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Weniger Geld für die Feuerwehr

24.08.2012 | 18:31 |   (Die Presse)

Der weltgrößte Feuerwehrauto-Hersteller Rosenbauer spürt die klammen Kassen der Kommunen. Das Ergebnis brach ein, aber zumindest die Auftragsbücher sind voll.

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Wien/Apa/Red. Es ist das eingetroffen, was Rosenbauer-Vorstandschef Dieter Siegel befürchtet hatte: Die Kommunen müssen aufgrund der Konjunkturkrise überall auf der Welt sparen, und somit werden weniger Feuerwehrautos und weniger Ausrüstung gekauft. Bei Rosenbauer hat sich dies auf das Ergebnis niedergeschlagen, das Ebit sackte um 16 Prozent auf 11,8 Mio. Euro ab, die Ebit-Marge verschlechterte sich auf 4,4 nach 5,9 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Beim Umsatz konnten die Oberösterreicher dagegen um 14 Prozent auf 270,7 Mio. Euro zulegen, auch die Auftragslage sei „nach wie vor sehr gut“, betonte der Konzernchef am Freitag. Beim Ausblick ist Rosenbauer zwar etwas vorsichtiger geworden, die 600-Mio.-Umsatzmarke will man aber weiterhin knacken.

„Im ersten Halbjahr haben wir so viele Fahrzeuge ausgeliefert wie noch nie in einem ersten Halbjahr“, berichtete Siegel. Der Auftragseingang blieb bei 280,3 Mio. nach 281,5 Mio. Euro stabil, der Auftragsbestand hat mit 715,8 Mio. Euro per Ende Juni (plus 60 Prozent) ein Allzeithoch erreicht. Damit sei die Auslastung auch für die nächsten Jahre sichergestellt.

Im Dezember hat Rosenbauer einen Großauftrag aus Saudiarabien über 245 Mio. Euro an Land gezogen, was die Kapazitäten am Standort Leonding sprengte. Deswegen hat Rosenbauer eine 4500 Quadratmeter große Fertigungshalle in Traun angemietet, die Ende Juni voll angelaufen ist.

Der Mitarbeiterstand hat sich bei Rosenbauer von 2062 im Vorjahr auf 2230 Personen erhöht. Hinzu kommen 272 Leasingmitarbeiter.

Finanzvorstand Robert Kastil will die „aktionärsfreundliche“ Dividendenpolitik beibehalten, wie er ankündigte. Für das Geschäftsjahr 2011 hatte der Konzern trotz Gewinnrückgangs 1,20 Euro je Aktie gezahlt, genauso wie für 2010. 51 Prozent der Aktien hält die Familie Rosenbauer, fünf Prozent eine britische Investorengruppe, der Rest ist Streubesitz.

Die Rosenbauer-Aktie ist bis Freitagmittag um 4,6 Prozent auf 40,55 Euro abgesackt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.08.2012)

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4 Kommentare
Gast: Zündler
25.08.2012 12:32
0 0

Feueramdach

Es ist aber auch höchste Zeit, das Feuerwehrwesen in Österreich wieder auf den Boden zu bringen.
Fünf Häuser, ein Feuerwehrdepot und daneben verrotten die Schulen und Kindergärten!
Durch Zusammenlegungen und mehr Kosteneffizienz wäre hier viel zu holen, diese Materie ist viel zu ernst, dass man sie als liebstes Hobby einiger honoriger Bürger hinnimmt.

Kartellaffäre drückt Vertrauen?

Es wäre doch ein Zeichen der Hoffnung, wenn die Kunden eines Kartellanten der übelsten Sorte vielleicht auch mal den einen oder anderen Auftrag an eine saubere Firma statt an einen Betrüger vergibt..... Eventuell auch ein Grund für weniger Aufträge. Und das Gewinne aus abgesprochenen Aufträgen höher sein dürften als nun wo alle darauf schauen, dass es sauberer läuft könnte sich auch in den Zahlen niederschlagen. Wo ist denn das in Ihrem Artikel zu finden?

Gast: der Mannmit demElefantengedächtnis
24.08.2012 23:05
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wenn Zeit übrig dann bedauern

Da gibt es ja noch einen Grund. Rosenbauer war ja in illegale Preisabsprachen verwickelt. Wenn der Preis tatsächlich im Wettbewerb entsteht, bleibt halt weniger umsich die Taschen zu füllen.

Es hat sich noch immer nicht ganz herumgesprochen, dass sich nicht alle öffentlichen Stellen korrupt sind bzw. sich alles ohne zu fragen oder zu verhandeln kaufen.

Da wird es noch einige erwischen

Wie jetzt?

Auf der einen Seite spürt Rosenbauer die klammen Kassen der Kommunen, aber auf der anderen Seite sind die Auftragsbücher voll? Der Einbruch des Ergebnisses liegt ja wohl nicht am Sparkurs der Kunden, sondern an der eigenen Misswirtschaft. Die Schlagzeile ist schlichtweg falsch!