Wien/jps. Für Palfinger geht die Reise weiter nach Osten. Mit der Gründung zweier Joint Ventures mit der chinesischen Sany Group, die bis Jahresende die Business-Lizenz erhalten sollen, wird der Wachstumsmarkt China in Angriff genommen. Die Salzburger beschreiten damit den vor gut einem Jahrzehnt eingeschlagenen Weg der Internationalisierung weiter.
Damals seien knapp 100 Prozent des Umsatzes aus Europa gekommen, heute liege man bei 68 Prozent. Langfristig will man je ein Drittel des Umsatzes in Amerika, der EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) und in Asien erzielen. Den bisherigen Weg von ein bis zwei Zukäufen jährlich wolle man weitergehen, auch heuer soll noch zugekauft werden. Ziel ist ein Unternehmen außerhalb Europas – oder im Marinebereich.
Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2012 im Jahresvergleich um 12,3 Prozent auf 465,1 Mio. Euro, das Ebit um 3,3 Prozent auf 37,2 Mio. Euro. Das Unternehmen bekam auch das Platzen der Bau- und Immobilienblase in Spanien zu spüren: Lag der Umsatzanteil in Spanien im Jahr 2007 noch bei 25 Prozent, sind es derzeit nur noch 0,9 Prozent.
Die Aktie reagierte kaum auf die neuen Nachrichten. Derzeit kostet das Papier etwa 17,3 Euro. Die Analysten sind geteilter Ansicht: Drei raten zum Kauf, sechs stufen das Papier mit „Halten“ ein, zwei raten zu verkaufen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2012)

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