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Vertrag für dauerhaften Euro-Schirm ESM unterzeichnet

02.02.2012 | 16:04 |   (DiePresse.com)

Der Schutzschirm soll im Juli in Kraft treten. Im März wird die Entscheidung über Obergrenze der Kapitalausstattung getroffen.

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Der Vertrag für den permanenten Euro-Rettungsschirm (Europäischer Stabilitätsmechanismus/ESM) ist am Donnerstag von den Botschaftern der Euro-Staaten in Brüssel unterzeichnet worden. Der Vertrag kann nun von den nationalen Parlamenten ratifiziert werden. Der ESM soll im Juli in Kraft treten, sobald er von genug Mitgliedstaaten ratifiziert wurde, deren Verpflichtungen 90 Prozent des Kapitals ausmachen.

Der dauerhafte Rettungsschirm soll nach dem derzeitigen Stand eine effektive Darlehens-Vergabekapazität von 500 Milliarden Euro haben. Die europäischen Staats- und Regierungschefs wollen allerdings bei ihrem nächsten Gipfel Anfang März diese Summe nochmals überprüfen, um die "Brandmauer" gegen die Staatsschuldenkrise in der Eurozone allenfalls weiter zu erhöhen.

Österreich zahlt 2,2 Milliarden Euro ein

In Summe geben die 17 Euro-Staaten Zusagen in Höhe von 700 Milliarden Euro ab, Österreich im Umfang von 19,4838 Milliarden Euro. 80 Milliarden Euro zahlen die Staaten direkt in fünf jährlichen Raten in den ESM ein, Österreich rund 2,2 Milliarden Euro. Die Staaten können ihre Raten aber auch schneller einzahlen. Das im Unterschied zum derzeitigen Euro-Rettungsschirm EFSF direkt eingezahlte Kapital soll das Vertrauen der Finanzmärkte erhöhen.

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat am Montag seine Forderung nach Zusammenlegung des EFSF und des ESM bekräftigt. Zusammen mit den restlichen Geldern aus dem EFSF würden beide Rettungsschirme auf eine Kapazität von etwa 750 Milliarden Euro kommen. Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) hatte vergangene Woche erklärt, sie halte diese Idee für konsensfähig.

Qualifizierte Mehrheit für Beschlüsse

Laut dem ESM-Vertrag soll das anfängliche maximale Darlehensvolumen des ESM auf 500 Milliarden Euro "einschließlich der ausstehenden EFSF-Stabilitätshilfe festgesetzt" werden.

Dem Gouverneursrat kommt eine entscheidende Rolle zu Anders als beim EFSF sollen Beschlüsse in dringenden Fällen nicht mehr so leicht durch ein Veto eines kleinen oder mittleren Euro-Landes blockiert werden können. Der Vertrag sieht vor dass für Beschlüsse eine qualifizierte Mehrheit von 85 Prozent reicht, falls die Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) zu dem Schluss gelangen, dass eine dringende Entscheidung über eine Finanzhilfe erforderlich ist, wenn die finanzielle und wirtschaftliche Tragfähigkeit des Euroraums bedroht ist.

(APA)

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9 Kommentare
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Der ESM-Vertrag im Wortlaut: Die Euro-Diktatur


http://eurodemostuttgart.files.wordpress.com/2012/01/120123-esm-vertragstext.pdf

Folgende Paragraphen sind mehr als problematisch:

Artikel 8.1
Artikel 9.3
Artikel 10.1
Artikel 32.3 und 32.4
Artikel 35.1

Der ESM-Vertrag gestattet es dem sog. Gouverneursrat, das genehmigte Stammkapital zu ändern; sprich zu erhöhen. Und das bei einem Anfangskapital von 700 Milliarden Euro.

Der ESM darf nicht geprüft werden und selbst eine Auskunftspflicht besteht nicht. Der ESM darf nicht geklagt werden, darf aber selber klagen.

Alle handelnden Personen genießen volle Immmunität.

Das nennt man Transparenz und Demokratie.

Im März wird die Entscheidung über Obergrenze der Kapitalausstattung getroffen

Ist nicht ganz richtig. Spätestens im März wird der geliehene und daher noch zu schaffende Betrag das nächste Mal erhöht.
Danach laufend weiter.
Mathematisch betrachtet wird das alles nicht ansatzweise ein Problem der europäischen Bevölkerung lösen. Letztere wird dafür allerdings haftbar gemacht. Nur unverbesserliche Optimisten meinen, dass sich das nicht rächen wird.

Gast: Bürgerinformant
02.02.2012 19:25
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Was geschieht in Wirklichkeit

Was da genau abläuft und wie die Welt der Finanzen wirklich funktioniert, teilt Andreas Popp im Internet mit. In Deutschland gibt es ein Institut für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik, welches bei großen Veranstaltungen, Vorträgen usw. die Menschen über die tatsächlichen Vorgänge in Politik und Finanzwelt aufklärt. Dort wird unverblümt die Wahrheit gesagt und sie werden überrascht sein, was da in Wirklichkeit abläuft. Es nennt sich "Wissensmanufaktur" und ist unter dem gleichen Namen im Internet abrufbar. Dort erhält man Information, die man über die erkömmlichen Medien (Zeitung u. TV), warum auch immer, nicht bekommt.

Antworten Gast: MenschMitRechten
04.02.2012 22:53
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Re: Was geschieht in Wirklichkeit

Ja, dieses Institut kenne ich auch. Die Seite ist unter wissensmanufaktur.net erreichbar. Ich war überrascht, dass es Menschen gibt, die meine Gedanken teilen.

Gast: minitu
02.02.2012 17:01
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ESM-Wahnsinn!!!!

Soweit ich weiß, ist dieser Vertrag zum Europäischen Stabilitätsmechanismus kurz ESM-Vertrag ein Wahnsinn. Der sogenannte Gouverneursrat hat alle Macht und alle Rechte. Er ist total IMMUN. So befindet sich Europas Staatshaushalt in einer und noch dazu nicht gewählten Hand. Wenn das die Zukunft Europas ist, na dann Grüß Gott schön. Da kommt immer mehr Diktatur auf uns Bürger zu und gleichzeitig werden wir bis zum letzten Cent ausgeraubt, durch dieses verzinste Geldsystem. Und nutzen tut dies nur denjenigen, die das gesamte Geldsystem beherrschen und das sind ein paar Familien wie die R...schilds usw. Die Politiker haben keine Macht, sie sind lediglich deren Handlanger u. dürfen in diesem System mitspielen.

Antworten Gast: Namens - Betrug
02.02.2012 17:25
2 0

Re: ESM-Wahnsinn!!!!

,,, diesen Sargnagel auch noch als Teil des "Rettungsschirmes" zu bezeichnen

DAS MÜSSTE DER LEITARTIKEL SEIN !!

Wahnsinn, wie wir hereingelegt werden !!

Antworten Gast: alterio1
02.02.2012 17:27
2 0

Re: DAS MÜSSTE DER LEITARTIKEL SEIN !!

wahrlich,

und mit Analyse der bestehenden Kritik!

Gast: Hans im Glück
02.02.2012 16:10
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Unsere Politiker unterschreiben auch alles...

Es wäre der Versuch wert wenn jeder von uns einen Blankowechsel an die SPÖVP schicken würde.

Wer macht mit?