Wien/b. l. Die Aktie des Feuerfestkonzerns RHI hat seit Jahresbeginn um 31 Prozent zugelegt und ist damit der dritterfolgreichste Wert im Wiener Leitindex ATX (nach Andritz und Raiffeisen). Das ist jedoch vor allem auf die gute Performance bis Ende April zurückzuführen. Danach schwächelte der Kurs: Anleger und Analysten erwarteten, dass die Konjunkturflaute dem konjunktursensiblen Geschäft des Unternehmens, das Feuerfestverkleidungen für die Stahl-, Glas-, und Zementindustrie liefert, zusetzen würde.
Die Halbjahreszahlen überraschten die Marktteilnehmer positiv: Der Nettogewinn ist um 27 Prozent auf 62,3 Mio. Euro angestiegen, Analysten hatten mit einem Plus von 20 Prozent gerechnet. Der Umsatz erhöhte sich um 7,3 Prozent auf 912,8 Mio. Euro. Die Ebit-Marge verbesserte sich von 8,1 auf 8,5 Prozent. Die Aktie stieg daraufhin kräftig.
Ertragskraft soll steigen
Die RHI rechnet damit, dass die Ebit-Marge (Betriebsergebnis in Relation zum Umsatz, sie gibt Auskunft über die Ertragskraft) im Gesamtjahr höher ausfallen wird – 2011 lag sie bei 8,6 Prozent. Das will man durch Preiserhöhungen und einen höheren Anteil am Industriegeschäft schaffen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.08.2012)

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