" mit der Feststellung: Die anderen sind schuld. Wer sagt, daß sich da irgendetwas gebessert hat, außer daß mehr fette Hintern auf fetten Pfründen sitzen! Nur sie selber sagen das, aus verständlichen Gründen. Denn Konsequenzen bei Versagen der Bank-, Wirtschafts- oder sonstiger Aufsicht wird es auch in Zukunft keine geben. Oder hat Parteisoldat Novotny Konsequenzen gezogen? Wenn solche Posten gut dotiert sind müssen die Vertäge für den Geldgeber, den Steuerzahler, einsichtig sein. Das wäre Transparenz, der der Republik und der Politik gut tun würde.

Gast: ET
13.04.2010 15:37
0 0

Ausserordentlich Charakterlos!

Es stimmt zwar, dass weder die OeNB, noch die FMA eine Verantwortung an der internationalen Finanzkrise haben.

Es ist aber auch so, dass Österreich von den Auswirkungen der int. Finanzkrise nur sehr wenig betroffen war.

Die Probleme der Ö Banken sind ein reines Ö Problem und über viele Jahre hausgemacht worden. Sowohl bei der HGAA, als auch bei der Kommunalkredit, verschieden Hypobanken und auch der Ostbanken sind im Dunstkreis der Parteien entstanden und haben einen Riesenschaden hinterlassen, welcher in seinen gesamten Auswirkungen auch heute noch nicht bekannt ist. Dabei haben die Banker gegen die gesetzliche Sorgfaltspflicht verstossen. Diese Verletzungen hätten von den Aufsichtsbehören schon vor Jahren gestoppt werden müssen. Das haben die Aufsichtsbehörden aber nicht getan. Diese Typen haben eben nur den Status der 100% ige abgesicherten und höchstbezahlten öff. Bediensteten genossen, sind ihrer Kernaufgabe aber nie nachgekommen.

Das eigene Versagen nun auf die international Finanzkrise zu schíeben und nicht zur Verantwortung zu stehen, zeigt wie charakterlos die Parteibonzen sind.

Was macht die Regierung?


Mein Geld

  • Kein Plan vom eigenen Geld
    Um das Finanzwissen in Europa ist es schlecht bestellt. 93 Prozent der Österreicher wünschen sich mehr Finanzbildung in der Schule.

Hobbyökonom