Wien/B.l. Während US-amerikanische Aktien von der Flucht der Anleger in den sicheren Hafen USA profitieren, bewirkt die Eurokrise bei asiatischen Aktien eher das Gegenteil. „In nächster Zeit sollten asiatische Aktien eher anfällig für schlechte Nachrichten aus Europa bleiben“, meint Chris Adams, Experte für asiatische Aktien bei HSBC Global Asset Management, in einer Aussendung.
Zweite Ursache für die Schwankungsanfälligkeit der asiatischen Märkte sei das nachlassende Wachstum in China. In der zweiten Hälfte des laufenden oder Anfang des nächsten Jahres dürfte dieses aber einen Tiefpunkt erreichen. Dann könnten auch die Aktienmärkte profitieren.
Im Juli konnte der chinesische Aktienmarkt trotz schwächerer Gewinnprognosen von kleineren Firmen zulegen. Ursache seien die günstigen Bewertungen und die Hoffnung auf Stützungen der Wirtschaft durch die Notenbank. Der indische Aktienmarkt entwickelte sich dagegen eher unterdurchschnittlich. Doch auch dort könnten geldpolitische Lockerungen der Notenbank bald Erleichterung verschaffen.
Thailands Börse zieht an
Während die indischen und chinesischen Börsen aber seit Monaten stagnieren, zog der thailändische Markt kräftig an– wobei sich die Währung Baht zum Dollar weitgehend stabil hielt. Adams erwartet, dass auch dort die nachlassende Inflation zu „günstigen geldpolitischen Rahmenbedingungen“ führen werde, dass also Zinssenkungen die Kurse weiter anfeuern sollten.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.08.2012)

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