21.05.2013 20:33 Merkliste 0

"Dreckige Geschäfte": Freispruch für Goldman Sachs

10.08.2012 | 07:15 |   (DiePresse.com)

Die Investmentbank muss wegen ihrer Geschäfte zu Zeiten der Finanzkrise keine Strafverfolgung fürchten. Dafür gebe es "keine brauchbare Basis".

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Die US-Justiz lässt von Goldman Sachs ab. Die US-Investmentbank muss wegen ihrer Geschäfte zu Zeiten der Finanzkrise keine Strafverfolgung fürchten. Während ein Senatsausschuss der Wall-Street-Größe im vergangenen Jahr krumme Hypotheken-Deals vorgehalten hatte, erklärte das US-Justizministerium nun, dass es "keine brauchbare Basis gebe, strafrechtlich gegen Goldman Sachs oder die Mitarbeiter vorzugehen".

Die Mitteilung des Ministeriums vom späten Donnerstag, aus der US-Medien zitierten, ist ein großer Erfolg für Goldman Sachs. Die Bank stand lange im Zentrum der Kritik von US-Politikern, wenn es um die Verfehlungen und Auswüchse der Wall Street ging. Ein 639 Seiten langer Senatsbericht (>>> PDF) aus dem April 2011 war gespickt mit Vorwürfen, Goldman Sachs habe sich auf Kosten seiner eigenen Kunden bereichert. Die Autoren hatten das Justizministerium zu Ermittlungen gedrängt.

"Sache liegt hinter uns"

"Wir sind glücklich, dass diese Sache hinter uns liegt", erklärte Goldman Sachs. Der in der Sache federführende Senator Carl Levin hatte dem Geldhaus und seinem Chef Llyod Blankfein wiederholt "dreckige Geschäfte" unterstellt. Goldman habe seinen Klienten schrottreife Hypotheken-Papiere angedreht, während die Bank auf den Kollaps des Marktes gewettet habe, lautete der zentrale Vorwurf.

Ähnliche Vorwürfe hatte schon die US-Börsenaufsicht SEC vor gut zwei Jahren erhoben - und Goldman Sachs zur Zahlung von 550 Millionen Dollar verdonnert. Die Bank räumte damals ein, Investoren bei einem bestimmten Deal unzureichend informiert zu haben. Bei einem anderen Hypotheken-Geschäft hat die SEC ihre Nachforschungen dagegen vor wenigen Tagen ohne Ergebnis eingestellt, wie Goldman Sachs am Donnerstag im Quartalsbericht erklärte.

Goldman: Der ''vampirartige Tintenfisch''

Alle 15 Bilder der Galerie »

(APA/dpa)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

Mehr auf DiePresse.com

40 Kommentare
 
12
Gast: nurgerecht
10.08.2012 18:30
0 0

mafiaähnliche Verfilzung

Wieder ein Beweis dafür, dass sich die Mächtigen in Politik, Finanz und Wirtschaft gegenseitig schützen. Es liegt an der übrigen Bevölkerung, wie lange sie sich das gefallen lässt. Mit einer Strategie der Verdummung der Masse versuchen aber die Mächtigen dem drohenden Aufstand den Wind aus den Segeln zu nehmen. Medien, spielt wenigstens ihr dieses gemeine Spiel nicht länger mit!


Banken&Politmafia in Reinform!


Gast: africano
10.08.2012 15:17
0 0

Zu GROSS ist Goldman Sachs um anzupatzen

Der USA Staat ist TOTAL verschuldet und jetzt müssen die Politiker klein beigeben um nicht von den Finanzriesen verbrügelt zu werden.

Gast: Hutbürger
10.08.2012 14:07
0 0

Könnte man es dann vielleicht so ausdrücken,

dass "den USA kein Geschäft zu dreckig" ist?

Re: Könnte man es dann vielleicht so ausdrücken,

Ohne Krieg Sind sie Pleite !

YES WE CAN

Obama hatte doch angekündigt, gegen die Finanzinstitute rigoros vorzugehen. Aber ein US-Präsident ist dazu nicht mächtig genug.

Scheinbar gibt es auch für die Zukunft keine klare Gesetzgebung, um gegen Finanzinstitute legal vorzugehen, die moralisch falsch gehandelt haben. Die Zukunft ist sehr vielversprechend...

0 0

Das ist der Lauf des Lebens.

Zuerst nennt man sie Terroristen,
dann Staatsmänner.

bzw.

Zuerst nennt man sie Halsabschneider, Betrüger oder lediglich Verbrecher,
doch dann nennt man sie schlussendlich Banker.

Nicht zu vergessen:
Es gilt die Unschuldsvermutung.

Überall wo dieser Satz mittlerweile angebracht ist,
weiß man was gespielt wird.

2 0

Die Investmentbank muss wegen ihrer Geschäfte zu Zeiten der Finanzkrise keine Strafverfolgung fürchten. Dafür gebe es "keine brauchbare Basis".

gegen diese Imperien gelten eben leider keinerlei Gesetze, wie man ja anhand sämtlicher "Rettungsschirme" erkennen musste.

Es werden sogar "ehemalige" Mitarbeiter zu Technokraten gekürt, welche schlimmen Ländern das Brav sein erklären sollen ?!

Eine wirklich seltsame Welt in der wir gerade leben !

Antworten Gast: im Westen nichts Neues
10.08.2012 14:19
2 0

die Mafia

ist mittlerweile wohl auch schon "systemrelevant".

da verhören sie schon lieber Kinder ...

von ausländischen Bankmitarbeitern, lassen sie dabei stundenlang keinen Außenkontakt aufnehmen etc. (Berichte gestern)
Bin schon gespannt wie diese Kriegstreiberei und der aggressive Protektionismus der uSA noch hinführen wird, wenn es ihnen noch schlechter geht...was ja kaum noch aufzuhalten ist, trotz getürkter Ratings und ständigem Ablenkungs-Zündeln in den Krisen der Anderen (bspw der EU)...

Gast: gastnamen
10.08.2012 12:26
3 0

Abzockerbank

Klar eine Bank die so erfolgreich Grichenland (Europa) beraten/abgezockt hat (in Verbindung mit den Ratings), darf doch nicht belangt werden!!

Logisch

Wer sollte GS verurteilen wenn von dort die meisten Politiker und Minister kommen UND die FED kontrolliert wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Goldman_Sachs

USA

Ron Paul wäre den Amerikanern die Rettung gewesen, aber jemand der die FED verstaatlichen will kommt denen nicht an den Präsidentenstuhl. Hat ja Kennedy auch schon versucht...

Andere Frage, warum hat man immer mindesten ein - Stricherl wenn man etwas negatives über die USA schreib, aber fast nie ein Kommentar?


Antworten Gast: Freunderlschaft
10.08.2012 14:34
0 0

Tausche einen Ron Paul

gegen 1000 Faymänner.

Der Mitarbeiter bei Echelon hackt nur ab...


....daß er deinen Kommentar gelesen hat und kontrolliert jetzt deine privaten Mails, facebook, twitter, Strafregister, also alles.

Re: Der Mitarbeiter bei Echelon hackt nur ab...

Genau Mossad, CIA und NSA erhalten umgehend ein Profil.
Wie schon in einer Kindersendung gesagt wird:" Glaubt man nicht ist aber so".

auch Betrüger sind lernfähig ...

allgemein ....dieser Dreck kotzt einen an....

Nachdem ihr dubioses Geschäftsfeld in die Euro-Zone verlagert wurde...


....und ihre treuen Vasallen Monti, Draghi in den richtigen Positionen sitzen, wurde das Verfahren in den USA eingestellt.

Gast: Gast2
10.08.2012 09:50
10 0

Goldman Sachs

Langsam reicht's aber!
Wir leben bereits in einer Banken-Diktatur.

0 0

Re: Goldman Sachs

wählen gehen um die Regierungen, welche uns allen ! den Euroraum eingebrockt hatten, endlich abzuwählen wäre mal ein sinnvoller Anfang, statt ewig zu meinen "da kann ma halt nix machen" !

Das Post hätte unter poltergeist gehört, aber egal; auch derart grosse Banken könnte man wenn man wollte sehr wohl eine Leine anlegen und sie pleite gehen lassen !


Antworten Antworten Gast: Gast2
10.08.2012 15:20
0 0

Re: Re: Goldman Sachs

Ich habe bisher bei jeder Wahl teilgenommen - allerdings kann ich mir leider nicht aussuchen, wer auf den Parteilisten draufsteht. Dort beginnt das Problem bereits.

Fein... auch erkannt

Und was tun jetzt?
Wählen gehen? hahaha

0 0

Re:Und was tun jetzt? Wählen gehen?

JAAAA, statt ewig darüber zu raunzen endlich etwas zum Schutz der eigenen Bevölkerung unternehmen, lautet das Gebot der Stunde !

Aber auch andere Mittel gäbe es seitens der Bevölkerungen gegen die bereits viel zu mächtigen Finanzhäuser; dafür müssten sie aber ihre Faulheit aufgeben und zudem selbst endlich Veranwortung in Geldgeschäften übernehmen: alle Konten, Sparbücher, .... auflösen und überall Bar bezahlen !!

Sehr schnell wäre die Ausrede der "imens viel kostenden Einlagensicherung" vom Tisch ;-)

Ich kann ihnen genau sagen was passiert

Sollte es tatsächlich eine Partei geben, die das System stört, dann haben die betreffenden Personen Unfälle oder werden auf die eine oder andere halbseidene Art als Person zerstört. Gelingt auch das nicht, und diese Leute kommen an die Macht, gibt es immer noch Interventionen aus dem Ausland oder Befreiungskämpfer wie aktuell in Syrien...
Und sollten sich die Menschen hierzulande entscheiden in Bargeld zu bezahlen, dann garantiere ich Ihnen, dass dieses binnen eines Monats verboten wäre - wie gegenwärtig in Griechenland und Italien angedacht.
Sagen wir es wie es ist: Diese Bagage wird man nur mit einer gewaltigen Revolution und einer anschließenden gnadenlosen weltweiten Verfolgung los.

Gast: Regie
10.08.2012 09:47
7 0

Wen wundert das

Gesetzgeber und Justiz, die Privaten die Lizenz zur Geldschöpfung übertragen, sind mit jenen im Bunde, kann ja nicht anders sein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestreserve

Zitat
Die politische Realität in Europa und Nordamerika folgt heute der Banking-Theorie, bei dem lizenzierte Geschäftsbanken relativ frei selbstgeschaffenes Giralgeld in Umlauf bringen dürfen. Die Mindestreserve hat als Instrument zur geldpolitischen Steuerung an Bedeutung verloren. Einige Staaten sind sogar dazu übergegangen, die Mindestreserve abzuschaffen. Von anderen Zentralbanken wird die Mindestreserve noch genutzt, jedoch mehrheitlich nicht zu geldpolitischen Zwecken.
--------------------
Nun, das ist doch fein, dass Private nach Belieben Geld schöpfen dürfen, und niemand kratzt es.
Da kann man sich natürlich alles mögliche kaufen, Richter, Politiker, Gesetze.

Die Medien interessieren sich ja auch überhaupt nicht dafür, warum der Staat nicht selbst das Geldregal inne hat, sorgen mit dafür, dass niemand aufwacht in unserer Demokratie - Simulation.

Der Bürger wird rundum belogen und betrogen, und er wird sich das nicht mehr allzu lang gefallen lassen.


 
12