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Standard Chartered: England schlägt zurück

08.08.2012 | 17:35 |   (Die Presse)

Die Affäre um die britische Großbank Standard Chartered Bank schlägt jetzt auch politische Wellen. Britische Politiker und Investoren kritisieren den drohenden Lizenzentzug durch die Vereinigten Staaten.

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London/ag. Die Affäre um die britische Standard Chartered Bank, die seit zehn Jahren geheime Geschäfte mit dem Iran getätigt haben soll, schlägt jetzt auch politische Wellen. Nachdem die US-Börsenaufsicht dem Institut gedroht hat, ihm die Lizenz zu entziehen, meldeten sich britische Politiker und Investoren zu Wort. „Ich denke, das ist eine konzertierte Aktion, die von der Regierung angeführt wird“, sagte etwa der Labour-Abgeordnete John Mann. Washington versuche, „eine Schlacht zu gewinnen, bei der es darum geht, den Handel von London nach New York zu verlagern“.

Die New Yorker Finanzaufsicht wirft Standard Chartered („StanChart“) vor, fast zehn Jahre lang trotz Embargos Transaktionen mit dem Iran abgewickelt zu haben. Die Rede ist von einem Gesamtvolumen von 250 Mrd. Dollar (201 Mrd. Euro). StanChart weist die Vorwürfe als überzogen zurück und arbeitet derzeit an einer Verteidigungsstrategie. Ein Verlust der US-Lizenz wäre ein Desaster, weil so der Zugang zum wichtigen amerikanischen Markt wegfiele.

StanChart ist bereits die dritte britische Großbank, die sich die US-Behörden innerhalb weniger Monate vorknöpfen. Barclays musste wegen Manipulationen des Zinssatzes Libor eine halbe Milliarde Dollar an Strafe zahlen, während die HSBC wegen laxer Geldwäschekontrollen eine schallende Ohrfeige des Senats erhielt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.08.2012)

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21 Kommentare
Gast: Bonn
08.08.2012 18:25
0 0

Gleiche Behandlung

Auch deutschen Banken wurde der Handel mit dem Iran, unter Androhung eines Handelsverbot in den USA, madig gemacht. Die USA muß konsequent sein.

Re: Gleiche Behandlung

Es gibt keinen seriösen Grund
nicht mit dem Iran Handel zu treiben .
Es ist unverständlich ,
wie US/NATO Machtpolitik den Handel europäischer Firmen und Banken
erpresserisch verbieten kann

2 0

USA - GB

Seit Jahren benutzen die USA die Briten als europäische Speerspitze gegen Europa. Offensichtlich haben sich Briten da zu sicher gefühlt. Jetzt richten sich die "freundlichen Umarmungen" aus Übersee auch gegen sie selbst. Ein Narr, wer den Amis traut. Im Endeffekt gibt es für die Herrschaften ausschließlich ihre eigenen Interessen, ev. noch die der übergeordneten Kolonie in Nahost.

Antworten Gast: keinland
08.08.2012 23:10
0 0

Re: USA - GB

Kein Land im nahen Osten führt Wirtschaftskrieg gegen die EU, Europa oder irgend ein Land in Europa.

0 0

Re: Re: USA - GB

Sinnerfassend lesen ????

Gast: Tja,
08.08.2012 17:13
2 0

wem schaden die USA

nicht?

im Umkehrschluss

verfrachtet Royal Dutch Shell dafür seine Milliarden aus Europa nach USA
so beißt sich die Katze selbst in den Schwanz und vielleicht werden die Briten ja mal lernfähig dadurch
Europa liegt ihnen nun mal näher als Amerika

Gast: b754
08.08.2012 14:52
3 0

dass die usa auf diesem weg krieg führen ist nicht neu

die ratingagenturen tun nichts anderes als europa zu zerstören

Gast: E.T.
08.08.2012 14:44
5 0

So haben die Engländer sich das nicht vorgestellt

Nun zeigt sich das wahre Gesicht und die wahren Absichten der USA -

Die Länder mit dem Euro hat die USA ohnehin schon gut in der Zange, vor allem durch ewige Zwischenrufe und die Ratingagenturen. Das läuft inzwischen ja wie geschmiert.

Jetzt geht es auch ihrem sonst so nahe stehenden Verbündeten Großbritannien an den Kragen. Klar ist die USA daran interessiert auch den ausgezeichneten Banksektor von London umzuleiten.

Man sieht, hat man Freunde, braucht man keine anderen Feinde.

Gast: oeconomia
08.08.2012 14:40
2 0

macht

die supermacht macht selbst die verbuendeten englaender nieder, die werden london fertigmachen kaltstellen, wenn sie nicht 1:1 als us bundestaat agieren. arme englaender. Wuerd mich nicht wundern, wenn die supermacht diese englaender bald als schurkenstaat hinstellt, als boese terroristen... Arme englaender.

6 2

die ewigen Eu nörgler

sollten bedenken was da wirklich läuft! nur gemeinsam kann sich europa gegen diesen permanenten us amerikanischen wirtschaftskrieg durchsetzen und behaupten!
also nicht untereinander die schuld zuschieben sondern wege suchen!!!

Re: die ewigen Eu

Der Finanzplatz London ,
die City of London ,
die Steuerparadiese in GB ,
sind Zentren mit dubiosem Kapital in unvorstellberer Höhe .
Diese Finanzzentren schaden Europa

Antworten Gast: riichtig
08.08.2012 23:08
0 0

Re: die ewigen Eu nörgler

Richtig: die US-Amerikaner wissen um unsere Schwächen...

Gast: Karrowa
08.08.2012 13:19
5 1

Tja, wer nicht beim Euro ist

steht den Amis überhaupt völlig alleine gegenüber.

Die EU sollte sich das nicht gefallen lassen!

Sehen wir uns mal an, ob Goldman im Zusammenhang mit Griechenland nicht die Banklizenz in der EU verloren hat!

;-)

1 1

Re: Die EU sollte sich das nicht gefallen lassen!

Das wäre sachlich wohl richtig, aber aus Machtgründen eher nicht durchsetbar.

Gast: gast999
08.08.2012 12:49
4 0

das selbe ist bei der eurokrise zu beobachten

das ganze wird von amerikanischen ratingagenturen mit den stripenziehern aus der politik gegen europa gezogen

die amerikaner wollen europa politisch und wirtschaftlich zerstören

Gast: anglophiler Klagenfurter
08.08.2012 12:46
6 0

Der transatlantische Finanzkrieg ...

... ist nicht auf den Finanzplatz London beschränkt. Die Schweiz steht schon seit Jahren unter Beschuß, der Euro als Dollar-Konkurrenz detto.

Vielleicht hätten die Briten doch der EU beitreten sollen.


Re: Der transatlantische Finanzkrieg ...

die briten sind doch in der eu

Antworten Antworten Gast: anglophiler klagenfurter
08.08.2012 14:25
2 1

Re: Re: Der transatlantische Finanzkrieg ...

Lieber Hahahallo! Das war ironisch gemeint, aber das konntest du natürlich nicht wissen.

Re: Re: Re: Der transatlantische Finanzkrieg ...

woher auch?
hätte ja sein können, dass sie eu und eurozone verwechseln