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Brasiliens Anleihen gefragt

03.08.2012 | 18:50 |   (Die Presse)

Brasilianische Anleihen auf Dollarbasis sind für Investoren auch aus Sicherheitsgründen interessant. Brasilien wird von Standard and Poor's mit „BBB“ und damit der zweitniedrigsten Stufe bewertet.

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Wien/Bloomberg/Red. Wer dieser Tage in österreichische, deutsche oder auch US-Anleihen investieren will, muss sich für einen Zeitraum von zehn Jahren mit niedrigen Renditen zufriedengeben. Nicht so in Brasilien. Dort erreichen die Renditen von Staatsanleihen auf Dollarbasis mit 3,62 Prozent zwar auch keine schwindelerregenden Höhen. Aber: Im Juli dieses Jahres konnten Anleger mit einer Investition in brasilianische Dollarbonds mit einem Plus von 4,63 Prozent die besten Erträge seit drei Jahren erzielen. Zudem haben sie damit den durchschnittlichen Anstieg von staatlichen Schuldverschreibungen aus Schwellenländern, der bei vier Prozent lag, übertroffen. Das geht aus dem EMBI Global Index von JPMorgan hervor.

Das Vertrauen in brasilianische Bonds ist zuletzt gestiegen. „Anleihefonds, die in spanische oder italienische Bonds investiert waren, haben ihr Geld abgezogen und begonnen, in den Emerging Markets zu investieren“, sagt Henry Stipp von Threadneedle Asset Management.

 

Brasilien schlechter bewertet

Um die brasilianische Bonität ist es allerdings etwas schlechter bestellt als um die Kreditwürdigkeit Spaniens oder Italiens. Brasilien wird von Standard and Poor's mit „BBB“ und damit der zweitniedrigsten Stufe bewertet. „Es gibt einen Heißhunger auf alles, was relativ sicher ist und eine gewisse Rendite bietet“, sagt Paul McNamara von Gam Investment.

Möglicherweise legt Brasilien heuer noch Anleihen mit einer Laufzeit von zehn und 30 Jahren auf, sagt Jeremy Brewin von Aviva Investments. Mit den Erlösen könnte der Staat ältere Anleihen mit höheren Renditen zurückkaufen, die sonst 2017 fällig würden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.08.2012)

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1 Kommentare
Gast: d.k.
07.08.2012 12:29
0 0

achtung!

brasiliens anleihen notieren derzeit durchwegs bei über 115 prozent vom nominale, die renditen sind nur deshalb höher, weil der nominalzins entsprechend höher ist.

eine derart aufgeblähte notierung als sicher zu bezeichnen, obwohl auf 5 jahressicht der allgemeine zins eher steigen als fallen dürfte, ist gefährlich und - ich wage es so zu formulieren - schlichtweg falsch