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"Todesfalle Schulden": Staaten droht Teufelskreislauf

22.04.2010 | 12:03 |   (DiePresse.com)

Steigt die Staatsverschuldung über 90 Prozent an der Wirtschaftsleistung, bremse sich das Wachstum ein, warnt US-Ökonom Kenneth Rogoff. Die USA drohen die 90-Prozent-Schwelle bereits 2010 zu erreichen.

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"Wenn die Schuldenquote im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung über 90 Prozent steigt, wirkt das wie eine Bremse", warnt der US-Ökonom Kenneth Rogoff laut "Handelsblatt". Rogoff und seine Kollegin Carmen Reinhart haben in ihrem heute auf deutsch erschienenen Buch "Dieses Mal ist alles anders" hunderte Finanzkrisen der letzten achthundert Jahre untersucht. Sie konnten dabei einen brisanten Zusammenhang zwischen der Schuldenlast eines Staates und dem Wirtschaftswachstum feststellen. 

"Nach einer Bankenkrise folgt eine Welle an Verschuldungskrisen von Staaten, das haben unsere historischen Untersuchungen ergeben. Im Schnitt ist drei Jahre nach der Bankenkrise die Verschuldung fast drei Mal so hoch", sagt Rogoff weiter.

Schulden steigen und steigen

Ein Blick auf die aktuelle Lage Griechenlands zeigt, dass das Problem akut ist. Die hellenische Staatsschuldenquote beträgt 120 Prozent des BIP und ist die höchste innerhalb der EU.

Gemäß dem Internationalen Währungsfonds IWF ist aber auch in den USA die Staatsverschuldung allein in den vergangenen drei Jahren von rund 60 Prozent an der Wirtschaftsleistung auf knapp 85 Prozent gestiegen, berichtet "boersego.de". Und: Der IWF geht für die USA bereits im Jahr 2010 von einem Überschreiten der 90-Pozent-Schwelle aus. Darüber hinaus dürften die G20-Staaten laut IWF-Prognosen bis 2014 im Schnitt bereits mit 118 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung verschuldet sein. Österreichs Staatsverschuldung soll 2011 rund 82 Prozent betragen.

"Todesfalle Schulden"

Rogoff und Reinhart stehen damit im Widerspruch zu Ökonomie-Nobelpreisträger Paul Krugman. Dieser fordert weitere Staatsausgaben, um die Konjunktur wieder zu beleben. Er nimmt dabei bewusst einen Anstieg der Staatsverschuldung von ein bis zwei Prozent am Bruttoinlandsprodukt in Kauf.

Unterstützung erhalten Rogoff und Reinhart mittlerweile jedoch von prominenter Seite. Laut dem Blogger Markus Schuller drückt auch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in einem Working Paper ihre Befürchtung aus, dass sich entwickelte Volkswirtschaften vermehrt dem Risiko eines "Teufelskreislaufes" aussetzen. Schuller zufolge gelangen auch IWF und OECD zu ähnlichen Ergebnissen. Der renommierte US-Ökonom Nouriel Roubini spricht im Fall Europas in einem aktuellen Kommentar bereits von der "Todesfalle Schulden".

Drei Auswege aus der Falle

Um dieser Falle zu entkommen, sei eine Entwertung der Währung unvermeidbar. Diese könne nur auf drei Wegen geschehen, sagt Roubini:

  • Der erste Weg sei eine heftige Deflation (20 bis 30 Prozent) in Kombination mit einer lang anhaltenden Rezession.
  • Der zweite Weg seien radikale Strukturreformen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Produktivität bei gleichzeitigem moderaten Gehaltswachstum.
  • Der dritte Weg sei die Abwertung des Außenwerts der Währung.

Roubini hält alle drei Wege für schwer umsetzbar. Sie seien entweder politisch nicht umsetzbar, würden einen sehr langen Zeitraum erfordern oder die gesamte Euro-Zone betreffen.

(Red.)

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23 Kommentare
Gast: A.Winkler
28.04.2010 00:44
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Deflation als Lösung???

Das kann Roubini doch nicht ernst meinen. Deflation bedeutet nichts anderes, als daß Geld mehr wert wird. Vereinfacht: Das was heute ein Geld kostet, bekommt man morgen für 0,9 Geld. Also warten die Leute auf übermorgen, da die Ware dann vielleich nur noch 0,8 Geld kostet. Weniger Waren werden heute verkauft, weil alle warten, daß es demnächst billiger wird. Die Kosten müssen gesenkt werden, da die nicht verkauften Waren kein Geld in die Kassen spülen. Arbeitslosigkeit, geringere Einkommen und daraus resultierend geringere Steuereinnahmen sind die Folge. Die geringeren Staatseinnahmen werden nicht durch die niedrigeren Kosten kompensiert. Somit wird es zwangsläufig schwieriger, Schulden abzubauen...

Alles in allem simple Volkswirtschaftslehre, die jeder VWL-Student in den ersten Semestern vermittelt bekommen.

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Re: Deflation als Lösung???

Haben Sie mal überlegt, ob ihr VWL Studium von grundsätzlich falschen Annahmen ausging?
Haben Sie da jemals etwas von Nachhaltigkeit und einem Ende der Ressourcen gehört?

Gast: markus trullus
23.04.2010 18:35
0 0

Binsenweisheiten

Herr Rogoff verbreitet Binsenweisheiten. Jeder, der mit Geld vernatwortungsvoll umgeht, weiß das. Da braucht man kein Experte zu sein...

Gast: Es ist im Grunde so einfach
23.04.2010 03:35
0 0

Es ist im Grunde so einfach

Es traut sich nur keiner sagen.
Warum überall das Geld fehlt.
http://www.youtube.com/watch?v=B1gzf0OEVVY


Gast: Mark
23.04.2010 02:01
0 0

Vierter und Fünfter Ausweg

4.) Rauswurf der PIIGS Staaten. (ist eigentlich mit Punkt 2 gleichzusetzen ;-)))

5.) Die Zentralbank als zentrales, politisches Organ der EU sorgt in jeder ansatzweisen Krise für mehr Liquidität, also Inflation über vermutlich indirekten Aufkauf von Staatsschuldenpapieren über die Banken der EU. In kleinem Umfang ist das ja bereits passiert. Und möglichweise hinderliche Gesetzgebung wird man schon irgendwie beseitigen können.

Ich tippe auf 5.

Gast: hbm
22.04.2010 22:55
0 0

ich bin für gelddrucken und schulden komplett zahlen.

diese 7 oder 8 mrd. euro, die wir alle jahre allein an zinsen zahlen, zahlen wir nämlich direkt an die banken, die damit nur immer feister und unverschämter werden.

und dann nie wieder schulden machen.
pleiteunternehmen wie die öbb sollen selber kostendeckend wirtschaften.
asvg pension für beamte.
und wenn das geld nicht reicht gibts eben kurzarbeit (ohne ams zuschuß) für die verwaltungsbeamten. kein einziger öffentlich bediensteter darf mehr als das medianeinkommen der unselbständig erwerbstätigen verdienen.

Antworten Gast: markus trullus
23.04.2010 18:39
0 0

Re: ich bin für gelddrucken und schulden komplett zahlen.

Einverstanden. Nur das mit der ÖBB (und anderen ähnlichen Unternehmen) wird das nicht gehen, da steht die Gewerkschaft wie ein riesiger, fundamentaler Fels in der Brandung!!! Keine Chance. da kostendeckend zu wirtschaften! Wo kommen wir denn da hin, wenn in sozialistische Gut-Menschen Umverteilungs- Gefilde auch noch betriebswirtschaftliche Denkstrukturen einbrechen! Hüten Sie sich vor solchen Aussagen, der Arm der soz. Gewerkschaft reicht global weit!!!

Antworten Antworten Gast: hbm
02.05.2010 21:46
0 0

Re: Re: ich bin für gelddrucken und schulden komplett zahlen.

wenn interessiert ein riesiger haufen metall in der brandung? von mir aus können die warten bis sie schwarz werden, aber die jährlich 6 mrd. steuergeld für die öbb werden einfach nicht mehr überwiesen. und aus.

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Beispiel Türkei der 90er Jahre?

In der Türkei konnte man wegen der immens hohen Staatsverschuldung in den 90er Jahren jährliche Inflationsraten von einigen 100 Prozenten verbuchen.
Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich für 50.000 Türkische Lira 250gramm Standard-Weizenbrot kaufen konnte. 1 DM war ca. 800.000 Türkische Lira wert. Jeder war ein Millionär, konnte damit jedoch nicht einmal die Mieten bezahlen, weil für 50m2 in Istanbul mindestens 85 Mio. TL verlangt wurden. Ein Burger in McDonalds kostete 5 Mio TL. Mein Opa hatte 250.000 ATS zur Zeit von Ministerpräsidentin Tansu Ciller in TL umgewandelt und zum Sparen angelegt, weil dafür mehr Zinsen (ca. 20%) bezahlt wurden. Über nur einer Nacht konnte er beim abheben, damit nur mehr 1 Brot kaufen. Mein Vater hatte für dieses Geld seinerzeit 60 Monate (5 Jahre) als Hilfsarbeiter in Österreich hart schuften und brav ansparen müssen. Das Geld löste sich daher in Luft auf, weil mein Opa auf eine falsche Karte gesetzt hatte. Nun könnten wir all diesen teuren Spaß sogar in Österreich urplötzlich erleben, wenn wir unseren Euros, die wir um 13,7604 ATS gekauft haben, nicht einmal mehr um 0,000137604 ATS über einer Nacht verkaufen könnten. Wohin werden wir dann als Österreichische Wirtschaftsflüchtlinge hinziehen?? Nach China? Vielen Dank ihr Bankmanager, dass man euch nicht vertrauen kann.

Antworten Gast: markus trullus
23.04.2010 18:42
0 0

Re: Beispiel Türkei der 90er Jahre?

Das haben unsere Großeltern auch hierzulande mehrmals erlebt. Und haben überlebt. Denn die dann kommende Währung Tauschhandel, Schwarzarbeit und illegale Wirtschaft heißt . Und das konnte man zu allen Zeiten sehr, sehr schnell lernen!!!
Also keine Angst; wer gut vernetzt ist wird seine Brotkrumen zum Überleben schon wo finden...

Antworten Gast: Wiener Schule
23.04.2010 13:29
0 0

Re: Beispiel Türkei der 90er Jahre?

Ihre Annahme ist leider falsch:

"wenn wir unseren Euros, die wir um 13,7604 ATS gekauft haben, nicht einmal mehr um 0,000137604 ATS über einer Nacht verkaufen könnten"

Sie gehen aus dass der Schilling stark geblieben wäre. Jedoch wäre die Verschuldung Österreichs genauso weitergegangen wie unter dem EURO + die Banken (Erste etc.) wären genausogut expandiert (vielleicht weniger schnell). Die Lösung wäre gewesen GOLD!!!! statt Zeichengeldwährung Euro zu kaufen. Das hätte wirklich etwas gebracht nicht diese fiat-money-System. Jedoch hassen die Regierungen (Zentralbanken auch in gewissen Ausmaß) extremst das Gold (Das Scheingeldsystem - Murray Rothbard --> sehr empfehlenswert)

LvMises
22.04.2010 19:47
0 1

www.mises.org

es ist klar was passieren wird:

der eur/usd/yen neu wird im verhaeltnis 100:1 umgetauscht werden.

mfg

Faktum Est
22.04.2010 17:49
2 0

Es gibt nur EINEN Weg das Budget zu sanieren, und zwar rein marktwirtschaftlich:

und zwar durch den Abbau von Staatsbediensteten.
Was macht eine Firma, wenn es ihr schlecht geht? Sie versucht die Fixkosten, die overheads zu reduzieren - und genau so muß es auch der Staat machen.
Wie? Indem er die Beamtengehälter jedes Jahr um - sagen wir 2% - KÜRZT!!!
Was wird die Folge sein? Ein gewisser Prozentsatz von Beamten wird sich jedes Jahr einen neuen Job suchen, da er mit dem beim Staat (bei den Ländern, Gemeinden) erzielbaren Einkommen nicht mehr zufrieden ist.
Wenn nun die freiwerdenden Jobs nicht mehr nachbesetzt werden, werden die Verwaltungskosten eben langfristig sinken.
Natürlich können weniger Beamte nicht mehr das gleiche leisten, wie der jetzige, aufgeblähte Apparat - braucht er auch nicht: es genügt eben z. B. eine gemeinsame Verwaltungsebene für mehrere Bundesländer. Auch Gemeinden könnten Agenden zusammenlegen...
Und finanzieren müßte sich jede Ebene selbst: jede Ebene muß selbst Geld eintreiben! Konkurrenz zwischen Körperschaften ist ausdrücklich erwünscht!
Und zur "Lebensplanung", zu wohlerworbenen Rechten: auch künftige Generationen haben - Rechte! Es kann nicht sein, daß in bestehende Verträge nicht eingegriffen werden darf - auf Kosten künftiger Generationen, denen dadurch alle Rechte genommen werden.
Man sagt, wir hätten die Welt nur von unseren Kindern geborgt - wir müssen unser schönes Österreich unseren Kindern zurückgeben! Und zwar schuldenfrei!

Antworten Gast: markus trullus
23.04.2010 18:45
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Re: Es gibt nur EINEN Weg das Budget zu sanieren, und zwar rein marktwirtschaftlich:

Jaaaaaaaaa Endlich ein Sparringpartner für Herrn Neugebauer!!!!! Wie lange warte ich schon drauf! Wann gehts los? Wann beginnts? Freu mich schon auf die Befetzungen... 1794 lässt grüßen...

Antworten Gast: Gast
23.04.2010 11:22
0 0

Re: Es gibt nur EINEN Weg das Budget zu sanieren, und zwar rein marktwirtschaftlich:

Ihr Vorschlag, die Beamtengehälter jährlich um 2% zu kürzen, würde sicherlich dazu beitragen, die Qualität der öffentlichen Verwaltung zu steigern. Es würden nämlich sicherlich nur die motivierten Beamten im öffentlichen Dienst bleiben, die nicht so fleißigen würden sich in der Privatwirtschaft einen neuen Job suchen.

So, oder so ähnlich haben Sie sich das sicher gedacht.

Antworten Antworten Faktum Est
23.04.2010 12:19
0 0

So, oder so ähnlich haben Sie sich das sicher gedacht.

Das Problem sehe ich schon - aber es gibt nur zwei Möglichkeiten, die Beamtenzahl zu reduzieren: entweder durch Kündigungen (dazu fehlt aber JEDEM Vorgesetzten Beamten die Kraft) - oder indem man die Leute dazu bringt, freiwillig auszuscheiden.
Pest : Cholera?
Jedenfalls glaube ich, daß es gesamtwirtschaftlich gesehen besser ist, motivioerte Beamte in die Privatwirtschaft zu verlagern (dort werden sie zu Steuerzahlern) - und gleichzeitig das Beamtenheer

rman
22.04.2010 17:25
0 1

Wow!

Die trauen sich, einem Nobelpreisträger zu widersprechen.
Und sonst? Wird vielleicht irgendwo erwähnt, daß in einem Zinsgeldsystem Staatsbankrotte unvermeidlich sind? Nein? Naja, was Wunder. Das würde zu sehr an den Fundamenten unseres Systems rütteln.
Macht aber nichts, mathematische Tatsachen haben sich bis jetzt immer gegenüber der menschlichen Ignoranz durchgesetzt.
http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/bankrott.html

Gast: janu
22.04.2010 15:55
0 0

Außenwert einer Währung abwerten

Mit dieser Methode kann sich aber nur eine Hand voll Staaten gleichzeitig sanieren. Sonst gibt es einfach eine weltweite Infalation. Die Kaufkraft und das Außenhandeldefizit pendeln sich einfach wieder ein nur mit mehr Nullen am Preis. In den Industriestaaten haben wir zu lange über unseren Verhältnissen gelebt. Der ganze Wohlstand war und ist auf Pump. Geldgeber waren jene, die "bereit" waren zu Billiglöhnen zu arbeiten, damit wir dernen Güter konsumieren können. Und das gesparte von diesen Billiglöhnen wurde uns als Kredit gegeben damit wir Geld zum konsumieren haben. Die einfachste aber auch sehr schmerzliche Lösung dieser Schuldenfalle wäre eine Anpassung der Kaufkraft an das reale Produktivtätsniveau. Jetzt müssten wir eben lange Zeit unter unseren Verhältnissen leben und die Bilanz wieder ins Gleichgewicht bringen. Ein langfristig ehrlicher Schuldenabbau dauert so lange wie der Aufbau. Das Beispiel Island lehrt uns eines. Das ehemals viertreichste Land der Erde hat jetzt gezwungenermaßen wieder den Platz im globalen Wirtschaftsgefüge zurückbekommen der einem rohstoffarmen Land ohne nennenswerte Industrie zusteht. Denn Fischfang und ein wenig Abenteuertourismus reichen nicht aus um einen derartigen Wohlstand zu rechtfertigen. Wie das Beispiel zeigt können Banken ohne realwirtschaftliche Basis diese Lücke mit ihrer Geldschöpfung nicht auf Dauer kompensieren.
Vielleicht sollten wir uns ein Beispiel daran nehmen BEVOR wir dazu gezwungen werden. Dann tut es weniger weh.

Gast: 123
22.04.2010 15:32
0 0

Auch in Österreich wurde und wird bei der Staatsverschuldung gemogelt

Vielleicht nicht ganz so offensichtlch und nicht in dem Umfang wie in Griechenland, aber immerhin. Der Staat hat zum Beispiel, Teile seiner Schulden an die ASFINAG und die ÖBB ausgelagert. Diese Schulden tauchen im Budget nicht mehr auf, müssen aber durch den Staat bedient werden. Weiters wird das BIP seit jahren geschönt bzw. höher angegeben als es ist, um den Neuverschuldungsanteil gering zu halten. Das machen übrigens alle Euro Staaten so. Natürlich ist das BIP sowieso eine sehr schlechte und intransparente Kennzahl um die Leistung einer Volkswirtschaft zu messen. Aber es wird im Rahmen der VGR verwendet, da man angeblich keine bessere Metode kennt. Vermutlich wurden aber noch viel mehr Bilanztricks in den Euro Staaten verwendet. Das wahre Ausmaß der Verschuldung bleibt im Dunkeln. Aber sie dürfte in Österreich bereits jetzt jenseits der 100% des BIP sein. Wenn man schon diese Kennzahl verwenden möchte.

Antworten Gast: Interner
22.04.2010 16:22
0 0

Re: Auch in Österreich wurde und wird bei der Staatsverschuldung gemogelt

Ich denke da an KHG "2004 hatten wir ein Nulldefizit" - und dabei war es das größte der Republik.

Antworten Antworten Paco
22.04.2010 18:18
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Re: Re: Auch in Österreich wurde und wird bei der Staatsverschuldung gemogelt


Das "Nulldefizit" wurde nicht 2004 sondern 2001 erreicht.

Dass das 2004-Defizit von den ursprünglich an Eurostat gemeldeten 1,2% auf auf 4,4% korrigiert wurde, lag einerseits an einem Schuldennachlass an die ÖBB und andererseits an der ÖBB-Kapitalaufstockung (7,5 Mrd Euro).

Wären die ÖBB-Defizite schon die Jahre davor periodengerecht eingerechnet worden, hätte es auch 2001 kein Nulldefizit gegeben.

Antworten Gast: warum
22.04.2010 15:58
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Re: Auch in Österreich wurde und wird bei der Staatsverschuldung gemogelt

warum soll der staat die schulden von asfinag und öbb bezahlen...sondern einfach diese zwei betriebe in den ausgleich bzw. konkurs schicken....die öbb wagons und die schienen ans ausland verkaufen die grundstücke an immofirmen verscherbeln bringt wohl eine schwarze 0 und das eine problem ist gelöst...ergo asfinag: baumaschinen verkaufen die leute müssen sich einen neuen job suchen ....wenn man straßen braucht einfach irgendwelche ostfirmen ( = billig ) beschäftigen zu finanzieren mit den mauteinnahmen ( die gibt es dann für jede straßenbenützung und sei es ein feldweg.)..klingt hart NUR wer keine kohle hat wird eben so leben müssen....

Antworten Antworten Gast: markus trullus
23.04.2010 18:49
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Re: Re: Auch in Österreich wurde und wird bei der Staatsverschuldung gemogelt

Aber geh, Kohle ist genug da; die Sparer habens am Konto. Und der BK wird mit seinen treuherzigen Augen auch den Sparern auf die Tränendrüsen drücken, bis sie ihr letztes Erspartes in das Schwarze Loch werfen. Weils ja für die Enkerln ist, Schluchz
Es lebe die Populismuspolitik un der Sozialfeudalismus!

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  • Kein Plan vom eigenen Geld
    Um das Finanzwissen in Europa ist es schlecht bestellt. 93 Prozent der Österreicher wünschen sich mehr Finanzbildung in der Schule.

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