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Kapsch TrafficCom steigert Umsatz um 42 Prozent

17.07.2012 | 08:19 |   (DiePresse.com)

Die Ergebnisse des Vorjahres liegen über den Erwartungen. Der Reingewinn blieb mit 27,5 Mio. Euro wegen Projektverzögerungen dennoch leicht unter dem Vorjahr.

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Die börsenotierte Kapsch TrafficCom konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 den Umsatz über den Erwartungen um 42 Prozent auf 550 Millionen Euro steigern. Beim Nettogewinn kam es allerdings zu einem leichten Rückgang um drei Prozent auf 27,5 Millionen Euro. Schuld daran seien Projektverzögerungen, teilte der Mautspezialist am Dienstag ad hoc mit. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit einem Umsatz von 503 Millionen Euro und einem Nettogewinn von 24,8 Millionen Euro gerechnet.

Für das laufende und die kommenden Wirtschaftsjahre ist das Unternehmen grundsätzlich optimistisch, "trotz eines makroökonomisch weiterhin herausfordernden Umfeldes", wie es im Ausblick heißt.

2012/13 werde durch die weitere Entwicklung im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme des elektronischen Mautsystems für den mehrspurigen Fließverkehr in der südafrikanischen Provinz Gauteng sowie die erwarteten Ausschreibungen für landesweite elektronische Mautsysteme in Ungarn, Slowenien und Dänemark geprägt sein.

Software für intelligente Stromzähler

Die Kapsch-Gruppe, die bisher Systeme für die Lkw-Maut, die Bahnkommunikation und IT-Infrastruktur liefert, will auch in das Geschäft mit "intelligenten Stromnetzen" einsteigen. Zu diesem Zweck ist Kapsch an Projekten zur Einführung von "Smart Meters" im Vorarlberger Feldkirch und im ungarischen Elmü (jeweils 10.000 Haushalte) beteiligt, sagte der für das junge Geschäftsfeld zuständige Kari Kapsch. Sein Unternehmen wolle nicht die Zähler selbst,  sondern die Software liefern, die die Geräte kommunikationsfähig machen soll und die von den Energieversorgern für die Abrechnung benutzt wird. Derzeit arbeiten rund 30 Mitarbeiter des Konzerns an den Programmen.

Im vergangenen April ist die österreichische Smart Meter-Verordnung erlassen worden. Bisher sind in Österreich knapp 200.000 von insgesamt rund 5,7 Millionen Zählern umgerüstet, bis 2019 sollen sollen 95 Prozent der Haushalte mit intelligenten Stromzählern versehen sein.

 

(APA)

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