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Andritz: Gute Zahlen, trübe Aussichten

07.08.2012 | 17:05 |   (Die Presse)

Die Krise dämpft den rasanten Aufschwung des Anlagenbauers. Der Konzern katapultiert sich mit der Übernahme von Schuler aber in eine andere Liga. Weltmarktführer in der Metallumformtechnik hat hat 5200 Mitarbeiter.

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Wien/jps. Wolfgang Leitner ist nicht gerade für verbale Husarenritte bekannt. Wenn der Chef des Anlagenbauers Andritz sagt, dass das Umfeld schwieriger geworden sei, dann wiegt das schwer. „Es gibt doch ein deutlich gestiegenes Maß an Unsicherheit über die weitere Entwicklung bei unseren Kunden“, gestand Leitner am Dienstag bei der Präsentation der Halbjahresergebnisse in Wien.

Der Konzern geht zwar im Gesamtjahr von einem Umsatz- und Gewinnzuwachs aus, der rasante Aufschwung der vergangenen drei Jahre dürfte aber trotz des nahezu stabilen Auftragsstands im Halbjahr von 6,9 Mrd. Euro abflachen.

Die Sechs-Mrd.-Euro-Umsatzmarke könnte Andritz heuer allerdings stemmen. Grund ist die Großakquisition der deutschen Schuler-Gruppe. Der Weltmarktführer in der Metallumformtechnik, der komplette Presslinien und Automationssysteme für die Automobilindustrie und andere metallverarbeitende Branchen produziert, macht eine Mrd. Umsatz und hat 5200 Mitarbeiter.

Kauf aus eigener Finanzkraft

„Das ist schon ein großer Schluck aus der Pulle, aber die Flasche ist noch voll“, meinte Leitner in Bezug auf den Kaufpreis von 600 Mio. Euro. Davon sind noch 450 Mio. Euro zu entrichten, die Kriegskassa ist mit 1,2 Mrd. Euro ausreichend gefüllt. Das seit 175 Jahren in Familienbesitz stehende Unternehmen sei aktiv auf Andritz zugekommen.

Mit dem US-Ofenanlagenbauers Bricmont hat Andritz ein weiteres Unternehmen für die Sparte „Metals“ zugekauft. Besonders gut läuft es in den Bereichen Wasserkraft und Zellstoff, wo Andritz auf weitere Großprojekte, unter anderem in Brasilien und Chile, hofft. Im Halbjahr erhöhte sich der Umsatz um 20 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis wuchs um 16,2 Prozent auf 143,1 Mio. Euro, netto verdiente Andritz 107,5 Mio. euro (plus 19,8 Prozent).

Leitner sprach deshalb auch von einem „erfreulichen“ Halbjahr. „Vorsicht“ sei aber geboten. Das sahen die Anleger auch. Die Aktie verlor rund vier Prozent.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.08.2012)

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3 Kommentare
Gast: albert schweitzer
08.08.2012 21:39
0 0

zulieferer

muß man bei jeder sauerei dabei sein?

Gast: albert schweitzer
07.08.2012 21:18
0 2

bela monte

dieser konzern produziert und liefert die turbienen für das kathastrophale stauseeprojekt belo monte in brasilien, wo größte teile des amazonas zerstört werden sollen. nur zur info: bevor der amazonas zerstört wird- wird diese drecks firma dem erdboden gleich gemacht. darauf könnt ihr euch verlassen!!wenn es dieser industriemafia gelingt, die letzten naturplätze dieser erde kaputt zu machen, dann ist es vorbei mit dem leben auf diesem planeten.
andritz muß gestoppt werden.

Re: bela monte

"Das Projekt AHE wird vom Brasilianischen Umweltministerium, dem Brasilianischen Bergbau- und Energieministerium, der Nationalen Elektroenergieagentur (ANEEL) und den beiden großen staatlichen brasilianischen Stromversorgungskonzernen Eletronorte und Eletrobrás vorangetrieben.

Für den Bau haben sich Betreiber und Investoren zum Konsortium Norte Energia SA zusammengeschlossen. Dem Konsortium gehören verschiedene staatliche und private Firmen sowie brasilianische Pensionsfonds an, 49,98 % der Anteile sind im Besitz von Eletrobrás.[7]

Zu den beteiligten europäischen Firmen gehören als Zulieferer Alstom, Andritz und Voith."

Ist also offensichtlich mehr oder weniger ein staatliches Projekt also bitte bei der brasilianischen Regierung aufregen.