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Zahl der Investmentfonds nimmt ab

08.08.2012 | 16:50 |   (Die Presse)

Seit mehr als einem Jahr schrumpft die Anzahl der Investmentfonds in Europa. Auch viele „Exchange Traded Funds“ (ETFs), die ohne Fondsmanager auskommen und daher weniger Gebühren verursachen, sind bedroht.

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Frankfurt/Reuters. Die Zahl der Investmentfonds in Europa sinkt. Im zweiten Quartal verschwanden 875 Fonds vom Markt, wie eine Statistik des Analysehauses Lipper zeigt. 535 wurden aufgelöst und 340 zusammengelegt. Die Zahl der aufgelösten Fonds war um neun Prozent höher als vor einem Jahr.

Dafür gab es 417 neue Produkte. Das entspricht dem niedrigsten Wert in einem zweiten Quartal seit fünf Jahren. Die Daten zeigten, dass die Konsolidierung in der Fondsbranche anhalte, erklärten die Lipper-Analysten. Seit fünf Quartalen gehe es kontinuierlich mit der Anzahl der Investmentfonds in Europa bergab. Auch die kommenden Monate dürften angesichts der Euro-Schuldenkrise für die Fondsbranche schwierig bleiben. Sie können den Anlegern kaum attraktive Renditen bieten. Doch auch viele börsengehandelte „Exchange Traded Funds“ (ETFs), die ohne Fondsmanager auskommen und daher weniger Gebühren verursachen, seien von der Schließung bedroht.

Suche nach neuen Strategien

So schafften es 294 der 1727 in Europa gelisteten Fonds nicht, in den vergangenen drei Jahren mehr als 100 Mio. Euro an verwaltetem Vermögen zu erhalten. Hier erwarten die Lipper-Experten aber keine Konsolidierung, da die Anbieter versuchten, mit neuen Strategien neue Kunden anzulocken. So würden beispielweise vermehrt aktiv verwaltete ETFs aufgelegt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.08.2012)

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