Frankfurt/Bloomberg/b. l. Jim O'Neill hat 2001 einen Investmentboom mit dem Begriff „BRIC“ für die größten Schwellenländermärkte (Brasilien, Russland, Indien, China) eingeleitet. Nun hält der Chairman von Goldman Sachs Asset Management die „MIST“-Staaten oder „Next Eleven“-Staaten (Mexiko, Indonesien, Südkorea, Türkei sowie sieben weitere Länder) für attraktiver. Ein entsprechender Goldman-Fonds hat heuer um zwölf Prozent zugelegt, während der BRIC-Fonds der Gesellschaft 1,5 Prozent abwarf.
Damit hat der Next-Eleven-Fonds besser abgeschnitten als 93 Prozent der in den USA aufgelegten Schwellenmarkt-Aktienfonds, während der BRIC-Fonds schlechter war als 89 Prozent, geht aus Bloomberg-Daten hervor.
Zu den Next-Eleven-Staaten gehören neben den MIST-Ländern auch noch Bangladesch, Ägypten, Nigeria, Pakistan, die Philippinen, Vietnam und der Iran (in Letzterem ist der Goldman-Fonds aber nicht investiert).
Kritiker: Zu eingeschränkt
An dem Konzept gibt es auch Kritik, etwa von Franklin-Templeton-Fondsmanager Mark Mobius: Dieser hält wenig von der Idee, sich beim Investieren auf bestimmte Staaten zu beschränken. Doch findet auch er sogenannte „Frontier Markets“ (noch nicht so etablierte Schwellenländer) attraktiver als andere Märkte.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.08.2012)

WirtschaftswachstumDas Plus und Minus der EU-Länder im ersten Quartal
KreativDie Welt der Werbung
Cash-KaiserDiese Firmen horten am meisten Bargeld
''Plagiarius''Dreisteste Fälschungen ausgezeichnet