Wien/b. l. 83 Prozent der Österreicher planen, in den nächsten zwölf Monaten Geld zu veranlagen. Das geht aus einer Umfrage des Integral-Instituts im Auftrag der Erste Bank hervor. Dabei wollen die Sparwilligen im Schnitt 4617 Euro zur Seite legen, um fast 1000 Euro weniger als noch vor einem Jahr. Diese Summe enthält sowohl geplante Neuveranlagungen als auch Wiederveranlagungen, etwa wenn ein Bausparvertrag ausläuft.
Beliebteste Anlageform bleibt dabei das Sparbuch: 66 Prozent der Österreicher setzen auf diese Sparform. Von den negativen Realzinsen – nach Abzug der Inflation steigt man mit Verlust aus – lassen sie sich dabei nicht abschrecken. Für täglich fälliges Geld erhält man derzeit bestenfalls 1,75 Prozent Zinsen (vor Steuern und Inflation), lediglich für Neukunden gibt es mitunter bessere Angebote. Für Sparbücher mit einjähriger Bindefrist gibt es höchstens 2,125 Prozent vor Steuern. Das Wifo erwartet für heuer eine Inflationsrate von 2,3 Prozent.
Risiko wenig gefragt
Auch die Kürzung der Bausparprämie von maximal 36 auf bis zu 18 Euro scheint die Österreicher kaum zu stören: Jeder Zweite plant, in den nächsten zwölf Monaten in einen Bausparvertrag zu investieren. Mehr Risiko eingehen, um die Inflation zu schlagen, wollen nur wenige. 15 Prozent wollen in Fonds investieren, zwölf Prozent in Aktien und zehn Prozent in Anleihen. Gold verliert an Beliebtheit: Hatten Ende 2011 noch 16 Prozent geplant, in das glänzende Edelmetall zu investieren, so waren es zuletzt zehn Prozent.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.08.2012)

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