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Schlecker muss in großem Stil Filialen schließen

11.12.2011 | 17:50 |   (Die Presse)

Die deutsche Drogeriemarktkette hat offenbar noch größere finanzielle Probleme als bisher angenommen. Allein in den beiden Monaten November und Dezember muss Schlecker 600 defizitäre Filialen schließen.

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Wien/red. Schlecker kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus. Allein in den beiden Monaten November und Dezember muss die deutsche Drogeriemarktkette 600 defizitäre Filialen schließen, berichtet der „Spiegel“. Als Grund dahinter vermutet das Nachrichtenmagazin massive Liquiditätsprobleme: Weil die Regale der noch offenen Läden nicht mehr bestückt werden können, werden sie nun aus geschlossenen Filialen abgezogen.

Zudem habe Firmengründer Anton Schlecker bereits einen zweistelligen Millionenbetrag aus seinem Privatvermögen beisteuern müssen, um sein angeschlagenes Unternehmen über die Runden zu bringen. Und die großen Lieferanten werden angeblich nervös, weil viel weniger Weihnachtsware geordert wurde als üblich.

Ein Schlecker-Sprecher dementiert diese Meldungen nur halbherzig: Die Filialschließungen seien Teil des angekündigten Sanierungsplans, eine Zahl wolle man nicht bestätigen. Die Verschiebungen von Waren seien „doch betriebswirtschaftlich auch nachvollziehbar“. Dass Verluste aus der Privatschatulle abgedeckt werde, sei zwar falsch, aber in einem Familienunternehmen werde eben „ein Polster aus guten Jahren auch mal für schlechte Jahre benutzt“. Und dass der Einkauf zurückgefahren wird, habe mit Unstimmigkeiten mit den Lieferanten in den Jahresgesprächen zu tun.

Schlecker schreibt seit 2008 rote Zahlen. 2010 sank der europaweite Umsatz um fast zehn Prozent auf 6,55 Mrd. Euro. Die Hoffnung der Familie ruht auf den neuen und renovierten Filialen. Heuer lief die Umbautestphase, bei der etwa 300 Filialen umgestaltet wurden. Künftig sollen bis zu 1500 Läden pro Jahr auf den neuen Stand gebracht werden, versprachen die Schlecker-Kinder Meike und Lars im Sommer.

Nun mehren sich die Anzeichen, dass dem schrumpfenden Diskonter-Riesen die Zeit davonlaufen könnte. Schlecker hat in Österreich rund 3000 Beschäftigte.

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9 Kommentare
Gast: nelle
30.12.2011 18:21
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mitarbeiter

es werden läden geschlossen,die mitarbeiter werden jops als springer angeboten wie soll das gehen? habe kein auto wie wird es dann bezahlt !schlecker tut das nur weil er keine abvindung zahlen möchte und oft selber das leute kündigen.denn soviele springer braucht er nicht

Gast: kritischer Verbraucher
12.12.2011 17:00
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selbst schuld

Dieser Konzern hat sicherlich gemeint er könne auf immer und ewig mit solchen unattraktiven Billigläden und der Ausbeutun g von Mitarbeitern weitermachen.Damit weiterhin seine Milliarden scheffeln. Pech gehabt.Ganz langsam merken es auch die dümmsten Verbraucher dass die Billigdiscounter Schlecker, Lidl, Aldi, Netto,KiK und Konsorten und deren Arbeitsbedingungen auch negative Auswirkungen auf ihre eigene Arbeit und die Löhne haben. Es gibt fast nicht mehr anderes. Egal wie sie heissen, mit ihren angeblichen guten Stundenlöhnen (für max. Halbtags geködert) Überstunden umsonst, keine Rechte, bespitzelt, bevormundet, kontrolliert, rausgeschmissen wenn auf faire Arbeitsbedingungen inkl. fehlende Betriebsräte hingewiesen wird sind alle die gleichen Ausbeuter. Wenn solche Arbeitgeber trotz gelobter Besserung endlich pleite gehen, selbst schuld. Die Natur ergreift irgendwann immer die Partei des versteckten Fehlers. Es ist nur schade für vielen verarschten Mitarbeiter. Hoffe, diese finden in anderen, fairen Unternehmen wieder Arbeit. Deutschland boomt doch gerade- Leider nur mit unfairen Unternehmern wie Schlecker und Co. - oder?

sleepyc
12.12.2011 11:38
0 0

sehr gut.

und weiter: nicht bei schlecker einkaufen. denn wer seine mitarbeiterInnen schlimmer als das sprichwörtliche vieh behandelt, hat auch im "freien markt" nichts verloren.

Gast: Endlich mal eine gute Idee
12.12.2011 09:28
2 1

-

Trotz der guten Angebote, die Schlecker hat, kaufe ich dort nichts. Wer seine Angestellten so Respektlos behandelt, hat meine Anwesenheit nicht verdient.

In der Drogerie-Branche behandelt DM seine Leute am besten.

Antworten Gast: Gibt aber mehr als DM!
12.12.2011 12:40
0 0

Re: -

Ich weis nicht wie es bei Müller ist oder bei Arionaud, meine sicher subjektiven Eindrücke und Wahrnehmungen sprechen bezüglich Mitarbeiterumgang auch für diese Firmen.

jurist0815
12.12.2011 09:24
3 1

3000 Beschäftigte

Sklaven trifft es wohl eher

Antworten Gast: Über Leibeigentum und Sklavenhaltung!
12.12.2011 10:37
2 0

Re: 3000 Beschäftigte

Leibeigentum wie im Mittelalter würde besser passen, den Sklaven im Römischen Reich und alten Ägypten hatten auch rechte, und es gab sehr harte Strafen für Skalvenmißhandlung, und umsonnst waren die Sklaven auch nicht, die Sklavenhalter mußten neben ausreichender Ernährung auch für eine angemessene!!!! Unterkunft sorgen, als sich auch um die Gesundheit kümmern und konnten auch die Erziehung, Schule und Ausbildung des Nachwuchses nicht vernachlässigen, manche Handelsangestellten wären angesichts der Hungerlöhne und Repräsentalien mehr als froh wären sie doch bloß Sklaven!

Und in Ägypten gab es ein ganz besonderes Vorrecht für Sklaven, nur sie durften die Kunst des Lesens und Schreibens erlernen!

Gast: Die Rache des Kunden
12.12.2011 06:49
4 1

Hausgemacht Probleme

Es rächt sich halt jetzt doch, wie diese Firma mit ihren Mitarbeiteten umgeht und umgegangen ist, für mich war es schon vor Jahren der Anlaß nie wieder in eine derartige Filiale zu gehen, eher Verhungre ich als das ich derartiges machen würde.

Offensichtlich sah nicht nur ich das so, sondern doch etwas mehr Menschen, und die Reaktion blieb auch nicht ohne Folgen offensichtlich, es freut mich das diese Firma in einer tiefen Krise steckt, je tiefer um so besser.

Auch wenn es heute anders sein mag, meine Meinung zu dieser Art Personalpolitik konnten sie nicht mehr ändern und wohl offensichtlich viele andere auch nicht, den Schaden zu beheben da hätte es mehr gebraucht, als die vielleicht bis heute gesetzten Bemühungen dieses Bild zu ändern!

Und für den Rest der Firmen, es zahlt sich halt doch nicht aus ihre Mitarbeiter wie den letzten Dreck zu behandeln wo der Inhalt des Kolonialkübels noch einen Mehrwert hat, die Mühlen mahlen zwar langsam, dafür stättig und immer...

Gast: baumisms
11.12.2011 22:48
6 1

Nachdem Schlecker jahrelang die Angestellten ausgequetscht hat,

und alles unternahm, um Betriebstäte zu verhindern und die Gewerkschaften draußen zu halten, ist man seit einem Jahr auf Kuschelkurs mit der Belegschaft.
Jetzt wird auch klar, warum: Man wird bald die Schalmeienklänge hören, "dass man doch eine große Familie sei, und zusammenhalten müsse"...
Schlecker hat in den letzten 20 Jahren ca. 3,6 Milliarden Euro Vermögen angehäuft. Da braucht er sicher dringend die Solidarität seiner Verkäuferinnen...

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