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Schwellenländer: Vorsicht vor staatsnahen Unternehmen

30.07.2012 | 17:17 |   (Die Presse)

In den Emerging Markets sind teilstaatliche Firmen mächtig. Anleger enttäuschen sie allerdings oft wegen ihrer niedrigen Rendite. Fondsmanager warnen in solche Unternehmen zu investieren.

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Wien/red. In vielen Schwellenländern haben an der Börse teilstaatliche Unternehmen das Sagen. Laut JP Morgan Research sind 28 der 100 größten Schwellenländerfirmen in öffentlicher Hand. Fondsmanager von M  &  G Investments warnen Anleger davor, in solche Unternehmen zu investieren.

„In Märkten mit einem hohen Maß an staatlicher Beteiligung haben wir es häufig mit Überinvestitionen und einem vergleichsweise wenig effizienten Unternehmenssektor zu tun. Das spiegelt sich in nur moderaten Renditen auf das investierte Kapital wider“, schreibt Matthew Vaight von M  &  G in einer Mitteilung.

Ein gutes Beispiel dafür sei China. Der Börsenindex MSCI China setze sich überwiegend aus Tochtergesellschaften großer staatlicher Unternehmen zusammen, an denen der Staat eine Mehrheitsbeteiligung hält. Viele Wirtschaftszweige, vom Ölsektor bis zur Finanzbranche, würden auf diese Weise von der Regierung kontrolliert. Vor allem bei den Banken mische sie sich dabei stark in die Geschäftsstrategie ein. 2009 wurden die Institute etwa angewiesen, ihre Kreditvergabe massiv auszuweiten. „Wenn selbst der Vorstand einer Bank kaum Einfluss auf die Strategie und die Struktur seines Kreditportfolios hat, dann ist es für Anleger sehr schwierig, den Prognosen dieser Firma zu vertrauen“, gibt Vaight zu bedenken.

Zahl unabhängiger Firmen steigt

Chinesische Kreditinstitute würden auch häufig dazu benutzt, chinesische Staatsunternehmen mit günstigen Krediten auszustatten. Das erzeuge für diese Firmen künstlich niedrige Kapitalkosten. Häufig schafften sie es jedoch nicht, diesen Vorteil in Profitabilität umzumünzen. Das würden auch Untersuchungen der Universität Hongkong zeigen. Anleger sollten in jedem Fall bedenken, dass eine Beteiligung durch den Staat einen Interessenkonflikt zwischen der Regierung als Mehrheits- und Privatinvestoren als Minderheitsaktionären erzeugen kann.

Die gute Nachricht: In China steige die Zahl der unabhängig und gut geführten Unternehmen. In zehn Jahren dürften viele chinesische Marken nach Meinung der Experten im Westen viel bekannter sein als heute. Bei M  &  G setzt man etwa auf das chinesische Industriegas-Unternehmen Yingde Gases oder Mindray Medical, einen Hersteller von Medizintechnik. „Mindray Medical zeigt einen ermutigenden Trend, den wir zurzeit in China beobachten. Das Unternehmen investiert in Forschung und Entwicklung sowie in sein Markenimage, um Aktionären einen Mehrwert zu bieten“, sagt Vaight.

Wegen der Qualität seiner Produkte könnte Mindray Medical sogar mit dem US-Riesen General Electric konkurrieren. Das Papier des Unternehmens liegt auf Jahressicht über zwölf Prozent im Plus, während der MSCI-China-Index 20 tiefer als vor einem Jahr notiert.

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1 Kommentare
Gast: trader1
30.07.2012 21:18
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die gazprom

müste man sich sofort nach allen kriterien kaufen ..

nur was weiss ich, was der judofreund aus st petersburg den direktoren wieder anschafft ohne ihnen selbstverständlich auch nur das geringste anzuschaffen ....