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Börse-Vorstand: "Wertpapier-KESt ersatzlos streichen"

18.07.2012 | 10:34 |   (DiePresse.com)

Michael Buhl hält die Einführung der Steuer für ein schlechtes Signal an die Anleger. Die Transaktionen sind seit April um ein Viertel gefallen.

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Der Vorstand der Wiener Börse AG fordert die Abschaffung der erst im April eingeführten Kapitalertragssteuer auf Wertpapiere. Die Börsenumsätze seien in Wien "etwas stärker zurückgegangen" als auf vergleichbaren Handelsplätzen im Ausland. "Das führe ich schon zum Teil auch darauf zurück, dass eben die Wertpapier-KESt in Kraft getreten ist", sagte Vorstandsmitglied Michael Buhl im Ö1-Morgenjournal des ORF-Radios.

Die Steuer sei ein administrativer Aufwand und benachteilige den Wiener Kapitalmarkt gegenüber ausländischen Börsen, sagte Buhl. An der Wiener Börse sind die Transaktionen seit April um ein Viertel zurückgegangen. Während derartige Steuern in anderen Ländern abgeschafft worden seien, habe Österreich diese neu eingeführt - "ein schlechtes Signal", so Buhl. Er ist der Meinung, dass die Steuer nichts bringe und deswegen wieder ersatzlos gestrichen werden sollte.

Als Teil des Sparpakets der Regierung müssen Anleger seit 1. April 25 Prozent der Gewinne aus Wertpapieren als Kapitalertragssteuer abführen. Bisher waren Kursgewinne nur dann steuerpflichtig, wenn die Papiere kürzer als ein Jahr gehalten worden sind. Der Staat erhofft sich daraus bereits heuer 50 Millionen Euro Steuereinnahmen.

(APA)

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6 Kommentare

Die KESt macht Aktiensparen für Leute, die Lohnsteuer (nicht Einkommensteuer) zahlen, unmöglich!

Niemand hat nur ein Aktie, alle wissen, dass man das Risiko streuen muss und hat deshalb eine Reihe von Aktien mit entsprechend kleinen Kosten je Aktie. Man hat dann Verluste und Gewinne und hofft, dass unterm Strich ein Gewinn übrigbleibt (was nicht jedes Jahr der Fall ist). Lohnsteuerpflichtige können diese Gewinne und Verluste aber nicht gegenrechnen, sie zahlen für alle Aktien, die einen Gewinn abgeworfen haben KESt, auch wenn sie unterm Strich nur verloren haben!

Dazu kommt, dass der Gewinn nicht gegenüber den wirklichen Anschaffungskosten, sondern gegen den Kurs Ultimo März berechnet wird, als der Kurs niedrig war, weil niemand gekauft hat. Auch aus diesem Grund zahlt man KESt auch bei Aktien, bei denen man keinen Gewinn, sondern einen Verlust hatte!

Damit ist Aktiensparen für kleine Leute ein todsicheres Verlustgeschäft, was die Börsenumsätze natürlich drückt!


WP-KESt bedeutet:

- Steuererschwernis für langfristige Anleger (von veranlagten, bereits versteuerten Geld 25% auf Zuwachs, 25% auf Divindenden)

- Steuererleichterung für Zocker (statt via Einkommens- oder Lohnsteuer in die Steuerprogression nurnoch 25% minus Tradingaufwand)

alle Steuern

wenn die Steuern auf Arbeit auch gestrichen oder zumindest dtl. gekürzt werden, dann kann man auch die KESt auf Wertpapiere streichen

Antworten Gast: Halbwissen
18.07.2012 13:38
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Re: alle Steuern

Wenn niemand mehr investiert werden Sie als Arbeitsloser sowieso keine Steuern mehr zahlen müssen !

1 0

Re: Re: alle Steuern

das ist zwecklos,der schnallt das sowieso nicht.ich seh sogar die wiener börse untergehen!

Re: Re: Re: alle Steuern

würde mir auch gern Wertpapiere kaufen und investieren, fressen leider bei 50% Lohnnebenkosten ( nur Arbeitnehmeranteil) die Abgaben alles auf. Ich kapier's schon!