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Umfrage: Sparneigung nimmt ab

07.08.2012 | 17:17 |   (Die Presse)

Die Österreicher lassen sich laut einer Umfrage des Integral-Instituts von negativen Realzinsen – nach Abzug der Inflation steigt man mit Verlust aus – nicht abschrecken: Das Sparbuch bleibt weiterhin im Trend.

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Wien/b. l. 83 Prozent der Österreicher planen, in den nächsten zwölf Monaten Geld zu veranlagen. Das geht aus einer Umfrage des Integral-Instituts im Auftrag der Erste Bank hervor. Dabei wollen die Sparwilligen im Schnitt 4617 Euro zur Seite legen, um fast 1000 Euro weniger als noch vor einem Jahr. Diese Summe enthält sowohl geplante Neuveranlagungen als auch Wiederveranlagungen, etwa wenn ein Bausparvertrag ausläuft.

Beliebteste Anlageform bleibt dabei das Sparbuch: 66 Prozent der Österreicher setzen auf diese Sparform. Von den negativen Realzinsen – nach Abzug der Inflation steigt man mit Verlust aus – lassen sie sich dabei nicht abschrecken. Für täglich fälliges Geld erhält man derzeit bestenfalls 1,75 Prozent Zinsen (vor Steuern und Inflation), lediglich für Neukunden gibt es mitunter bessere Angebote. Für Sparbücher mit einjähriger Bindefrist gibt es höchstens 2,125 Prozent vor Steuern. Das Wifo erwartet für heuer eine Inflationsrate von 2,3 Prozent.

Risiko wenig gefragt

Auch die Kürzung der Bausparprämie von maximal 36 auf bis zu 18 Euro scheint die Österreicher kaum zu stören: Jeder Zweite plant, in den nächsten zwölf Monaten in einen Bausparvertrag zu investieren. Mehr Risiko eingehen, um die Inflation zu schlagen, wollen nur wenige. 15 Prozent wollen in Fonds investieren, zwölf Prozent in Aktien und zehn Prozent in Anleihen. Gold verliert an Beliebtheit: Hatten Ende 2011 noch 16 Prozent geplant, in das glänzende Edelmetall zu investieren, so waren es zuletzt zehn Prozent.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.08.2012)

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10 Kommentare
Gast: Sekundant
08.08.2012 18:16
0 0

wieder ein absichtlich irreführender Artikel.

Nicht die Sparneigung nimmt ab, die Leute haben immer weniger zum sparen! Das ist ein gewaltiger Unterschied!

Eine logische Entwicklung

Nun bei einer derart hohen Inflationsrate (und die ist, da können mir viel was erzählen, weit höher als die veröffentlichten 2-3%) ist es einfach nachvollziehbar, dass weniger gespart wird.

Die alternative wäre gleich viel zu sparen, aber weniger im täglichem Leben auszugeben.

Hmm, mal in die Einkaufstempel geschaut? Es wird weiterhin gekauft, als obs kein morgen gäbe.

Ich hab das schon länger gesagt: Zuerst wird die Sparquote suikzessive sinken. Und dann...ja dann...so in 2-3 Jahren wird der private Konsum wegbrechen und aus ist es mit unserer schönen neuen Welt.

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Österreicher wollen deutlich weniger sparen

wieviele können denn noch etwas ansparen ?

Ausserdem bei den imens "lukrativen Zinssätzen" wäre man doch bescheuert, würde man sein hart verdientes Geld auch noch den Banken und Versicherungen, für deren Spielchen anvertrauen !

Deshalb auch mein Rat als nicht Experte: gebt es aus solange es noch etwas wert ist, und geniesst Euer Leben, statt es für Andere die dafür nichts zu tun brauchen, anzulegen !

Kauft Überlebenspakete und moderne (heute noch) günstige Technik wie bspw per Handkurbel aufladbare Leuchten ...... denn die werden eines Tages mehr als Gold und Edelsteine wert sein ;-)

Wie sollen die Österreicher sparen, wenn ihnen immer weniger Geld übrigbleibt?

Weitere Sparpakete sind aufgrund der übernommenen Haftungen für die maroden Staaten vorprogrammiert, womit das verfügbare Einkommen weiter abnehmen wird. Kommt es auch in Österreich zu einer Rezession durch die notwendigen Einschnitte aufgrund der schlagend werdenden Haftungen für die maroden Staaten?

http://regionaut.meinbezirk.at/schoenkirchen-reyersdorf/wirtschaft/milliardengrab-eurorettung-d228001.html

sollte man jetzt über eine gute gestreute Veranlagung nachdenken


Der Ersten sei Lob und Dank. Und der APA, ohne die uns dieser schier unglaublich neue - geradezu revolutionäre - Investitionsansatz entgangen wäre.
Wenn das jetzt auch noch die Bank selbst ausprobiert, muss sie vielleicht auch gar nicht mehr zum Steuerzahler schnorren gehen. Damit wär dann auch geholfen.

Ausgeben ist ein geringerer Verlust als sparen

Beim Ausgeben bekommt man wenigstens Waren und Dienstleistungen. Wer derzeit spart wird dank staatlich gesteuerte Inflation und KESt. immer ärmer. Ganz ohne Gegenleistung.

1 0

Das X-mal Versteuerte und ersparte bedingungslos für den ESM sparen?


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Selbst wenn genug übrigbleiben würde, wozu?

Damit unser Regime seine dreckigen Finger darauflegen kann?

Gast: Nepomuk
07.08.2012 14:18
3 0

Wollen nicht oder können nicht - das ist hier die Frage


Re: Wollen nicht oder können nicht - das ist hier die Frage

Wahrscheinlich eine Erste-Bank-Werbung. Man möchte in den Medien und im Gespräch bleiben.