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Neues Immofinanz-Urteil

27.07.2012 | 18:26 |   (Die Presse)

Der frühere Chef der Constantia Privatbank Petrikovics soll Anleger falsch beraten haben. Petrikovics war auch Vorstandsvorsitzender der Immobiliengruppe.

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Wien/Höll. In der Causa Immofinanz sind noch hunderte Klagen von Anlegern anhängig. Viele haben die Immofinanz-Aktien bei der Constantia Privatbank (heutige Aviso Zeta) gekauft und klagen auf Schadenersatz. Nun hat das Handelsgericht Wien erstmals in erster Instanz festgestellt, dass der frühere Constantia-Chef Karl Petrikovics einen Investor in Bezug auf Aktien der Immofinanz „falsch“ beraten haben soll. Petrikovics war auch Vorstandsvorsitzender der Immobiliengruppe.

Als es mit dem Kurs bergab ging, wollte der Anleger die Immofinanz-Papiere verkaufen. Doch Petrikovics soll gesagt haben, dass nur eine vorübergehende Marktdelle vorliege und die Kurse wieder steigen werden. Dabei soll Petrikovics zum damaligen Zeitpunkt gewusst haben, dass Constantia-Töchter Aktien von Immofinanz und Immoeast gehalten haben sollen und durch „eine Publizität dieser Beteiligung zusätzliche Verluste befürchtet wurden“, so das Gerichtsurteil.

Die Betroffenen bestreiten die Vorwürfe. Es gilt die Unschuldsvermutung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es ist davon auszugehen, dass das Institut dagegen berufen wird.

Thomas Kainz von der Wiener Rechtsanwaltskanzlei Kerres und Partners, der den involvierten Anleger vertritt, ist zuversichtlich, dass das Urteil auch in den nächsten Instanzen halten wird.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.07.2012)

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2 Kommentare
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Petrikovics

Die Handlungen des Petrikovics werden von den Zivilgerichten offenbar richtig als betrügerisches Vorgehen beurteilt. Wann werden die Strafgerichte den Fall Constantia endlich beurteilen?

Gast: wendo43
28.07.2012 09:15
0 1

Werbeeinschaltung?

Werden jetzt in der “presse“ schon PR-Aussendungen ohne jeden Gegencheck, in diesem Fall von einer Anwaltskanzlei,übernommen?

Sorry, aber das liest sich so. Da wurde nicht einmal der Versuch einer Objektivierung unternommen. Das erwarte ich von einer Zeitung. Den sonst kann ich einen PR-Aussendungs-Dienst auch abonnieren.

Das fällt mit leider schon länger auf. Letztens ist ein Handelsuntsrnehmen - ganz andere Baustelle - damit durchgekommen.

Sind das schon die Vorboten einer Fusion Mit dem Wirtschaftsblatt? Als teuer Presse-Leser hohe ich das nicht.