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Deutschland: Notgroschen kommt aus der Mode

28.08.2012 | 16:33 |   (Die Presse)

Die Sparneigung der Deutschen ist laut einer Umfrage auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gefallen. Aufgrund der Finanz- und Eurokrise gebe es „beträchtliche Vorbehalte, Geld bei Banken anzulegen“.

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Nürnberg/DPA/red. Die schlechte Nachricht zuerst: Die Konsumenten in Deutschland fürchten eine Konjunkturabschwächung in den nächsten Monaten. Das geht aus einer GfK-Umfrage hervor. Nun die gute für Händler und Dienstleister: Die Kauflust dürfte nicht sinken. Denn aufgrund der Finanz- und Eurokrise gebe es „beträchtliche Vorbehalte, Geld bei Banken anzulegen“, heißt es in einer Aussendung.

Die Folge: Auch wenn den Haushalten im Nachbarland demnächst weniger Geld zur Verfügung stehen sollte, dürfte dieses eher in den Konsum fließen als in klassische Sparformen.

Vor vier Jahren hatte eine Mehrheit auf die Frage „Halten Sie es derzeit für ratsam zu sparen?“ mit „Ja“ geantwortet. Der Saldo aus Zustimmungen und Ablehnungen betrug 25 Prozentpunkte. Inzwischen ist der Wert auf minus 26 Punkte abgesackt. GfK-Marktforscher Rolf Bürkl räumt aber ein, dass die Sparneigung Absichten und Einstellungen widerspiegle, nicht unbedingt das tatsächliche Sparverhalten.

Häuser und Schmuck gekauft

Eine schwindende Sparneigung bedeute nicht unbedingt, dass die Deutschen ihr Geld vom Sparbuch abheben, um es in den Konsum zu stecken. „Hier findet vielmehr eine Umschichtung statt: Statt ihr Geld in klassischer Weise zu sparen, stecken sie es immer häufiger in Immobilien, Gold, wertvollen Schmuck oder auch Aktien.“ Auch hätten die Menschen weniger Angst um ihren Arbeitsplatz und legten seltener einen „Notgroschen“ an.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2012)

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