Wien/Ag./red. Der japanische Sony-Konzern kommt nicht aus der Krise: Nach einem Milliardenverlust im Gesamtjahr und dem Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen haben nun die Zahlen zum ersten Quartal negativ überrascht: In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres reduzierte sich der Gewinn um 77 Prozent auf umgerechnet 65,4 Mio. Euro. Die Erwartungen für das Gesamtjahr wurden ebenfalls zurückgeschraubt. Der starke Yen wie auch das Fernsehgeschäft machen dem Unternehmen schon seit Längerem zu schaffen.
Im April diesen Jahres ist Kazuo Hirai als neuer Konzernchef angetreten, um bei Sony das Ruder herumzureißen. Seitdem hat sich der Aktienkurs aber nicht erholt, sondern ist um mehr als zwei Fünftel gefallen.
Sharp baut 5000 Mitarbeiter ab
Unterdessen schnallt auch Sharp den Gürtel enger. Der japanische Elektrokonzern streicht nach einem Quartalsverlust von 138,4 Mrd. Yen (1,4 Mrd. Euro) 5000 Arbeitsplätze und damit nahezu jede zehnte Stelle. Wie auch Sony hat Sharp infolge der gesunkenen Nachfrage Probleme, seine Fernseher zu verkaufen. Über eine Partnerschaft mit Foxconn, das unter anderem für Apple arbeitet, will Sharp versuchen, das Ruder herumzureißen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.08.2012)

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