Wien/Weber. Die Uniqa scheint das Jahr 2011, in dem sie einen Rekordverlust einfuhr, vorerst abgehakt zu haben. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres stieg das Konzernergebnis vor allem dank der guten Entwicklung der Kapitalmärkte um 67,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die zweitgrößte Versicherung Österreichs verdiente bei leicht rückläufigem Prämieneinnahmen (minus 2,4 Prozent) nach Steuern 57,3 Mio. Euro.
Bei der Umstrukturierung des Hauses liege man im Zeitplan, versicherte der seit gut einem Jahr amtierende CEO Andreas Brandstetter bei der Präsentation der Zahlen. Wie berichtet, will die Versicherung 600 Mitarbeiter abbauen, 200 davon im Wiener Uniqa-Tower. Das werde man bis 2015 schaffen. Auf Kurs sieht Brandstetter das Unternehmen auch, was das Gewinnziel für heuer betrifft. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) soll heuer über den 141,8 Mio. Euro von 2010 liegen. Im ersten Halbjahr 2012 lag es bei 106,5 Mio. Euro.
2013 oder 2014 – „je nach Marktlage“ – soll die Uniqa erneut an die Börse gebracht werden. Bei diesem „Re-IPO“ soll der Streubesitz von derzeit unter zehn auf bis zu 49 Prozent erhöht werden. Als Vorbereitung darauf wurde bereits die Konzernstruktur gestrafft.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.08.2012)

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