Frankfurt/Reuters. In den vergangenen Jahren sah es noch so aus, als würde der Konsumgüterhersteller Beiersdorf von Konkurrenten wie Henkel und Procter & Gamble abgehängt werden. Analysten bemängelten vor allem die schwache Präsenz in den Schwellenländern. In zwei Jahren soll der Umsatz in Ländern wie Brasilien, Russland und China aber 50 Prozent des Umsatzes ausmachen, kündigte der neue Konzernchef Stefan Heidenreich am Donnerstag an.
Für das zweite Quartal konnte er einen um die Kosten für die Neuausrichtung der Kosmetiksparte bereinigten Betriebsgewinn von 192 Mio. Euro präsentieren – eine Steigerung von rund fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Heidenreich kündigte zudem an, die Kernmarke Nivea wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern bereits zahlreiche Produkte aus den Regalen entfernt, die nicht gut liefen. Zudem wird das Kerngeschäft künftig stärker regional geführt.
An der Börse erhielt der Konzern am Donnerstag großen Zuspruch. Am Nachmittag lag das Papier über sieben Prozent im Plus und befand sich damit einsam an der Spitze der 30 DAX-Werte. Seit Jahresbeginn hat der Konzern gut 30 Prozent zugelegt. Das liegt auch daran, dass „defensive“ Konsumwerte inmitten der Schuldenkrise gefragt sind.