Der börsenotierte OMV-Konzern hat im zweiten Quartal 2012 seine Produktion sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres gesteigert. Die Gesamtproduktion betrug 305.000 Fass Öl-Äquivalent (boe) pro Tag - vor einem Jahr waren es 275.000 boe/d gewesen und im ersten Quartal dieses Jahres 299.000 boe/d.
Der Produktionsanstieg sei vor allem auf den Wiederanstieg der Produktion in Libyen zurückzuführen, die nun nahe am Vorkrisenniveau liege, teilte die OMV im Quartalszwischenbericht mit. Am 8. August wird das vollständige Quartalsergebnis veröffentlicht. Auch die Produktionsmengen in Neuseeland seien gestiegen. Dieser Anstieg sei jedoch durch eine geringere Produktion in Rumänien und Österreich (geplanter Wartungsstillstand in Aderklaa) teilweise ausgeglichen worden.
Niedrige Ölpreise steigern Profitabilität
Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde im zweiten Quartal durch die Ölpreis-Hedges mit 32 Millionen Euro negativ beeinflusst. Die Quartalsergebnisse enthalten auch Netto-Sonderaufwendungen von rund 140 Millionen Euro, die hauptsächlich einer Wertberichtigung in Österreich (Gasfeld Strasshof) und Personal-Restrukturierungen in Rumänien und Österreich zuzurechnen seien.
Die Referenz-Raffineriemarge der OMV hat sich von 1,51 auf 4,15 Dollar je Barrel verbessert. Im 1. Quartal hatte die Marge 1,85 Dollar betragen. Positiv auf die Profitabilität ausgewirkt haben sich dabei die niedrigeren Ölpreise, wodurch die Kosten für den Eigenverbrauch geringer ausfielen. Allerdings führte die fallenden Ölpreise auch zu hohen Lagerhaltungsverlusten (negativer CCS Effekt). Der im Vergleich zum Euro stärkere US-Dollar hatte einen positiven Effekt auf das Ergebnis des 2. Quartals, da der Rückgang des Ölpreises in Euro schwächer ausfiel als in Dollar.
Borealis-Ergebnis hinter erstem Quartal
Der Kunststoffhersteller Borealis, an dem die OMV rund 36 Prozent hält, hat laut Zwischenbericht im 2. Quartal ein etwas niedrigeres Ergebnis erzielt als im 1. Quartal. Belastet wurde das Ergebnis durch negative Lagerhaltungseffekte und niedrigere Polyolefinmengen und -margen. Einen stark positiven Beitrag lieferte neuerlich Borouge, das Joint Venture mit der Abu Dhabi National Oil Company.
(APA)

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