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Investoren setzen auf US-Treasuries

07.08.2012 | 17:17 |   (Die Presse)

Die Niedrigzinspolitik in den Vereinigten Staaten sollte die Anleihenkurse beflügeln, sagen Fondsmanager. Lange Zeit haben Investoren einen Bogen um US-Treasuries gemacht. Das hat sich geändert.

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Frankfurt/Bloomberg. Lange Zeit haben Investoren einen Bogen um US-Treasuries gemacht. Sie gingen davon aus, dass die US-Notenbank Fed von ihrer Zusage, die Zinsen bis Ende 2014 auf Rekordtief zu halten, abrücken würde. Steigende Zinsen bedeuten sinkende Preise für bereits ausgegebene Anleihen.

Das hat sich geändert: Fondsmanager Jay Mueller von Wells Capital Management etwa rechnet mit einem Absinken der Treasuries-Renditen auf ein Prozent (sinkende Renditen für Käufer bedeuten steigende Preise für Inhaber) und investiert in US-Staatsanleihen. „Wir werden für eine lange Zeit ein Umfeld niedriger Zinsen haben, länger, als ich gedacht hatte“, sagte Mueller.

Renditeerwartung gesunken

In der vergangenen Woche sind die Renditen zehnjähriger Treasuries zwar um 0,02 Prozentpunkte auf 1,56 Prozent gestiegen, damit liegen sie aber deutlich unter ihrem Hoch bei 2,4 Prozent am 20. März und unter den 2,6 Prozent vor einem Jahr. Bis Ende September rechnen Marktteilnehmer laut einer Bloomberg-Umfrage mit einem Anstieg auf 1,7 Prozent. Im Juni gingen sie aber noch von 1,88 Prozent aus, wie eine separate Umfrage zeigt. Der zum Jahresende erwartete Wert ist von 2,1 Prozent auf 1,9 Prozent zurückgegangen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.08.2012)

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