Wien/b. l. Die Immobiliengesellschaft Conwert erlitt im ersten Halbjahr wegen geringerer Verkäufe einen Umsatzrückgang von 26 Prozent auf 275,5 Mio. Euro. Der Vorsteuergewinn erhöhte sich aber um 45 Prozent auf 18 Mio. Euro. Ursache waren unter anderem Einsparungen, erklärte Conwert-Verwaltungsratschef Johannes Meran. Das Konzernergebnis sank jedoch wegen höherer Steuern leicht auf 10,1 Mio. Euro.
Die Aktie gab daraufhin ein wenig nach. Seit einem Jahr hat sie um 2,7 Prozent zugelegt und hielt sich damit etwas besser als der gesamte ATX. Zuletzt kostete sie 9,5 Euro. Damit ist das Unternehmen an der Börse deutlich billiger als seine Immobilien (abzüglich Schulden). Dieses Schicksal teilt die Conwert mit anderen heimischen Immobiliengesellschaften wie Immofinanz oder CA Immo, die aber stärker im Gewerbebereich und auch stark in Osteuropa tätig sind. Fünf Analysten raten, die Conwert-Aktie zu kaufen, zehn, sie zu „halten“.
Die Conwert ist hauptsächlich in Deutschland und Österreich aktiv. Deutsche Konkurrenten wie Deutsche Wohnen oder GSW kosten an der Börse mehr, als der Wert ihres Vermögens ausmacht. Meran erklärt das mit der höheren Liquidität des deutschen Markts.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.08.2012)

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