London/Reuters/APA. Geldwäsche, Falschberatung und Zinstricksereien: Die Vorwürfe gegen die britische Großbank HSBC nehmen kein Ende. Vorstandschef Stuart Gulliver räumte am Montag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen ein, dass es in Europas größtem Geldhaus an allen Ecken brennt. „Die Bank ist klar vom Weg abgekommen“, sagte er. Es werde lange dauern, das lädierte Image wieder aufzupolieren und Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.
Zwei Milliarden für Strafen
Insgesamt zwei Milliarden Dollar stellte das Institut zurück, um sich für Strafen und Entschädigungszahlungen zu wappnen. Allein 700 Mio. sind für Strafen reserviert, die HSBC nach den Geldwäschevorwürfen des US–Senats gegen die Bank erwartet.
Eventuelle Kosten, die aus den Ermittlungen im weltweiten Zinsskandal entstehen könnten, sind da noch gar nicht eingerechnet. Das alles belastet zusehends den Gewinn. Im ersten Halbjahr ging der Überschuss um 8,3 Prozent auf 8,44 Mrd. Dollar (6,85 Mrd. Euro) zurück. In Europa schrieb die Bank einen Verlust von 667 Mio. Dollar nach einem Gewinn von gut 2,1 Mrd. vor einem Jahr.

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