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Fondsmanager gemieden

07.08.2012 | 17:17 |   (Die Presse)

Immer mehr Anleger wenden sich in jüngster Zeit von aktiv verwalteten Aktienfonds ab und setzen stattdessen vermehrt auf börsengehandelte Indexfonds ohne Manager, um Gebühren zu sparen. Das birgt Gefahren.

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Frankfurt/Bloomberg/b. l. Immer mehr Investoren wenden sich in jüngster Zeit von aktiv verwalteten Aktienfonds ab und setzen stattdessen auf börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs („Exchange Traded Funds“). Diese kommen ohne Manager aus, weil sie einfach einen Index nachbilden. Die Anleger sparen so Gebühren. Marktexperten sehen als Ursache für diesen Trend den Ärger vieler Anleger über Fondsmanager, die hohe Gebühren verlangen, ohne dafür angemessene Ergebnisse abzuliefern.

Zum Vergleich: Nur 13 Prozent der aktiv verwalteten Fonds ist es heuer bis zum 23. Juli gelungen, ihren jeweiligen Benchmark-Index (für einen Österreichfonds wäre das etwa der ATX) um mindestens 2,5 Prozentpunkte zu schlagen, wie aus Daten von Bloomberg und JP Morgan hervorgeht. Dieser Anteil ist der niedrigste seit Mitte der 90er-Jahre. Zugleich hinkten 32 Prozent dieser Fonds ihrem Index um mindestens 2,5 Prozentpunkte hinterher. Dies ist der höchste Anteil seit 2003.

Aktien nicht mehr ausgewählt

Kritiker warnen jedoch: Das starke Wachstum bei ETFs sei ein Anzeichen dafür, dass Anleger die Aktienauswahl aufgegeben haben und stattdessen automatisierte, computergestützte Strategien verfolgen, was dem Markt nicht gerecht wird. Erstmals in der Geschichte steht das Handelsvolumen in ETFs, die den Standard & Poor's 500 Index abbilden, kurz davor, den Gesamthandel mit allen einzelnen Aktien im US-Leitindex zu übertreffen, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.08.2012)

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2 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
08.08.2012 12:26
0 0

Fondmanager vermeiden bringt nachweislich ein geringeres Risiko!

Das gilt vor Allem dann, wenn man diese Untersuchungsergebnisse anerkennt.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/denkfehler-die-uns-geld-kosten/denkfehler-die-uns-geld-kosten-9-die-affen-sind-die-besten-anleger-11711132.html

Wie soll man den Experten "Finanzberater" noch vertrauen, wenn es schon Affen besser können?

"automatisierte, computergestützte Strategien verfolgen, was dem Markt nicht gerecht wird"

gute Erklärung. sehr hilfreich... bleibt nur die allumfassende Frage nach dem "WARUM"