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UBS verklagt Nasdaq – Facebook bringt Millionenverlust

31.07.2012 | 16:37 |   (Die Presse)

Die Schweizer Großbank UBS sitzt auf einem Schaden von 349 Millionen Franken wegen des missglückten Börsegangs von Facebook. Die Bank will nun Klage gegen die Technologiebörse Nasdaq einreichen.

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Zürich/Auer/Bloombrg. Der missglückte Börsegang von Facebook fordert sein erstes prominentes Opfer. Die technischen Probleme am ersten Handelstag rissen ein 349 Millionen Franken (290,6 Mio. Euro) großes Loch in die Bilanz der Schweizer Großbank UBS zum zweiten Quartal. In Summe schaffte das Institut einen Gewinn von 425 Mio. Franken. Ein Jahr zuvor waren es noch 58 Prozent mehr gewesen.

Grund für das Schlamassel am 18. Mai waren technische Probleme bei der New Yorker Technologiebörse Nasdaq. Die UBS hatte als „market maker“ zahlreiche Kaufaufträge von Kunden. Doch da das Computersystem der Nasdaq dem Ansturm nicht gewachsen war, wussten die Händler lange Zeit nicht, ob ihre Order bei der Börse angekommen sind. Viele UBS-Händler bestellten sicherheitshalber mehrfach und saßen letztlich auf deutlich mehr Facebook-Aktien als sie eigentlich kaufen wollten. Seit dem Börsegang verloren die Papiere über ein Drittel an Wert.

„Grobes Missmanagement“

Die Großbank will nun Klage gegen die Nasdaq einreichen. UBS-Chef Sergio Ermotti wirft dem Handelsplatz „grobes Missmanagement“ und „Pflichtverletzung“ vor und fordert „volle Entschädigung“.

Die UBS ist nicht das einzige Unternehmen, das gerichtlich gegen die Nasdaq vorgehen will. „Es war keine Glanzstunde von uns“, räumte Nasdaq-Chef Robert Greifeld schon kurz nach dem Börsegang ein. Die angebotene Entschädigung erhöhte die Technologiebörse vor wenigen Tagen von 40 Mio. auf 62 Mio. Dollar – ein Bruchteil dessen, was allein die UBS durch den Fehler verloren haben will.

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5 Kommentare
Gast: Wasserlaeufer
31.07.2012 21:16
4 1

Na wenn jemand Zuckerberg

Madoff oder so aehlich heisst dann weiss der
Normalverbraucher schon, dass dort heftigst
gemauschelt wird.

Gast: Feuervögelchen
31.07.2012 20:26
7 0

Das Fratzenbuch und die Zwitscherer, erinnert an den Börsegang der deutschen Telekom - auch so eine 100% sichere "Volksaktie" wie die Aktien des Fratzenbuches.

Wengistens sind diesmal auch Institutionelle voll eingefahren - das freut mich sehr!


Antworten Gast: hahahallo
01.08.2012 13:01
1 0

Re: Das Fratzenbuch und die Zwitscherer, erinnert an den Börsegang der deutschen Telekom - auch so eine 100% sichere "Volksaktie" wie die Aktien des Fratzenbuches.

erinnern sie sich mal an Meinl und den Börsengang. Das war ja für Wiener Börse-Verhältnisse auch eine recht "lustige" Geschichte

bubble

plustert sich auf und bald wird es plop machen
farcebuch verschwindet in die Bedeutungslosigkeit,weil niemand 3000 Freunde braucht

Antworten Gast: yoshi1
31.07.2012 20:55
1 0

Re: bubble

Da täuschen Sie sich vermutlich gleich doppelt:

Nicht die vielen Freunde sind der Kick der User, sondern die Möglichkeit sich selbst darzustellen/bieten zu können. Vielleicht ist FB einmal weg, aber soziale Netzwerke wird es wohl nun so lange geben bis es neue Ideen und Möglichkeiten gibt.