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Erstmals seit zwei Jahren: Euro fällt unter 1,22 Dollar

12.07.2012 | 13:39 |   (DiePresse.com)

Die Investoren legen lieber in Währungen an, die sie für stabiler halten - Yen und Dollar. Der Yen erreichte den höchsten Wert zum Euro seit zwölf Jahren.

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Die Schuldenkrise in Europa macht dem Euro weiter schwer zu schaffen. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel am Donnerstag im Vergleich zum Dollar auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren: Ein Euro war gegen Mittag 1,2185 Dollar wert. Das ist der niedrigste Stand seit 30. Juni 2010.

Die Gemeinschaftswährung hatte ihren Sinkflug Ende vergangener Woche begonnen, als enttäuschende US-Arbeitslosenzahlen vermeldet wurden. Anleger fürchten nun, dass China am Freitag ein schwächeres Wirtschaftswachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verkündet.

Zweifel an den Krisenlösungen

Zudem glauben die Anleger offenbar nicht, dass die Maßnahmen in Europa gegen die Krise ziehen werden. Die Risikoaufschläge auf italienische und spanische Staatsanleihen stiegen am Donnerstag erneut. In dieser Situation legen die Investoren ihr Geld daher lieber in Währungen an, die sie für stabiler halten - den Dollar und den Yen.

Auch die japanische Währung gewann im Vergleich zum Euro am Donnerstag erneut an Wert - und erreichte mit 96,59 Yen pro Euro den höchsten Wert seit November 2000, also seit fast zwölf Jahren.

(APA/AFP)

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71 Kommentare
 
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€ Stabilitätspakt und den Maastricht Kriterien

Dem € Stabilitätspakt und den Maastricht Kriterien konnte fast gar kein EU-Staat entsprechen, deswegen haben hier alle schon begonnen zu tricksen, verschieben und auszulagern. Staatsschulden oder hohe Jahresbilanzen wurden zuerst einmal in etliche halbstaatliche Organisationen ausgegliedert, in Österreich fällt mir beim BMVIT sofort ASFINAG und ViaDonau ein, sonst gibt es auch noch zig Verschiebungen von Fördergeschichten Staat -> WKO, AMS, ...

Nachdem sich so die meisten Maastricht Kriterien erschummelten (durch Auslagerung von Schulden in staatsnahe Orgs, Firmen oder sonstige finanzbuchhalterische Tricks) hatten dann noch immer nicht alle Länder die Maastricht Kriterien erfüllt. Die betrogen dann gleich gröber und türkten echt und nicht durch Verschiebungen.
Alles danach war schon ziemlich egal,
weil die ursprünglichen Bedingungen wurden mit allen Tricks gerade irgendwie kunstvoll erschlichen oder wenn das auch nicht ging dann gleich komplett gefälscht.

Warum bloß in aller Welt zum Teufel enthielt diese Ausgangssituation gleich hohes Risiko für einen Stabilitätspakt und die Auslagerungstricks hätten auch alleine problematisch werden können, die wirkliche Fälschung war dann der Anfang vom Ende.

hier ist uebrigens die stabilitaet des dollars

http://www.comparegoldandsilverprices.com/wp-content/uploads/2012/01/dollar-devaluation1.png

naehert sich stabilg der 0 linie an - seit es die fed gibt

Antworten Gast: Halbwissen
12.07.2012 20:47
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Re: hier ist uebrigens die stabilitaet des dollars

Dafür wurden ja die Zinsen erfunden !

Und wer direkt investiert bekommt sogar noch eine Rendite wenn es gut geht.

keine angst!

die spareinlagen sind sicher, schliesslich sollten 1% mindestreserve fuer die 1% auch wirklich ausreichen, die das geld wieder haben wollen von der bank. es ist davon auszugehen, dass die 99 anderen % ohnehinn kein interesse haben an ihrem geld, sonst wuerden sie es nicht zu bank tragen sondern gold & silber kaufen und zuhause im keller lagern

das ist uebrigens keine anspielung auf die "we are the 99%" bewegung sondern es ist tatsaechlich der mindestreservesatz fuer geschaeftsbanken in der eurozone (im dollar-raum sind's derzeit 10%), der beschreibt dass banken von ihrer 100 euro bankeinlage nur 1% tatsaechlich verfuegbar haben muss und die anderen 99 euro koennen wieterverborgt werden, an leute, die es dann wieder auf ihrem bankkonto einlegen und dort wird es wieder weiterverborgt.
so entsteht ein theoretischer kredithebel von 99 auf jeden euro bankguthaben.

wenn es jedoch 99 x mehr kredit gibt als guthaben und wir gehen davon aus dass guthaben & zinsen expontentiell steigen aufgrund des zinses, jedoch kredit-zinsen um einiges mehr, dann ... jetz habe ich glatt vergessen worauf ich eigentlich hinaus wollte lol, aber nur soviel: we are doomed & der euro ist bald geschichte: kauft gold & silber, physisch!! ;-)))

Ein ganz neuer Vorschlag :

Ab sofort darf der Euro nur mehr ausschließlich in der Realwirtschaft als Zahlungsmittel dienen, einfache Bankgeschäfte und Aktien eingeschlossen.

Alle Finanzspekulationen sind verboten und bleiben dem Dollar und anderen Fremdwährungen überlassen.

Gleichzeitig erlassen alle Euroländer ein Schuldenmoratorium, d.h. sie setzen jegliche Bedienung ihrer Staatsschulden für zunächst 3-5 Jahre aus.

Der Euroraum ist groß genug, daß er das leicht aushalten würde.

Gast: joseph
12.07.2012 17:38
4 1

verloren

ausserhalb der euro-zone hat der euro nun 23 %
verloren.

und in bruessel spricht man davon das alles stabil und in ordnung sei.

Gast: Liberty Force
12.07.2012 17:01
8 0

Yen und Dollar

sind ebenfalls klinisch tot, nur steht hinter denen jeweils ein Volk und eine Regierung, nicht ein streitender Hühnerhaufen wie beim Euro.

Re: Yen und Dollar

Japan ist zwar höchst verschuldet, aber bei seinem eigenen Volk. Es sind die Japaner selbst, die Anleihen ihres Staates kaufen. Somit bleibt das Geld im Land und landet nicht bei kriminellen Banken oder Fonds im Ausland. Daher genießt der Yen ein viel höheres Ansehen als der Euro, aus dem ja mittlerweile viele Anleger flüchten.

Gast: b754
12.07.2012 15:59
8 6

also wer den dollar noch als stabil bzeichnet den muss man als hoffnungslosen optimisten sehen


Re: also wer den dollar noch als stabil bzeichnet den muss man als hoffnungslosen optimisten sehen

Weder der Dollar noch der Euro sind stabil. Ihre angebliche Stabilität wird uns nur via Medien täglich vorgegaukelt. Und man sieht es mittlerweile auch daran, dass die Schweizer Nationalbank an einem Plan arbeitet, der dann in Kraft tritt, wenn der Euro crasht. Und dieser Plan wird bald ins Konkrete übergehen müssen. Denn die Schweiz stützt seit Monaten den Euro mit Käufen in Milliardenhöhe. Doch lange wird sie das nicht mehr machen können, da der Überfluss an Devisen inzwischen eine nie geahnte Höhe erreicht hat. Letzten Endes wird der Euro scheitern und für uns heißt das dann "Zurück auf Los", wie im Monopoly-Spiel. Na dann, viel Spaß.

Also dann ist Ihrer Meinung nach der Franken die einzige Ankerwährung der Welt!

Die Schweiz kämpft mit einem enormen Aufwertungsdruck auf ihren Franken, den sie mit den Devisenkäufen bremsen will, weil ihre Exportwirtschaft schön langsam wirklich Probleme bekommt! Hätte die Schweiz auch den Euro, hätte sie diese Probleme nicht, sondern würde auch von nun endlich sinkenden Eurokurs profitieren!

Re: Also dann ist Ihrer Meinung nach der Franken die einzige Ankerwährung der Welt!

Hätte die Schweiz den Euro, dann hätte sie wahrscheinlich noch größere Probleme, da der Euro alles andere als stabil ist. Deshalb soll ja der ESM kommen, was nichts anderes heißt, als dass die noch halbwegs gut dastehenden Euroländer für andere bluten müssen. Auch spricht man ja seit Jahren von einer Euro-Rettung, aber eine gesunde Währung muss nicht gerettet werden. Das Euro-Desaster wird seinen Lauf nehmen und man wird diese Kunstwährung noch bis ins Letzte verfluchen. Aber Euro-Fans geben das natürlich nicht zu. Die werden allerdings dann dumm aus der Wäsche schauen, wenn's kracht.

Blödsinn! Es gibt keine Eurokrise, sondern viele Staatsschuldenkrisen !!!

Und es gibt Erpressungsversuche der internationalen Finanzspekulation (schönfärberisch "Finanzmärkte" genannt) gegenüber hochverschuldeten Ländern.

Und dieser Erpressung gibt die EU ständig nach, indem sie Garantien für die Schuldenstaaten übernimmt, anstatt sie in die Staatspleite zu schicken und erst nachher ein Aufbauprogramm für diese Länder zu starten !!!

1 0

Fast kein Land erfüllte die Stabilitätskriterien

Mit den Maastricht Regeln konnte man nicht verfahren, deswegen haben dann alle einmal halbstaatliche Organisationen ausgegliedert, beim BMVIT fallen mir da sofort ASFINAG, Via Donau ein, sonst gibt es auch noch zig Verschiebungen von Fördergeschichten Staat -> WKO, ...
Nachdem sich so Maastricht Kriterien erschummelt hatte (durch Auslagerung von Schulden in staatsnahe Orgs, Firmen) haben noch immer nicht alle Länder Maastricht erfüllt. Man hat nicht ein Land Pleite gehen lassen müssen, es hätte wahrscheinlich ohne diese Dricks höchstens 1/3 der Länder mal irgendwie geschafft und das war der Anfang einer Geschichte. Alles nachher ist schon ziemlich egal, wenn jedes Land sich durch Schummeln in einen Stabilitätspakt hineinmanövriert und da schon türkt, dann kann man an jeder beliebigen anderen Stelle auch den Fehler suchen, es ist aber egal, da die Voraussetzungen bei fast allen erschummelt wurden.

Re: Fast kein Land erfüllte die Stabilitätskriterien

Genau so ist es! Die meisten Länder haben Staatsschulden aufgetürmt, die sie niemals zurückzahlen können und auch nicht einmal wollen!!

Alle hoffen auf einen großen Währungskrach, der aber bitte woanders seinen Anfang nehmen soll. Bis dahin wird weitergewurschtelt......

....wobei den Genies in den Staatskanzleien eine anständige Inflation auch schon willkommen wäre!

Antworten Gast: BigKarli
12.07.2012 16:40
1 0

...

Je mehr die FED Geld druckt, je mehr sich die Geldmenge erhöht, de$to stabiler der Dollar, desto mehr Geld kann jeder haben, de$to reicher^^ wird jede(r)-

Ahm. Nachsatz - würden die Naiven denken, hätte ich fast vergessen ;-)

Gast: DieEine und sonst keine?
12.07.2012 15:37
7 1

Zweifel an den Krisenlösungen- nicht doch.

- doch nicht zweifeln an der einen Lösung, auf die man stets hingesteuert hat.
Die eine Lösung kann ja nur die eine Lösung sein, wenn man nur die eine Lösung anstrebt.

Einfach als Herde direkt weiter Voranschreiten Richtung Abgrund. Am Weg wird man mächtig geschoren, auch das Fleisch wird schon vorgeprutzelt.

Die dumpfen Schreie beim Absturtz und dem Aufprall bzw. dem gefressen werden, werden von Zurufen der massenmedialen, die Herde in die Richtung treibenden Akteure überstimmt: "Weiter voran! Alles ist in Ordnung. Einfach weitergehen..."

Der Schuldenzins der Schafstreiber gibt im Hintergrund den Ton immer schneller vor. Dohhng! Dohng! Dong! Don! Do! Ddddddddd!

Flüchten!

Sie flüchten eben nicht in den Dollar sonst würde dieser wesentlich schneller wachsen. Die Investoren sind nämlich nicht so blöd wie manche Journalisten. Die wissen nämlich ganz genau, dass auch die USA um nichts besser dasteht als Europa. Diese Leute parken ihr Geld in irgendwelchen ominösen Steueroasen und dies hat eine deflationäre Wirkung. Wenn die nämlich ihr Geld wirklich auf den Markt werfen sollten, dann hätten wir jetzt eine Inflation. Von dieser spürt man aber noch nichts, weil das Geld eben nicht in der Wirtschaft oder an der Börse landet, sondern im sicheren Safe daheim.

Dieser Zauberlehrling hat einen wesentlich besseren Überblick als die Stieglitzs, Krugmänner etc. !!!


Re: Dieser Zauberlehrling hat einen wesentlich besseren Überblick als die Stieglitzs, Krugmänner etc. !!!

Ich glaube, dass jeder mittlerweile einen besseren Überblick hat als die Regierungsökonomen. Aber ihre Denkeise alternativlos dementsprechend dürfen die nicht anders denken.

Trotzdem danke für das Kompliment :)

Gast: Blonde aus dem F.Ministerium
12.07.2012 15:17
0 8

Habe mir mein letztes Gehalt in Yen auszahlen lassen

Ich will ja die Wirtschaft ankurbeln. Daher setze ich auf Yen.

- mein Problem, ich finde nur keinen Abnehmer in Österreichs Märkten, wenn ich was einkaufen will- zB im Supermarkt, auch beim Bauernmarkt (trotz geistiger ÖVP-Nähe) nimmt der Typ es nicht an. Eine Krise ist das!

Soll ich mein Geld in US-Dollar nun wechseln?

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Re: Habe mir mein letztes Gehalt in Yen auszahlen lassen

Aus dem Witz könnte bald ernst werden. Wenn der US-Dollar gegen Euros am Schwarzmarkt gehandelt wird. Früher war es im kommunistischen Osteuropa durchaus üblich, lokale Währungen in US-Dollar zu tauschen. Wir können ja schon mal üben.

Antworten Antworten Gast: BigKarli
12.07.2012 16:30
0 1

Sehe schon die Mantel aufmachenden €$¥ Dealer bzw. "Trader" der Schattenbanken an den Straßenecken

"Psst! Wollen`S an Dollar haben?"

"Grml. Grml. Hätte auch Yen... gute Ware..."

Gast: Bärenfalle...
12.07.2012 15:13
4 0

484 Milliarden Euro alleine von der EZB abgezogen

Gemäß Angaben der EZB sind die "übernacht" Einlagen alleine dieser Woche um 484 Milliarden Euro geschrumpft.

http://www.zerohedge.com/news/full-frontal-ecbs-zirp-record-€484-billion-drop-overnight-deposits

Tja, der Euro wird jetzt fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel.

Zuerst ging es von den PIIGS--Banken über den Umweg Nordbanken zur EZB um das Geld irgendwo sicher zu parken.

Jetzt geht das Geld wohl aus der Eurozone raus.


Euro - Dollar

Gegen Ende 2000 war der Euro etwas über ganze 80 US Cents ....

mehr tut man erwarten

wenn der eurokurs so weiterfällt, dann habe ich mit 2000 dollar in 2 jahren mehr ertrag "erwirtschaftet" als mit einem sparbuch mit einer einlage von 30 000 euro.

 
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