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Österreicher ziehen sich aus Franken-Krediten zurück

29.08.2012 | 18:28 |   (Die Presse)

Fremdwährungen. Immer mehr Österreicher verlassen den Schweizer Franken. Das hat aber nicht nur Vorteile.

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Wien/Jps. Die Aufwertung des Schweizer Franken schmeckt Österreichs Häuslbauern gar nicht, haben sie doch Ende der 1990er-Jahre ihre Kredite oftmals in der eidgenössischen Währung genommen. Damals lag der Euro aber bei gut 1,65 Franken, während er heute bei rund 1,20 notiert. Seit 2007 hat er nur noch verloren, unvergessen ist vielen Anlegern die Jahresmitte 2011, als der Kurs auf 1,03 Franken fiel. Bis zur Intervention der Schweizer Nationalbank hat der Franken seit 2008 gegenüber dem Euro um 37,5 Prozent aufgewertet.

Die heimischen Banken überreden derzeit ihre Kunden zum Wechsel in einen Eurokredit. Mit Erfolg, sagte die FMA am Mittwoch: Das Volumen an Franken-Krediten privater Haushalte gehe spürbar zurück. Seit Herbst 2008 sei ein Rückgang um gut ein Viertel registriert worden. Insgesamt liege das Volumen an Fremdwährungskrediten zu Ende des zweiten Quartals 2012 noch bei 35,6 Mrd. Euro, das sind 9,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Zum ersten Quartal dieses Jahres seien es immerhin 3,7 Prozent gewesen (1,3 Mrd. Euro).Im Herbst 2008 hatte die FMA verboten, weitere Fremdwährungskredite auszugeben. Durch den kontinuierlichen Rückgang liegt der Fremdwährungsanteil an den gesamten Krediten privater Haushalte aktuell bei 27 Prozent, dem tiefsten Wert seit acht Jahren. 93,2 Prozent davon entfallen auf Franken, der Rest beinahe gänzlich auf japanische Yen.

 

Wechsel in Euro oft mit Verlust

Finanzberater warnen aber davor, dass die Tauschangebote der Banken nicht uneigennützig sind. Diese profitieren, wenn sie weniger Finanzierungen im Schweizer Franken offen haben. Bei einem starken Franken müssen die Banken nämlich für Franken-Darlehen mehr Eigenkapital hinterlegen.

Wechselt ein Kreditnehmer jetzt in den Euro, realisiert er oft Kursverluste aus den vergangenen Jahren. Er hätte deutlich mehr Schulden und derzeit in Euro (leicht) höhere Zinsen. Zwar wäre er unabhängig von Kursrisken, die aber auch ein Vorteil sein können.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.08.2012)

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13 Kommentare
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zum lachen

ihr SCHULDSKLAVEN

viel Spass für die Zukunft

Gast: Walter-Serro
30.08.2012 18:22
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Banken wollen Geld

Seit fast einem Jahr stützt die schweizer Zentralbank den Kurs. Der Euro hat währenddessen kontinuierlich gegen den Dollar verloren, nur im letzten Monat sind wir wieder gestiegen auf 1,25 Dollar. Sprich der Sturm ist vorbei.

Und jetzt erst drängen die Banken mit einer Angst Medienkampanie zum finalen Umtausch. Klingt doch danach, dass der Euro wieder aufwertet? Und kommt QE3 in USA, hätte es einen massiven Verfall des Dollar und damit Aufwertung des Euro zur Folge. Falls ihr es noch nicht gecheckt habt: Wir befinden uns in einem Wirtschaftskrieg mit einem Abwärtungswettlauf aller Währungen. Nur so kann die USA das Außenhandelsdefizit und Staatsschulden finanzieren und deshalb geht es dem Euro trotz seiner ernsten Lage noch so vergleichsweise "gut".

Tja und jetzt wollen die Banken die Ernte der Spekulation einfahren!

Gast: amoebius
30.08.2012 16:34
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und die zinsen

zu den kursgewinnen fuer die banken auf kosten der kreditnehmer und risikotraeger kommen auch noch hinzu dass die banken derzeit fuer geliehene chf eigentlich NULL zinsen zahlen.

Gast: arbitrage
29.08.2012 20:37
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banken

Das Problem mit den Banken stimmt somwie unten beschrieben, nur das im komkreten Fall der Sachverhalt vielleicht noch trauriger ist. Die Banken haben sich die Franken der Kreditnehmer in Ihre Kassen gelegt. Der Kreditnehmer hat das Waehrungsrisiko getragen und durch den ansteigenden Kurs haben so die Banken fette Gewinne eingefahren, zumindest in den Bilanzen. Und machen somit doppelt Kasse, einmal mit dem Waehrungskursgewinn und zweimal mit den Zinsen Ihrer Fremwaehrungskunden oder besser Patienten.

Gast: invesdodl
29.08.2012 20:13
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banken

vesrteht denn das keiner, die banken nehmen euch aus, eine abzocke. siehe lehmann pleite, siehe madoff, siehe kontospesen, siehe kreditzinsen im vergleich zu euribor,siehe sparbuchzinsen, wenn der normalbuerger sowas macht steht er vor gericht wahrscheinlich wegen schweren betruges. die banken schieben vermoegen nach asien, .... nehemn ihreigenes volk aus. damit muss schluss sein dieses pyra,idenspiel gehoert abgestellt durch eine 100% verstaatlichung leider muss der liberalste oekonom eingestehen dass privat hier leider versagt und der crash ueber jahre hingearbeitet wird.

Gast: CHF-Nehmer
29.08.2012 13:45
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Schweizer Franken

Dass man ein Risiko bei solchen Krediten trägt ist selbstredend. Ich mag nur diejenigen nicht wenn dies den Betroffenen mit einer gewissen Genugtuung und Schadensfreude hinüberschmieren müssen.

Dass Banken (Sparkasse) ihre geworbenen CHF-Kunden plötzlich ausschließlich in den Euro, zu deren Schadensbegrenzung nicht aber in eine andere Fremdwährung konvertieren lassen, ist eine Gemeinheit.

Kunden, die nicht in den Euro zurück wollten mussten daher zwangsweise im CHF verweilen, während dieser kontinuierlich anstieg. Da schlägt das Kleingedruckte in den Verträgen zu, das besagt, dass Konvertierungen nur mit GEMEINSAMEN Zustimmung von Bank und Kreditnehmer erlaubt seien.

Seit ich aber immer das Gegenteil dessen mache, was mit die Sparkasse vorschlägt, bin ich noch nicht eingefahren. Also bleibe ich weiter im CHF.

Antworten Gast: Noch ein CHF-Nehmer
30.08.2012 09:58
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Re: Schweizer Franken


D'accord!

Antworten Gast: credere
29.08.2012 18:21
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Re: Schweizer Franken

Sie dürfen ja einfahren, nur die Sparkasse will mit ihrem Kredit nicht einfahren. Deshalb das Umtauschangebot.

Zu den Fakten: Die Kursuntergrenze von 1,20 besteht nun genau ein Jahr.
In dieser Zeit hat die SNB Unmengen an Euro aufgekauft (Devisenreserven ca. 400 Milliarden).
In letzter Zeit täglich!! kauf Euro um 2 Milliarden Franken.
SNB Präsident Jordan verkündete zuletzt. "Die Untergrenze 1,20 ist nicht für die Ewigkeit."
Also, es wird ihnen schön langsam zuviel.

Wie soll aber der Ausstieg gelingen?
Lassen sie ihn unter 1,20 fallen, setzt noch mehr Spekulation ein und sie müssen weit mehr Euro aufkaufen, um den Euro-Fr.Kurs langsam auf 1:1 abgleiten zu lassen.
Wahrscheinlich werden sie neu einen Währungskorb festlegen mit einer Bandbreite in der sie sich bewegen wollen.
Ziel wird sein, den Franken langsam steigen zu lassen, damit sich die Wirtschaft darauf einstellen kann und schockartige Aufwertungen zu verhindern.



Seit ich aber immer das Gegenteil dessen mache, was mit die Sparkasse vorschlägt, bin ich noch nicht eingefahren.

Ausgezeichnete Strategie. Der Geschäftszweck der Bank ist *nicht Sie* reich zu machen. Das ist wesentlich und darf nie vergessen werden.

Gast: Held der Arbeit
29.08.2012 13:14
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das sind die

echten genies, die sich von ihrer bank jetzt eine konvertierung aufschwatzen lassen. dabei verdient nur eine, nämlich die bank, und das gleich zweimal; nämlich an den kosten der konvertierung und an den danach höheren zinsen. selbst schuld, wer sich das einreden lässt.

Re: das sind die

So richtig super sind ja die ursprünglichen Konstrukte:
Man nehme einen Kredit in fremder Währung und zahle Spesen.
Dann zahlt man nur die Zinsen zurück, der Rest geht in der "Tilgungsträger". So nennt man den Fonds, der nochmal Spesen kostet und am Ende alles trägt, die Tilgung jedoch nicht.
Idealerweise kombiniert mit einer Versicherung auf´s eigene Ableben, damit die arme Familie dann keine Probleme bekommt. Es ist wiederum nicht schwer zu erraten, wer dabei verdient.
Wenn´s danebengeht, geht das Zahlen wie Sie richtig beschreiben munter weiter.

Aber: Die Wette auf 25 Jahre bzgl. Wechselkurs, Zinsentwicklung und Fondsperformance hätte ja auch aufgehen können. Es haben ja auch schon Leute im Casino gewonnen.

Gast: SSKM
29.08.2012 11:50
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Wette & Spiel

nennt sich das im ABGB. Und - jeder der wettet (zB auf Wechselkurse) muss mit Verlusten rechnen ...

Re: Wette & Spiel

Sehe ich durchaus auch so. Die, bei denen die Wette aufgegangen ist, haben ja auch nicht gejammert.

Auffällig ist allerdings, dass der Staat unterschiedlich reagiert, je nachdem, wer sich da verzockt hat. Banken beispielsweise wird es ermöglicht, ihre Verluste auf die Allgemeinheit aufzuteilen.