Die Zukunft der Wall-Street-Firma Knight Capital ist gesichert. Eine Gruppe von Investoren stelle 400 Millionen Dollar (327 Millionen Euro) bereit, teilte der Aktienhändler am Montag mit. Die rettende Kapitalspritze hat jedoch einen hohen Preis: Die bisherigen Anteilseigner dürften aber die Kontrolle über das Unternehmen verlieren. Für das Geld gibt es Schuldpapiere, die in rund 267 Millionen Aktien umgewandelt werden können. Damit dürften die Investoren später knapp drei Viertel der Anteile halten.
Knight ist seit Mittwoch in Turbulenzen, nachdem technische Probleme auf Knight-Handelssystemen für irrationale Kursbewegungen an der US-Börse gesorgt hatten. Als Folge saß Knight Capital auf einem Berg zu teuer gekaufter Aktien. Das offenbar durch eine neue, fehlerhafte Software verursachte Desaster kostete Knight nach eigenen Angaben rund 440 Millionen Dollar.
Nach Informationen des "Wall Street Journal" (WSJ) wollte Knight-Chef Thomas Joyce die Börsenaufsicht SEC zunächst überreden, die Order einfach rückgängig zu machen. Doch SEC-Chefin Mary Shapiro lehnte unter Hinweis auf geltende Regeln ab.
(APA/Reuters/dpa)

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