Wien/B.l. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres haben die heimischen Pensionskassen ein Veranlagungsplus von 2,96 Prozent erzielt. Das gab der Fachverband der Pensionskassen bekannt. Im ersten Quartal, als es an den Börsen steil bergauf ging, sah es noch besser aus: In diesem Zeitraum belief sich das Plus auf 4,3 Prozent.
Etwa 800.000 Österreicher haben Anspruch auf eine Zusatzpension aus einer Pensionskasse. Ihr Arbeitgeber zahlt regelmäßig für sie ein, dafür erhalten sie später eine Extrarente. Im Vorjahr fuhren die Kassen ein Veranlagungsminus von drei Prozent ein, woraufhin zwei Drittel der Pensionen gekürzt wurden. Das Plus im ersten Halbjahr hat meist keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Pensionshöhe. Ob die Zusatzpension erhöht bzw. gesenkt wird oder gleich bleibt, hängt vor allem vom Ertrag des jeweiligen Vorjahres ab.
Hoffen auf Markterholung
Auch wenn die Kassen ein Plus erzielen, werden nicht alle Pensionen erhöht, da vielen Verträgen eine hohe Ertragserwartung (Rechnungszins) zugrunde liegt. Erst wenn diese übertroffen wird, gibt es eine Erhöhung. Was das zweite Halbjahr betrifft, meinte Andreas Zakostelsky, Obmann des Fachverbands der Pensionskassen: „Niemand kann die Entwicklung an den Finanzmärkten für das zweite Halbjahr konkret vorhersagen. Viele Experten gehen von einer nachhaltigeren Erholung aus, sobald innerhalb der EU die anstehenden politischen Entscheidungen zur Bewältigung der Situation gefallen sind.“
("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.07.2012)

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