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Geheimnis Einkommen: Nur jedes dritte Paar redet darüber

01.08.2012 | 12:48 |   (DiePresse.com)

Vor allem die Jungen haben kaum noch ein gemeinsames Konto. Bei den Haushaltsausgaben macht ein Drittel der Paare halbe-halbe.

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Die Österreicher wohnen zwar gerne zusammen, die Hälfte bevorzugt jedoch ein getrenntes Bankkonto. Laut einer Trendstudie von Andrea Baidinger von der bauen wohnen immobilien Kommunikationsberatung pflegen nur aktuell 38 Prozent der Paare in ihrer Lebensgemeinschaft einen offenen und transparenten Umgang mit ihrem Einkommen und damit die Vermeidung von programmierten Konflikten rund um die Finanzen und verfügen nur über ein gemeinsames Bankkonto, mit dem alle Ausgaben bestritten werden. Geld ist in Partnerschaften ein hoch sensibles Thema und der zweithäufigste Anlass ernsthafter Beziehungsprobleme bis hin zur Trennung.

Jüngere Paare trennen häufiger

Gerade beim Gemeinschaftskonto zeigen sich zudem deutlich die gesellschaftlichen Veränderungen, denn nur die über 50-Jährigen stehen zu 50 Prozent zum gemeinsamen Konto. Je jünger, desto eher werden getrennte Bankkonten geführt. Knapp 80 Prozent der jungen Paare unter 30 haben getrennte Konten und nur mehr 18 Prozent ein gemeinsames Bankkonto.

Bei der Entscheidungsfindung größerer Anschaffungen hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert: "Vor zehn Jahren waren weniger als zehn Prozent der Frauen in die ultimative Entscheidung über den Kauf von Auto oder Wohnungseinrichtung eingebunden. Heute zählen diese beiden zu den Top-Gemeinschaftsentscheidungen", sagte Baidinger.

Während der Dekobereich noch immer eine Domäne der Frauen ist, lassen sich Männer dagegen beim Kauf von Handwerksmaterialien nicht gerne reinreden. Die Anschaffung von Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräten sowie Laptop oder PC wird weitgehend gemeinsam entschieden.

Ein Drittel macht halbe-halbe

Ein Drittel der Paare teilt sich die Haushaltsausgaben halbe-halbe. Aber das Selbstbild und die Einschätzung des Partners in Bezug auf die Ausgaben innerhalb des Haushaltsbudgets differenzieren eklatant, vor allem Männer gewichten den eigenen finanziellen Beitrag weitaus höher als den ihrer Partnerin. Denn etwa 60 Prozent der Männer sind der Meinung, ihre Partnerin würde weniger als die Hälfte zum Budget beitragen, während nur 45 Prozent der Frauen diesen Wert für sich angeben.

(APA)

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7 Kommentare

wenn man einander beim geld nicht vertrauen kann

dann ist wohl zuwenig vertrauen insgesamt vorhanden

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Da Partnerschaften heute nicht ewig halten,

macht es aus prgmatischen Gründen auch Sinn die Finanzen getrennt zu halten.

Bei wesentlichen Anschaffungen sollte jeder wissen was wem gehört, dann gibt es bei der Trennung weniger Probleme.

In den gemeinsamen Topf für die Lebensausgaben sollte vielleicht jeder mit seiner finanziellen Leistungsfähigkeit einzahlen.

Im Fall einer Scheidung mit Kindern zahlt ohnehin immer der Mann drauf.


Gast: Liza Minnelli
01.08.2012 16:12
1 0

Geheimnis Einkommen: Nur jedes dritte Paar redet darüber......

....spätestens bei der Scheidung reden ALLE darüber!

Gast: gast_xyz
01.08.2012 15:44
0 0

dann gehöre ich zu einer Minderheit

In meiner Partnerschaft hat jeder sein eigenes Konto und es gibt ein Gemeinschaftskonto worüber alle Ausgaben des Haushaltes abgeglichen werden. Wir überweisen auch beide den gleichen Betrag. So ists wirklich fai - aber von der Art wird hier ja gar nichts erwähnt. Denn wir haben ja sowohl Gemeinschaftskonto als auch jeder sein eigenes.

aber von der Art wird hier ja gar nichts erwähnt

Doch der Fall ist in "Knapp 80 Prozent der jungen Paare unter 30 haben getrennte Konten und nur mehr 18 Prozent ein gemeinsames Bankkonto" versteckt.

Denn etwa 60 Prozent der Männer sind der Meinung, ihre Partnerin würde weniger als die Hälfte zum Budget beitragen, während nur 45 Prozent der Frauen diesen Wert für sich angeben

Es ist ja auch tatsächlich fast unmöglich, das Budget durch 2 zu teilen und diese Zahl dann korrekt in Relation zur Summe der eigenen Ausgaben zu setzen.
Und da die darunterliegende Mathematik so unsagbar kompliziert ist, ist´s auch kein Wunder, wenn´s da dauernd Missverständnisse gibt.

Gast: 1. Parteiloser
01.08.2012 13:34
2 0

Eine gute Entwicklung!

Die Verfügungsgewalt über das eigene Einkommen ist ein wesentlicher Bestandteil der Freiheit des Individuums. Getrennt Konten sind daher für alle Beteiligten sehr wichtig. Natürlich steht es den Beteiligten frei zusammen auch anderes zu entscheiden.

Der Trend zu getrennten Konten kommt auch durch die zunehmende wirtschaftliche Selbstständigkeit der Frauen, welche nur positiv gesehen werden kann. Der Wermutstropfen dabei ist aber, dass die laufend fallenden Realeinkommen des Einzelnen deren zusätzliches Wirtschaften zur Versorgung der Familien einfach erforderlich machen.

Diese Freiheit des eigenen Wirtschaftens kann man auch aus den Menschengrundrechten ableiten. Leider gesteht die Staatlichkeit den Menschen das immer weniger zu und raubt den Menschen zunehmend deren Einkommen, also auch deren Leistung.