Wien/Eid. Der oberösterreichische Motorradproduzent KTM hat im ersten Halbjahr 2012 dank seines indischen Partners Bajaj einen Rekordabsatz erzielt. Inklusive des von Bajaj in Indien verkauften Modells „Duke 200“ setzte KTM 50.233 Motorräder ab, was einer Steigerung von 36,5Prozent entspricht. Der Umsatz des Konzerns ist von 263 auf 295,3 Mio. Euro geklettert. Bajaj hält an KTM 47,3 Prozent und die Cross Holding von Stefan Pierer und Rainer Knünz 51,6Prozent, nur zwei Prozent sind in Streubesitz.
Die positive Entwicklung beim Absatz schlägt sich allerdings nicht im Ergebnis nieder. Der Nettogewinn halbierte sich von 7,9 auf 3,8 Mio. Euro. Als Grund dafür nennt KTM-Sprecher Viktor Sigl die hohen Aufwendungen für Rennsport und Vertrieb in den USA. Sie sind im Halbjahr von 34 auf 40 Mio. Euro gewachsen.
Die USA sind für KTM auch ein Hoffnungsmarkt, da die Eurokrise in Europa den Absatz deutlich bremst. In Europa wurden im ersten Halbjahr 276.478 Zweiräder zugelassen, ein Minus von 12,8 Prozent. Vor allem in Italien (minus 30,3Prozent) und Spanien (minus 29,9Prozent) ist die Krise deutlich spürbar. KTM konnte den Marktanteil in Europa indes auf sieben Prozent fast verdoppeln.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.08.2012)

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