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LinkedIn gewinnt Aktien-Duell gegen Facebook

03.08.2012 | 09:29 |   (DiePresse.com)

LinkedIn erfüllt im Gegensatz zu Facebook bisher alle Erwartungen. Seit dem Börsengang hat sich der Wert der Aktie verdoppelt, bei Facebook fast halbiert.

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Während Facebook Verluste schreibt und langsamer wächst, zieht das weltgrößte berufliche Online-Netzwerk LinkedIn davon. Das Karrierenetzwerk hat nach einem Umsatzsprung von 89 Prozent im zweiten Quartal seine Jahresprognose erhöht. Das Unternehmen aus Mountain View in Kalifornien rechnet nach Angaben vom Donnerstag nun mit Erlösen zwischen 915 und 925 Millionen Dollar. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz auf 228 Millionen Dollar (185 Mio. Euro). Der Gewinn lag bei 2,8 Millionen Dollar nach 4,5 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das lag unter anderem an Aktien, die Mitarbeiter bekommen haben. Diesen Schönheitsfehler verziehen die Anleger dem Unternehmen jedoch.

175 Millionen Nutzer

LinkedIn war eines der ersten sozialen Netzwerke, dass an die Börse ging und erfüllt im Gegensatz zu Facebook bisher alle Erwartungen. Die Aktie hat sich seit dem IPO-Debüt bei 45 Dollar im Mai 2011 auf nunmehr 93 Dollar mehr als verdoppelt. Nach Bekanntgabe der Zahlen ging es nachbörslich um sechs Prozent nach oben.

Derzeit zählt das Unternehmen 175 Millionen Nutzer, die über LinkedIn neue Jobs finden oder offerieren wollen. Geld verdient LinkedIn unter anderem mit Abo-Modellen für Premium-Angebote, Werbung und Unternehmen, die über LinkedIn Mitarbeiter einstellen. Facebook verdient sein Geld vor allem mit Werbeanzeigen und Online-Spielen.

83 Millionen Facebook-Profile sind "Phantome"

Beim Konkurrenten Facebook sieht die Lage anders aus. Von hundert Facebook-Profilen sind beinahe neun Dopplungen, das Werk von Kriminellen oder repräsentieren keine Menschen, sondern etwa Haustiere: Der US-Internetriese teilte am Donnerstag in seinem jüngsten Börsenbericht mit, dass gut 83 Millionen der etwa 955 Millionen aktiven Facebook-Nutzer in Wahrheit "Phantome" seien. Facebook bemühe sich, "dieses Verhalten einzuschränken oder zu beenden", hieß es in dem Bericht.

Besonders "unerwünschte Konten" seien die geschätzten 1,5 Prozent, die Kriminelle für die Versendung von Spammails nutzten, berichtete das Unternehmen. 4,8 Prozent aller Profile gehören demnach Nutzern, die sich gleich zwei oder mehr Identitäten in dem weltweit größten sozialen Netzwerk gönnten. Auch Haustiere oder andere "nicht menschliche Einheiten" hätten Facebook-Auftritte. Gut 2,4 Prozent sollen dies insgesamt sein. Die falschen Konten seien vor allem in "weniger entwickelten Märkten wie Indonesien und der Türkei" zu beobachten.

Facebook-Aktie fällt unter 20 Dollar

Die Aktie von Facebook stand am Donnerstag weiter unter Druck und fiel im Handel an der Wall Street erstmals unter die Marke von 20 Dollar (16,2 Euro). Am Ende des Tages gingen sie mit 20,04 Dollar aus dem Handel, ein Verlust von vier Prozent im Vergleich zum Vortrag. Damit hat das weltgrößte soziale Netzwerk seit seinem viel beachteten Börsendebüt fast 50 Milliarden Dollar an Wert verloren - mehr als Hewlett-Packard oder Starbucks überhaupt wert sind. Facebook war am 18. Mai mit 38 Dollar je Anteilsschein debütiert. Seither haben Sorgen über die Wachstumsaussichten, die zu hohe Anfangsbewertung und den Abgang von bekannten Gesichtern den Kurs auf Talfahrt geschickt.

(APA/Reuters)

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1 Kommentare

ist doch egal,

hauptsache der zuckerberg schläft auf einem geldberg, soviel zucker kann er gar nicht fr...., auf daß ihm je das geld ausginge.

Und ja, ich hab' ein fb-pseudonym, weils mittlerweile dumme firmen gibt die ihr anbot nur über fb feilbieten, und wenn er das löscht, dann hab ich halt gar keinen account.

Aber ich habe kein Interesse über fb erreichbar zu sein und jemanden beleidigen zu müssen weil ich ein "freundschaftsansuchen" eines nicht-freundes ablehne!